Im Jahr 2026 nutzen viele Schweizer Schulen und Universitäten wie die ETH Zürich und EPFL Künstliche Intelligenz im Unterricht. Viele Schulen und Hochschulen stehen vor der Frage, wie sie mit den Chancen und Problemen von KI umgehen. Hier schauen wir uns den aktuellen Stand und die wichtigsten Entwicklungen an.

Aktueller Stand: KI im Schweizer Bildungswesen

Im Jahr 2026 ist Künstliche Intelligenz ein selbstverständlicher Teil des Bildungsalltags in vielen Schweizer Schulen und Universitäten. Die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der kantonalen Ansätze zum Umgang mit KI. Da das Bildungswesen in der Schweiz kantonal organisiert ist, entstehen dadurch vielfältige, teilweise stark differenzierte Regelungen und Strategien. Beispielsweise hat der Kanton Zürich 2025 eine kantonale Strategie zur Integration von KI in den Unterricht verabschiedet, die den Einsatz von KI-Tools in allen Schulstufen fördern soll. Im Kanton Genf hingegen sind die Richtlinien eher vorsichtig und setzen auf eine strenge Kontrolle bei Prüfungen, um Missbrauch zu verhindern.

Die ETH Zürich gilt als Vorreiterin bei der Entwicklung von KI-Richtlinien. Bereits Ende 2025 wurden dort umfassende Leitlinien publiziert, die den erlaubten Einsatz von KI in Studienarbeiten, Prüfungen und Forschungsprojekten klar definieren. Ähnliche Regelungen hat die EPFL in Lausanne eingeführt, die neben der ETH Zürich zu den führenden KI-Forschungszentren Europas zählt. Diese Hochschulen setzen auf Transparenz: Studierende müssen offenlegen, in welchem Umfang sie KI-Werkzeuge genutzt haben, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden und die eigenständige Leistung sicherzustellen.

Auch in den Gymnasien ist das Thema KI mittlerweile fest im Lehrplan verankert. Ab der Sekundarstufe II werden Themen wie maschinelles Lernen, ethische Fragestellungen rund um KI und die praktische Anwendung von KI-Software vermittelt. Der Kanton Basel-Stadt hat beispielsweise 2026 ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Schülerinnen und Schüler eigene kleine KI-Modelle programmieren. Gleichzeitig gibt es intensive Debatten über den Einsatz von KI bei Maturaarbeiten. Die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler gänzlich KI-generierte Texte einreichen, wird kritisch gesehen.

Deshalb verlangen viele Schulen inzwischen eine mündliche Verteidigung der Arbeit, um die tatsächliche Auseinandersetzung mit dem Thema sicherzustellen.

Auch im Bereich der Berufslehre, dem dualen Ausbildungssystem der Schweiz, gewinnt KI immer mehr an Bedeutung. Unternehmen wie die Schweizerische Post und die ABB integrieren KI-gestützte Lernplattformen in ihre Lehrprogramme. So werden Auszubildende nicht nur in klassischen Fachkenntnissen geschult, sondern lernen auch den Umgang mit KI-Systemen, die im späteren Berufsalltag eine wichtige Rolle spielen werden.

Wichtige Entwicklungen und Richtlinien

Anfang 2026 veröffentlichte die ETH Zürich eine ausführliche Handreichung zum Umgang mit generativer KI für Studierende und Dozierende. Darin wird klargestellt, dass vollständig KI-generierte Texte grundsätzlich nicht als eigenständige Leistungen gelten dürfen. KI darf allerdings als unterstützendes Werkzeug genutzt werden, solange die eigenständige Leistung klar erkennbar bleibt und der Einsatz transparent gemacht wird. Die ETH betont zudem, dass die Nutzung von KI bei Prüfungen grundsätzlich verboten ist, um die Chancengleichheit zu wahren.

Die EPFL hat ähnliche Regeln formuliert, wobei dort ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von kritischem Denken im Umgang mit KI gelegt wird. Studierende werden ermutigt, KI als Werkzeug zu sehen, das ihre Kreativität unterstützt, ohne ihre eigenen Ideen zu ersetzen. Die EPFL führt zudem seit 2025 obligatorische Workshops zur verantwortungsvollen Nutzung von KI-Technologien durch.

Die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) unterstützt seit 2024 die Kantone dabei, gemeinsame Mindeststandards für den Umgang mit KI in der Bildung zu entwickeln. Mittlerweile haben rund 18 Kantone kantonale Richtlinien eingeführt, die insbesondere den Umgang mit KI in Prüfungen und schriftlichen Arbeiten regeln. Diese Regelungen unterscheiden klar zwischen zulässiger Assistenz, wie etwa der Verwendung von KI-Tools zur Rechtschreibprüfung, und Täuschung, etwa bei der vollständigen Erstellung von Texten oder Programmiercode durch KI.

Im Gymnasium wird der Einsatz von KI bei Maturaarbeiten intensiv diskutiert. Im Kanton Aargau etwa dürfen KI-Tools seit 2026 nur noch im Rahmen einer ausführlichen Dokumentation genutzt werden.

Lehrpersonen in mehreren Kantonen berichten, dass die Anzahl Plagiatsversuche mit KI-generierten Inhalten seit Einführung solcher Regelungen zwar zurückgegangen ist, der Kontrollaufwand jedoch deutlich gestiegen ist. Einige Schulen setzen zusätzlich auf technische Hilfsmittel, wie KI-gestützte Plagiatserkennungssysteme, die speziell auf generative KI-Modelle trainiert sind.

Im Bereich der Berufslehre wird KI zunehmend als integraler Bestandteil des Curriculums betrachtet. Die Schweizerische Post hat 2025 eine KI-gestützte Lernplattform eingeführt, die personalisierte Lernpfade für Auszubildende anbietet. ABB nutzt KI, um die Effizienz in der Ausbildung von Automatisierungstechnikerinnen und -technikern zu steigern, indem Lernfortschritte in Echtzeit analysiert und angepasst werden. Diese Beispiele zeigen, dass KI sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Ausbildung bietet.

Auswirkungen auf verschiedene Bildungsbereiche

KI hat das Lernen und Lehren in der Schweiz stark beeinflusst. In den Gymnasien führt die Verfügbarkeit von KI-Tools dazu, dass Schülerinnen und Schüler neue Kompetenzen entwickeln müssen – etwa im kritischen Umgang mit KI-generierten Informationen. Die Lehrpersonen stehen vor der Herausforderung, Lerninhalte so anzupassen, dass sie nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch digitale Kompetenzen stärken.

In den Universitäten hat die KI-Nutzung die Art der Forschung und des wissenschaftlichen Arbeitens verändert. Forschende an ETH und EPFL nutzen KI-Algorithmen heute routinemässig zur Datenanalyse und Simulation. Gleichzeitig erfordert die Einbindung von KI in die Lehre neue Prüfungsformate, die die eigenständige Leistung messbar machen. So werden etwa vermehrt mündliche Prüfungen oder praktische Projekte eingesetzt.

Das duale Bildungssystem profitiert davon, dass KI die Ausbildungsprozesse individualisieren kann. Durch KI-gestützte Analyse der Lernfortschritte können Ausbildnerinnen und Ausbildner gezielter auf die Bedürfnisse der Lernenden eingehen. Gleichzeitig führt die zunehmende Automatisierung in vielen Branchen dazu, dass Auszubildende bereits frühzeitig mit KI-Systemen arbeiten müssen, um auf den Arbeitsmarkt 4.0 vorbereitet zu sein.

Expertinnen und Experten zur KI in der Bildung

Fachleute aus Wissenschaft und Bildungspolitik betonen, dass der Umgang mit KI im Bildungswesen sorgfältig austariert werden muss. Prof. Dr. Martina Keller von der Universität Zürich weist darauf hin, dass "KI nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum menschlichen Lernen verstanden werden sollte". Sie warnt zugleich vor einer zu starken Regulierung, die Innovationen hemmen könnte.

Andreas Meier, Direktor einer Sekundarschule im Kanton Bern, berichtet, dass "die Unsicherheit bei Lehrpersonen groß ist, wie sie KI sinnvoll in den Unterricht integrieren können". Deshalb seien Fortbildungen und klare Vorgaben von zentraler Bedeutung. Auch die EDK plant für 2027 eine Reihe von Workshops zur Weiterbildung der Lehrkräfte im Umgang mit KI.

Aus Sicht der Studierenden zeigt eine Umfrage an der ETH Zürich aus dem Frühjahr 2026, dass 68 Prozent KI-Tools als hilfreiche Unterstützung ansehen, aber 54 Prozent auch Bedenken hinsichtlich der Fairness bei Prüfungen haben. Diese ambivalente Haltung spiegelt die komplexe Realität wider.

Was bringt die Zukunft?

Bis 2030 wird erwartet, dass KI noch stärker in den Bildungsalltag integriert wird. Die EDK arbeitet an einem Rahmenkonzept, das eine Harmonisierung der kantonalen KI-Richtlinien ermöglichen soll, um die Chancengleichheit in der Schweiz zu verbessern. Dabei geht es auch um die Entwicklung von KI-gestützten Lernplattformen, die individualisiertes Lernen ermöglichen.

Die Hochschulen planen, KI-Ausbildungsangebote auszubauen, um den steigenden Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich zu decken. Die ETH Zürich hat angekündigt, bis 2028 ein neues interdisziplinäres KI-Zentrum zu eröffnen, das Forschung, Lehre und Innovation bündeln soll.

Im Schulbereich werden weitere Pilotprojekte zur Integration von KI in den Unterricht folgen. Besonders im Bereich der Berufsbildung wird KI voraussichtlich eine Schlüsselrolle spielen, um die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Lernenden besser zusammenzubringen.

Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen: Datenschutz, ethische Fragen und die Gewährleistung von Fairness sind Themen, die weiterhin im Fokus stehen werden. Die Schweiz wird ihren Weg zwischen Innovation und Vorsicht sorgfältig abwägen müssen.

Schweizer Schulen und Universitäten bewegen sich 2026 in einem komplexen Spannungsfeld zwischen den Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. Die kantonalen Regelungen sind vielfältig und differenziert, doch es zeigt sich ein klarer Trend zur Entwicklung gemeinsamer Standards. Die führenden Hochschulen wie ETH Zürich und EPFL setzen auf Transparenz und verantwortungsvollen Umgang, während die Berufslehre von KI als Bereicherung profitiert. And die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um KI nachhaltig und fair in der Schweizer Bildungslandschaft zu verankern.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.