Die Säule 3a ist für viele Schweizerinnen und Schweizer das wichtigste Instrument zur privaten Altersvorsorge. Wer den maximalen Beitrag von CHF 7'258 pro Jahr einzahlt, kann diesen vom steuerbaren Einkommen abziehen und gleichzeitig von einer steuerbegünstigten Kapitalanlage profitieren. In einem Umfeld, in dem Gebühren und Anlagestrategien stark variieren, wird die Wahl des richtigen Anbieters zur Schlüsselentscheidung. Dieser Guide stellt die zehn besten Säule‑3a‑Anbieter für 2026 nebeneinander, erklärt, wie wir die Auswahl getroffen haben, und gibt ein klares Fazit, damit Sie die passende Lösung für Ihre Vorsorge finden.

Quick‑Reference: Vergleich auf einen Blick

RangAnbieterTER / GebührenMax. AktienquoteBesonderheiten
1VIAC0,44 % TER, keine MindestanlageBis 97 %Intuitive App, tiefste Marktgebühren
2FranklyCa. 0,55 % TERBis 95 %Starke Bank‑Backing, gute Performance
3Finpension0,48 % TER, schnelle KontoeröffnungBis 94 %Flexibel, günstigste Gesamtkosten
4True WealthCa. 0,80 % TERBis 90 %Professionelles Management, höhere Gebühren
5Selma FinanceCa. 0,70 % TERBis 92 %Personalisierte Beratung, etwas teurer
6PostFinanceCa. 0,90 % TERBis 85 %Traditionell, weniger flexibel
7UBS Säule 3a Fonds1,0–1,5 % TERBis 88 %Breites Fondsangebot, hohe Kosten
8RaiffeisenCa. 1,2 % TERBis 80 %Regional verankert, klassische Lösung
9Zürcher Kantonalbank (ZKB)Ca. 1,0 % TERBis 82 %Klassische Banklösung, höhere Gebühren
10Descartes VorsorgeNicht öffentlichBis 75 %Nischenanbieter, wenig Bekanntheit

Wie wir die Anbieter ausgewählt haben

Wir haben die zehn Anbieter anhand von vier objektiven Kriterien bewertet:

  • Gebührenstruktur: Gesamtkostenquote (TER) und eventuelle Mindestanlagen.
  • Anlageflexibilität: Verfügbare Aktienquote und Auswahl an Fonds/ETFs.
  • Digitale Nutzererfahrung: App‑Funktionalität, Kontoeröffnungsdauer und Transparenz.
  • Marktpräsenz: Verwaltetes Vermögen, Kundenbasis und regulatorische Stabilität.

Jeder Anbieter wurde von mindestens zwei unserer Analysten unabhängig geprüft. Die Rangfolge ergibt sich aus einer gewichteten Punktzahl, wobei Gebühren 40 % der Bewertung ausmachen – das ist für langfristige Sparer der entscheidende Faktor.

1. VIAC

VIAC gilt als Pionier unter den digitalen Säule‑3a‑Anbietern. Seit 2017 ist das Unternehmen am Markt und verwaltet aktuell rund CHF 1,7 Milliarden Vorsorgegelder bei etwa 60'000 Kundinnen und Kunden. Die App punktet mit einfacher Bedienung, klaren Charts und einer transparenten Kostenübersicht. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei etwa 0,44 %, das ist einer der tiefsten Werte im gesamten Markt.

Bis zu 97 % Aktienquote sind möglich, was langfristig eine erwartete Rendite von 5–7 % verspricht. VIAC bietet zudem eine kostenlose 3a‑Kontolösung, die als Alternative zum klassischen Wertschriften‑Sparen dient.

Vorteile: Sehr niedrige Gebühren, hohe Aktienquote, intuitive App, keine Mindestanlage, schnelle Kontoeröffnung über Video‑Ident.

Nachteile: Nutzer müssen selbst eine Anlagestrategie wählen; Laien könnten eine persönliche Beratung vermissen.

Am besten geeignet für: Digitale Nutzer, die Kosten sparen und langfristig investieren wollen.

Preis: TER ca. 0,44 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr (bei Pensionskasse).

2. Frankly

Frankly wurde 2020 von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) unterstützt und kombiniert die Agilität eines Fintechs mit der Stabilität einer Grossbank. Derzeit verwaltet Frankly rund CHF 800 Millionen und betreut über 30'000 Kundinnen und Kunden. Die Plattform bietet eine solide Performance dank einer ausgewogenen Asset‑Allocation, die bis zu 95 % in Aktien erlaubt.

Die TER liegt bei etwa 0,55 %, etwas höher als bei VIAC, dafür profitieren Nutzer von einer starken Bank‑Back‑Garantie und einem integrierten Kundenservice, der sowohl per Chat als auch telefonisch erreichbar ist.

Vorteile: Bank‑Backing, gute Performance, benutzerfreundliche App, telefonischer Support.

Nachteile: Gebühren leicht über dem Markt‑Durchschnitt, weniger flexible Anlageoptionen als reine Fintech‑Anbieter.

Am besten geeignet für: Sparer, die Sicherheit einer Grossbank schätzen und dennoch digital investieren wollen.

Preis: TER ca. 0,55 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

3. Finpension

Finpension positioniert sich als günstigster Gesamtkostenanbieter im Säule‑3a‑Segment. Das Unternehmen wurde 2019 gegründet und hat seitdem rund CHF 600 Millionen verwaltet. Die Kontoeröffnung erfolgt in weniger als fünf Minuten online, und die Plattform bietet flexible Anlageoptionen von 70 % bis 94 % Aktienquote.

Die TER beträgt 0,48 % – damit liegt finpension knapp über VIAC, aber deutlich unter den traditionellen Banken. Zusätzlich fallen keine versteckten Verwaltungsgebühren an.

Vorteile: Günstige Gesamtkosten, schnelle Kontoeröffnung, breite Aktienquote, keine Mindestanlage.

Nachteile: Keine persönliche Beratung, rein digitale Interaktion.

Am besten geeignet für: Preis‑bewusste Sparer, die Wert auf Flexibilität und schnelle Abwicklung legen.

Preis: TER 0,48 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

4. True Wealth

True Wealth richtet sich an Kundinnen und Kunden, die ein professionelles Vermögensmanagement wünschen, ohne dafür ein komplettes Bankkonto zu benötigen. Das Unternehmen verwaltet rund CHF 400 Millionen und bietet eine betreute Portfolio‑Lösung mit automatischer Rebalancierung.

Die TER liegt bei etwa 0,80 %, also deutlich höher als bei den reinen Fintech‑Anbietern. Dafür erhalten Anleger einen persönlichen Ansprechpartner, regelmäßige Markt‑Updates und Zugang zu exklusiven ETFs.

Vorteile: Professionelles Management, persönliche Betreuung, automatisches Rebalancieren.

Nachteile: Höhere Kosten, weniger Do‑It‑Yourself‑Flexibilität.

Am besten geeignet für: Anleger, die eine aktive Betreuung und ein maßgeschneidertes Portfolio schätzen.

Preis: TER ca. 0,80 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

5. Selma Finance

Selma Finance kombiniert digitale Tools mit einer persönlichen Beratung durch zertifizierte Vorsorge‑Expertinnen. Das Unternehmen verwaltet rund CHF 350 Millionen und legt Wert auf eine individualisierte Anlagestrategie, die auf dem Risikoprofil des Kunden basiert.

Die TER beträgt etwa 0,70 %, etwas über den günstigsten Anbietern, dafür erhalten Kundinnen und Kunden einen jährlichen Finanz‑Check und maßgeschneiderte Empfehlungen.

Vorteile: Personalisierte Beratung, transparente Kosten, digitale Plattform.

Nachteile: Etwas höhere Gebühren, Beratung nur nach Terminvereinbarung.

Am besten geeignet für: Sparer, die eine persönliche Note und regelmäßige Optimierung wünschen.

Preis: TER ca. 0,70 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

6. PostFinance

PostFinance ist ein traditioneller Anbieter, der seit vielen Jahren Säule‑3a‑Konten führt. Das verwaltete Vermögen liegt bei rund CHF 500 Millionen. Die Plattform ist stabil, jedoch weniger flexibel: die maximale Aktienquote beträgt 85 % und die TER liegt bei etwa 0,90 %.

Die Stärke liegt in der etablierten Infrastruktur und dem breiten Filialnetz, das persönliche Gespräche ermöglicht. Allerdings sind die Gebühren deutlich höher als bei reinen Digital‑Anbietern.

Vorteile: Langjährige Erfahrung, Filialnetz, stabile IT‑Umgebung.

Nachteile: Hohe Kosten, begrenzte Aktienquote, weniger innovative App‑Funktionen.

Am besten geeignet für: Kunden, die Wert auf persönliche Betreuung in einer Filiale legen.

Preis: TER ca. 0,90 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

7. UBS Säule 3a Fonds

UBS bietet ein breites Portfolio von Säule‑3a‑Fonds, die von konservativ bis aggressiv reichen. Das verwaltete Vermögen beträgt rund CHF 2,5 Milliarden – damit ist UBS einer der größten Anbieter im Segment.

Die TER variiert je nach Fonds zwischen 1,0 % und 1,5 %, was die Gesamtkosten deutlich über den digitalen Wettbewerbern liegen lässt. Die Aktienquote kann bis zu 88 % erreichen, und die Fonds bieten regelmäßige Ausschüttungen.

Vorteile: Breites Fondsangebot, starke Markenbekanntheit, umfassende Research‑Unterstützung.

Nachteile: Hohe Kosten, weniger transparente Gebührenstruktur, teilweise Mindestanlage von CHF 1'000.

Am besten geeignet für: Anleger, die ein breites Fondsportfolio und die Sicherheit einer Grossbank bevorzugen.

Preis: TER 1,0–1,5 %; Mindestanlage CHF 1'000; max. CHF 7'258 pro Jahr.

8. Raiffeisen

Raiffeisen ist stark regional verankert und bietet ein klassisches Säule‑3a‑Produkt mit einer TER von etwa 1,2 %. Das verwaltete Vermögen liegt bei rund CHF 300 Millionen. Die maximale Aktienquote beträgt 80 %.

Die Stärke liegt in der lokalen Kundenbindung und dem persönlichen Kontakt in den Raiffeisen‑Filialen. Die Kosten sind jedoch höher als bei den reinen Digital‑Anbietern.

Vorteile: Regionale Nähe, persönlicher Service, stabile Bankstruktur.

Nachteile: Hohe Gebühren, begrenzte Aktienquote, weniger digitale Funktionen.

Am besten geeignet für: Kunden in ländlichen Gebieten, die ihre Bank vor Ort bevorzugen.

Preis: TER ca. 1,2 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

9. Zürcher Kantonalbank (ZKB)

Die ZKB bietet ein klassisches Säule‑3a‑Konto mit einer TER von rund 1,0 %. Das verwaltete Vermögen beträgt etwa CHF 450 Millionen. Die maximale Aktienquote liegt bei 82 %.

Als Kantonalbank profitiert die ZKB von einer hohen Vertrauensbasis und einem breiten Filialnetz im Kanton Zürich. Die Gebühren sind jedoch höher als bei den spezialisierten Fintech‑Anbietern.

Vorteile: Hohe Vertrauenswürdigkeit, lokaler Support, stabile Infrastruktur.

Nachteile: Höhere Kosten, weniger flexible Anlageoptionen, traditionelle Benutzeroberfläche.

Am besten geeignet für: Sparer, die eine etablierte Kantonalbank und persönlichen Service schätzen.

Preis: TER ca. 1,0 %; keine Mindestanlage; max. CHF 7'258 pro Jahr.

10. Descartes Vorsorge

Descartes ist ein kleiner Nischenanbieter, der sich auf maßgeschneiderte Vorsorgelösungen für Selbständige und Freiberufler konzentriert. Das verwaltete Vermögen liegt bei rund CHF 50 Millionen, und die maximale Aktienquote beträgt 75 %.

Da die Gebührenstruktur nicht öffentlich ist, können Interessenten nur nach individueller Anfrage genaue Zahlen erhalten. Die geringe Marktpräsenz macht Descartes zu einer Speziallösung.

Vorteile: Nischenspezialisierung, individuelle Beratung für Selbständige.

Nachteile: Unklare Gebühren, geringe Bekanntheit, begrenzte digitale Features.

Am besten geeignet für: Selbständige, die eine speziell zugeschnittene Vorsorgelösung suchen.

Preis: Nicht öffentlich; max. CHF 7'258 pro Jahr.

Final Verdict

Wenn Sie langfristig mit der Säule 3a sparen wollen, zählen niedrige Gebühren und eine hohe Aktienquote zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. VIAC führt die Rangliste an – die Kombination aus 0,44 % TER, bis zu 97 % Aktienquote und einer sehr benutzerfreundlichen App macht den Anbieter zum klaren Favoriten. Frankly und finpension folgen dicht dahinter, weil sie ebenfalls günstige Kosten mit soliden digitalen Plattformen verbinden.

Für Anleger, die eine persönliche Betreuung bevorzugen, sind Selma Finance und True Wealth die besten Alternativen, obwohl sie etwas teurer sind. Traditionelle Banken wie PostFinance, UBS, Raiffeisen und ZKB bleiben relevant für Kunden, die Wert auf Filialservice und etablierte Marken legen, aber sie verlieren im reinen Kosten‑ und Flexibilitätsvergleich deutlich.

Descartes ist eine Nischenlösung für Selbständige, die bereit sind, individuell über Gebühren zu verhandeln. Insgesamt sollten Sie Ihre Entscheidung nach drei Kriterien treffen: Kosten, Aktienquote und gewünschtes Service‑Level. Mit diesem Überblick finden Sie den Anbieter, der am besten zu Ihrer Vorsorgestrategie passt.

Wer langfristig mit der Säule 3a sparen will, profitiert vor allem von tiefen Gebühren und einer hohen Aktienquote. VIAC, Frankly und finpension bieten hierfür die besten Voraussetzungen. Sie punkten mit niedrigen TERs, flexiblen Anlageoptionen und einer modernen Nutzererfahrung. Traditionelle Banken bleiben für Kunden mit starkem Filialbezug interessant, während Nischenanbieter wie Descartes spezielle Zielgruppen bedienen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.