Willst du 2026 in der Schweiz mit dem Investieren anfangen, weißt aber nicht genau wie? In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du als Anfänger Aktien und Fonds auswählst und dabei auf Kosten und Risiken achtest. Wir begleiten dich von der Zielsetzung bis zur Wahl des richtigen Anbieters, damit du dein Geld klug anlegst und langfristig Vermögen aufbaust.
Kurze Übersicht: Die besten Anbieter und Fondstypen für Anfänger in der Schweiz 2026
- Swissquote: Swissquote ist eine der bekanntesten Online-Banken für den Aktienhandel in der Schweiz. Die Mindestanlage beträgt hier nur CHF 100, was auch für Einsteiger attraktiv ist. Es fallen keine Depotgebühren an, allerdings liegen die Handelskosten bei CHF 9.90 pro Order bei Schweizer Aktien. Swissquote bietet Zugriff auf über 40'000 Finanzinstrumente und eine intuitive Plattform, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Anleger geeignet ist.
- PostFinance Invest: PostFinance bietet Fondssparpläne ab CHF 50 monatlich an, was ideal für den regelmäßigen Vermögensaufbau ist. Die Fondskosten sind vergleichsweise günstig, meist zwischen 0.5% und 1.5% TER (Total Expense Ratio). Die Bedienung erfolgt über eine benutzerfreundliche App oder Website. Besonders geeignet sind passive Indexfonds (ETF) und aktiv verwaltete Fonds mit moderatem Risiko.
- UBS Fondskauf: UBS stellt ein breites Angebot an Fonds zur Verfügung, darunter Aktien-, Obligationen- und Mischfonds. Der Einstieg ist ab CHF 200 möglich. Die Gebühren sind höher als bei reinen Online-Anbietern, mit Ausgabeaufschlägen von bis zu 3% und jährlichen Verwaltungskosten von ca. 1.2%. Dafür profitieren Anleger von der professionellen Beratung und umfangreichen Informationen.
- DEGIRO: DEGIRO bietet sehr günstige Gebühren, keine Depotgebühren und Zugang zu weltweiten Börsen. Es gibt keine Mindestanlage, was für Kleinanleger attraktiv ist. Die Plattform ist rein online und bietet ein großes Angebot an ETFs, Aktien und Optionen. Allerdings fehlt eine persönliche Beratung, was für Anfänger eine Herausforderung sein kann.
- Raiffeisen MyInvest: Raiffeisen MyInvest erlaubt Sparpläne ab CHF 100 monatlich. Die Portfolios werden personalisiert und an die Risikobereitschaft des Anlegers angepasst. Die Kosten liegen moderat bei rund 1% pro Jahr, inklusive Verwaltung und Gebühren. Der Vorteil liegt in der Kombination aus digitaler Plattform und persönlicher Beratung in der Raiffeisen-Filiale.
Schritt-für-Schritt Anleitung für den Einstieg ins Investieren 2026
1. Finanzielle Ziele festlegen
Der erste Schritt beim Investieren ist, deine finanziellen Ziele klar zu definieren. Willst du langfristig für deine Altersvorsorge sparen, ein Eigenheim finanzieren oder hast du kurzfristige Ziele wie eine grössere Reise? Je nachdem unterscheiden sich die Anlagehorizonte und die Risikobereitschaft. Wenn du langfristige Ziele hast, also mehr als zehn Jahre, kannst du risikoreichere Anlagen wie Aktienfonds wählen. Die schwanken zwar, bringen aber oft höhere Renditen. Kurzfristige Ziele – innerhalb von 1 bis 5 Jahren – verlangen konservativere Anlagen wie Obligationen oder Geldmarktfonds, um das Kapital zu schützen.
Ein Beispiel: Wenn du mit 30 Jahren beginnst, für die Rente mit 65 zu sparen, kannst du in den ersten Jahren einen Aktienanteil von bis zu 80% wählen. Wenn dein Ziel in drei Jahren ein neues Auto ist, wählst du besser sicherere Anlagen mit geringer Volatilität.
2. Monatliches Budget ermitteln
Schau dir deine Einnahmen und Ausgaben genau an. Erstelle eine Übersicht, um zu sehen, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung steht. Viele Experten raten, etwa 10% deines monatlichen Einkommens in Wertpapiere zu stecken. In der Schweiz sind Fondssparpläne bereits ab CHF 50 möglich, was den Einstieg für viele erleichtert. Wichtig ist, dass du nur Geld investierst, das du nicht kurzfristig benötigst, da Aktien und Fonds schwanken können.
Beispiel: Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von CHF 4'000 sind CHF 400 als Sparrate sinnvoll. Falls das zu viel ist, kannst du mit CHF 100 starten und diese Sparrate später erhöhen. Es hilft, Automatisierungen wie einen Dauerauftrag zu nutzen, damit das Sparen regelmässig und diszipliniert erfolgt.
3. Die passende Anlageform wählen
Fonds und ETFs sind für Anfänger gut, weil sie breit streuen und von Profis gemanagt werden. Das reduziert das Risiko im Vergleich zum Einzelaktienkauf.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden und meist geringe Verwaltungsgebühren haben – oft unter 0.2% jährlich.
Aktien bieten langfristig höhere Renditechancen, erfordern aber mehr Wissen und Zeit für die Analyse einzelner Unternehmen. Fonds hingegen bündeln viele Aktien oder andere Wertpapiere, was das Risiko minimiert. Mischfonds, die Aktien und Obligationen kombinieren, sind eine weitere Option für Anleger, die Wert auf eine ausgeglichene Strategie legen.
4. Anbieter vergleichen
Es lohnt sich, die Anbieter zu vergleichen, weil Gebühren, Mindestanlage und Bedienung sehr unterschiedlich sind. Swissquote verlangt keine Depotgebühren, aber die Handelskosten sind höher (CHF 9.90 pro Trade). PostFinance punktet mit günstigen Sparplänen ab CHF 50, aber das Fondsangebot ist etwas eingeschränkter. DEGIRO glänzt mit sehr niedrigen Gebühren und weltweitem Zugang, ist aber komplett online und verzichtet auf Beratung.
Die UBS bietet mit breitem Fondsangebot und Beratung eine klassische Banklösung, die allerdings teurer ist. Raiffeisen MyInvest verbindet digitale Einfachheit mit persönlicher Beratung, was vor allem Einsteigern entgegenkommt. Entscheide dich für einen Anbieter, der zu deinem Budget und deinen Bedürfnissen passt.
5. Depot eröffnen und Sparplan einrichten
Ein Wertpapierdepot kannst du meist online eröffnen – bei Swissquote, PostFinance, DEGIRO oder deiner Hausbank. Der Prozess dauert meist 1 bis 3 Werktage und erfordert die Identifikation per Video- oder Post-Ident-Verfahren. Du brauchst einen gültigen Ausweis, eine Wohnadresse in der Schweiz und eine Schweizer Bankverbindung.
Nach der Depoteröffnung richtest du deinen Sparplan ein. Wähle das Produkt (ETF, Fonds, Aktien) und den Sparbetrag (ab CHF 50 möglich). Viele Anbieter ermöglichen monatliche oder vierteljährliche Ausführungen. Automatisiere den Prozess mit einem Dauerauftrag, um regelmässig zu investieren und vom Cost-Average-Effekt zu profitieren.
6. Informieren und weiterbilden
Investieren ist ein Lernprozess. Nutze Online-Kurse, Webinare und Informationsseiten der Anbieter, um dein Wissen zu vertiefen. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA und Organisationen wie Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) bieten hilfreiche Ressourcen. Auch Finanzblogs und Bücher zum Thema Geldanlage helfen, Verständnis aufzubauen.
Bleib geduldig und behalte deine langfristigen Ziele im Blick. Vermeide impulsives Handeln bei Marktschwankungen.
Der Einstieg ins Investieren in der Schweiz 2026 ist dank moderner Plattformen, günstiger Sparpläne und vielfältiger Anlagemöglichkeiten einfacher denn je. Wichtig ist, klare Ziele zu setzen, ein realistisches Budget zu bestimmen und einen Anbieter zu wählen, der zu deinen Bedürfnissen passt. Mit einem regelmässigen Sparplan und etwas Geduld kannst du langfristig Vermögen aufbauen – egal ob du für die Rente, ein Eigenheim oder andere Wünsche sparst.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.