Haushalte, Pendler und Transportunternehmen tragen spürbar höhere Kosten: Benzin und Diesel sind seit Ende Februar 2026 um rund 17 bis 20 Prozent teurer geworden, weil geopolitische Spannungen, beschädigte Raffinerien und Transportprobleme die Verfügbarkeit eingeschränkt haben. Der Touring Club Schweiz findet im aktuellen Stichproben-Monitoring einen Durchschnittspreis für Bleifrei 95 von 1,96 Franken pro Liter, Bleifrei 98 bei 2,07 Franken und Diesel bei 2,14 Franken. Für Bleifrei 95 bedeutet das ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem zuletzt gemessenen 1,92 Franken und die höchsten Zapfsäulenpreise seit etwa zwei Jahren, wenn auch unter den Spitzenwerten von 2022. Parallel hat der Preisüberwacher eine Marktbeobachtung eingeleitet; die Untersuchung ist jedoch noch in einem frühen Stadium.
Aber Die aktuelle Preisentwicklung zeigt direkte wirtschaftliche Folgen: Der Durchschnittspreis für Bleifrei 95 liegt laut Touring Club Schweiz bei 1,96 Franken, ein Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber 1,92 Franken. Der TCS führt die Verteuerung auf mehrere Lieferengpässe zurück, namentlich auf die seit Ende Februar gestiegene geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten, beschädigte Raffinerien in Russland, zeitweise niedrigere Treibstoffexporte aus China sowie auf den anhaltend niedrigen Rheinpegel, der die Schifffahrt und damit den Transport von Mineralölprodukten verteuert.
Diese Kombination trifft private Autofahrer und Firmen. Nach TCS-Erhebungen sind Benzin und Diesel für Endverbraucher seit dem Beginn des Iran-Konflikts um etwa 17 bis 20 Prozent teurer geworden. Zwar hat der internationale Ölpreis einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben, Brent notierte am vergangenen Freitag wieder unter 100 US-Dollar pro Fass, doch Preissenkungen an der Zapfsäule erfolgen mit Verzögerung.
Regionale Unterschiede sind ausgeprägt. Im Tessin etwa beträgt die Preisdifferenz an der Autobahneinfahrt Bellinzona zwischen einer Shell-Station und einer Eni-Station einen Kilometer entfernt bis zu 71 Rappen pro Liter, das sind rund 40 Prozent. Solche Differenzen treffen Durchreisende besonders hart, die entlang von Autobahnen deutlich mehr zahlen als Kunden in Ortsnähe. Betreiber führen höhere Konzessionsgebühren und das Pflichtangebot von Raststätten als Erklärung an.
Die Wettbewerbsbehörden sehen dennoch Handlungsbedarf.
Als Reaktion hat der Preisüberwacher eine Marktbeobachtung des Treibstoffmarkts gestartet. Geschäftsführer Beat Niederhauser sagte, die Untersuchung befinde sich in einer frühen Phase und werde einige Zeit dauern. Der Preisüberwacher kann keine direkten Sanktionen verhängen, er kann aber künftige Preissenkungen anordnen, falls missbräuchliche Preise festgestellt werden. Bei Hinweisen auf Preisabsprachen kämen die Wettbewerbskommission und kartellrechtliche Verfahren zum Zug.
Neben der Preisentwicklung zeigt die Branche erste Umstrukturierungen. Enilive, die Mobilitätssparte des italienischen Energiekonzerns Eni, übernimmt das Tankstellennetz der Marke Oil!
Und baut damit sein europäisches Netz aus. Nach Abschluss der Transaktion sollen die übernommenen Stationen schrittweise in das Enilive-Netz integriert werden und neben fossilen Kraftstoffen auch erneuerbare Kraftstoffe wie HVO, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und weitere Mobilitätsdienstleistungen anbieten.
Enilive betreibt eigenen Angaben zufolge in der Schweiz rund 275 Tankstellen und beschäftigt etwa 80 Mitarbeitende. Der Abschluss der Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden, eine Entscheidung, die den weiteren Marktverlauf beeinflussen kann.
Der TCS weist zugleich darauf hin, dass seine Preisangaben auf Stichprobendaten beruhen und regionale Abweichungen die Belastung für einzelne Verbraucher deutlich höher ausfallen lassen können. Die gegenwärtige Lage ist also sowohl von globalen Angebotsfaktoren als auch von lokalen Marktstrukturen geprägt.
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Die Entscheidung der zuständigen Wettbewerbsbehörden über die Enilive-Übernahme wird den weiteren Marktverlauf beeinflussen. Sie ist der nächste zu beobachtende Faktor für Preise und Versorgung. Ursprünglich berichtet von watson.ch.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.