Tesla preist Full Self-Driving als Sicherheitsfortschritt, doch niederländische Parlamentarier sagen, die Zulassung basiere nicht auf den von Tesla genannten 24 Millionen Meilen. Die nationale Zulassungsbehörde RDW hatte am 10. April die überwachte FSD-Funktion für den Einsatz in den Niederlanden genehmigt und diese Entscheidung zur Prüfung für eine EU-weite Anerkennung eingereicht. Reuters hatte zuvor Zweifel gestreut, nachdem unabhängige Forscher Teslas Sicherheitszahlen als irreführend beschrieben hatten. Für Fahrer bedeutet die Genehmigung, dass FSD supervised in den Niederlanden eingesetzt werden darf, solange sie aufmerksam bleiben und jederzeit eingreifen können.

Tesla lobt seine Full Self-Driving Software als Beitrag zur Verkehrssicherheit, doch Parlamentarier in den Niederlanden und unabhängige Forscher sehen Widersprüche in der Datenlage. Aber Die RDW hatte am 10. April die von Tesla beantragte, überwachte Fahrerassistenzfunktion zugelassen. Die Behörde bewertete das System ausdrücklich als Beitrag zur Verkehrssicherheit und nutzte die niederländische Genehmigung, um ein förmliches Prüfverfahren auf EU-Ebene anzustrengen.

Unabhängige Prüfungen contra Herstellerzahlen

Die RDW betonte, sie habe die Entscheidung auf Basis eigener, unabhängig verifizierter Tests getroffen, und nicht allein auf den Angaben des Herstellers. Vincent Karremans, als niederländischer Minister zuständig für Infrastruktur, sagte im Parlament, es sei möglich, Teslas Statistiken zu hinterfragen, "aber das war nicht die Grundlage" der Entscheidung. Und Die Behörde erklärte, sie nehme Herstellerinformationen zur Kenntnis, entscheide jedoch ausschließlich auf Basis einer umfassenden, unabhängigen Bewertung gemäß europäischer Vorschriften.

Die parlamentarischen Nachfragen folgten einer Reuters-Untersuchung, die ergeben hatte, Tesla habe Regulatoren in Schweden und den Niederlanden Kennzahlen vorgelegt, die unabhängige Verkehrssicherheitsforscher als übertrieben beschrieben. RDW wies die Darstellung zurück, dass sie allein auf Herstellerangaben entschieden habe, und sprach von einer validierten, auditierten Datenbasis aus eigenen Prüfungen auf öffentlichen Strassen und Teststrecken.

Welche Zahlen stehen gegenüber?

Im Parlament nannte Minister Karremans als konkreten Leistungsvergleich eine von Tesla genannte Zahl: Fahrzeuge mit FSD hätten auf niederländischen Strassen 24 Millionen Meilen, das sind circa 38,6 Millionen Kilometer, ohne "nennenswerten Vorfall" zurückgelegt. Diese Angabe diente als Referenzpunkt in den Debatten, nicht als Entscheidungsgrundlage, so Karremans.

Unmittelbar daneben stellte Tesla Europe eigene Zahlen auf der Plattform X: Demnach seien Fahrzeuge mit FSD zwischen dem 10. April und dem 5. Juni rund 23,6 Millionen Kilometer, also etwa 15 Millionen Meilen, in den Niederlanden gefahren. Tesla berichtete nach eigenen Angaben von keinen Unfällen auf Autobahnen und von drei Kollisionen auf kleineren Strassen.

Noch Die RDW erklärte, sie könne Teslas Zahlen nicht sofort bestätigen, wiederholte aber, die Zulassung stütze sich auf eigene Tests, Analysen und Prüfungen.

Damit liegen zwei unterschiedliche Darstellungen nebeneinander: die von Tesla kommunizierten Laufleistungs- und Sicherheitskennzahlen und die Aussage der RDW, dass ihre Entscheidung aus einer unabhängigen Prüfung erwachsen sei. Diese Differenz brandmarkt die derzeitige Debatte: Es geht weniger um die reine Existenz von Messdaten als um deren Vergleichbarkeit, Validierung und den Umfang externer Prüfungen.

Für Nutzer konkret bedeutet die niederländische Zulassung, dass FSD supervised dort rechtlich eingesetzt werden darf. Das genehmigte System bleibt eine überwachte Fahrerassistenzfunktion: Tesla beschreibt FSD als ein System, das beschleunigen, bremsen und lenken kann, die Fahrer jedoch stets verpflichtet sind, die Strasse zu beobachten und jederzeit bereit zu sein, das Steuer zu übernehmen.

Europaweit ist FSD damit noch nicht allgemein freigegeben. Die RDW hat einen formalen Antrag auf EU-weite Anerkennung gestellt. Als Folge der RDW-Initiative erhielten nach Angaben der Behörde vorläufige Genehmigungen in Belgien, Dänemark, Estland und Litauen. Diese vorläufigen Zustimmungen markieren einen Präzedenzfall, aber keine automatische Union-weite Erlaubnis.

Die Diskussion berührt grundlegende Fragen der Regulierbarkeit automatisierter Systeme: Welche Prüfungen sind nötig, damit Herstellerkennzahlen Stakeholder überzeugen? Und wie sollen Regulierer unterscheiden zwischen validierten, auditierten Daten und Marketingangaben? Die RDW hebt hervor, dass ihre Prüfungen auf öffentlichen Strassen und Testgeländen stattfanden und dass eine umfassende Bewertung nach europäischen Vorschriften erfolgte.

Gleichzeitig bleibt die öffentliche Debatte darum nüchtern und technisch: Reuters hatte in seiner Untersuchung aufgezeigt, dass einige der vorgelegten Zahlen von unabhängigen Forschern als irreführend bezeichnet wurden. RDW und niederländische Regierungsvertreter nannten diese Kritikpunkte relevant, wiesen aber darauf hin, dass die Entscheidungsbasis der Behörde anders gelagert war.

Regulatorisch ist das Verfahren nun in die EU-Ebene überführt. Ein positiver Bescheid der EU würde FSD supervised in weiteren Mitgliedstaaten vereinfachen, doch die formelle Prüfung muss erst abgeschlossen werden. Bis dahin gelten nationale Entscheidungen und die Bedingungen, unter denen FSD in den jeweiligen Ländern eingesetzt werden darf.

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Nächste Etappe ist das formelle Prüfverfahren auf EU-Ebene; ein positiver Bescheid würde die Nutzung von FSD supervised in weiteren Mitgliedstaaten erleichtern.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.