Eine als kritisch bewertete Schwachstelle in FortiAuthenticator erlaubt Angreifern ohne Authentifizierung die Ausführung fremden Codes. Fortinet hat in einem Patch-Release mehrere Schwachstellen in Produkten wie FortiSandbox, FortiDDoS-F, FortiAnalyzer Cloud, FortiManager Cloud und FortiClient EMS geschlossen. Administratoren werden gebeten, die angebotenen Updates umgehend einzuspielen, da viele Appliances direkt mit produktiven Netzwerken verbunden sind.

Fortinet hat jüngst ein Paket von Sicherheitsaktualisierungen veröffentlicht, mit dem insgesamt elf Schwachstellen in mehreren Produktfamilien behoben wurden. Nach Angaben des Herstellers und ergänzenden Meldungen zählen dazu zwei als kritisch und eine als hoch klassifizierte Lücke. Die Kritikalität vieler Einträge ergibt sich aus der Möglichkeit zur Ausführung von Code ohne vorherige Authentifizierung, was betroffene Systeme zu attraktiven Zielen für Angreifer macht.

Welche Lücken wurden geschlossen

Zu den zentralen Korrekturen gehört eine als kritisch bewertete Schwachstelle in FortiAuthenticator, die auf unzureichenden Zugriffskontrollen beruht. Diese Lücke ist unter der Kennung CVE-2026-44277 aufgeführt und erhielt einen CVSS-Score von 9.1. Laut den Angaben wurde die Schwachstelle in den Versionen 6.5.7, 6.6.9 und 8.0.3 sowie in neueren Builds behoben.

FortiSandbox erscheint mehrfach in den Advisories. In einem Bericht werden eine Authentifizierungsumgehung über Path-Traversal in der JRPC-API und eine unzureichende Filterung von Elementen, die in Systembefehlen verwendet werden, genannt. Diese beiden Probleme wurden in einem Quelltext mit den Kennungen CVE-2026-39808 und CVE-2026-39813 gelistet, jeweils mit CVSS 9.1. In einem anderen Hinweis ist eine FortiSandbox-bezogene kritische Schwachstelle unter der Bezeichnung CVE-2026-26083 mit gleicher Schwere genannt. Die Quellenlage unterscheidet sich bei den konkreten CVE-Nummern, sodass sich aus den vorliegenden Meldungen keine vollständig konsolidierte CVE-Liste ableiten lässt.

Weitere behobene Probleme betreffen mehrere Produktfamilien ausserhalb der Sandbox. In FortiDDoS-F wurde eine SQL-Injection-Schwachstelle (CVE-2026-39815) mit einem CVSS-Score von 7.9 adressiert.

Die Korrektur ist in Version 7.2.3 und neuer enthalten. Beim oftpd-Daemon, wie er in FortiAnalyzer Cloud und FortiManager Cloud genutzt wird, beschriebt eine Meldung einen heap-basierten Pufferüberlauf, den Angreifer ohne Authentifizierung aus dem Netz auslösen können.

Diese Schwachstelle ist als CVE-2026-22828 mit CVSS 7.3 angegeben; die Behebung findet sich in Version 7.6.5 und neuer.

Auch Endpunkt- und Managementsoftware erhielt Updates. FortiClient EMS wies eine SQL-Injection-Lücke auf, mit der authentifizierte Angreifer beliebige SQL-Abfragen hätten ausführen können. Die Patches sind in FortiClient EMS 7.2.13 sowie 7.4.6 und in neueren Versionen enthalten.

Kontext, frühere Vorfälle und Quellenlage

Die aktuelle Patch-Runde folgt auf ein grösseres Bündel von Warnmeldungen im April, als Fortinet an einem einzigen Patchtag 18 Security Advisories veröffentlichte. Die April-Liste enthielt ebenfalls kritische Lücken, unterschied sich jedoch in Umfang und den angegebenen CVE-Nummern vom aktuellen Paket. In den vorliegenden Meldungen wird die unterschiedliche Nummerierung ausdrücklich dokumentiert, was die Nachverfolgung einzelner Fehler für Betreiber erschweren kann.

Ein früherer Vorfall mit realen Angriffen betraf FortiWeb im Oktober 2025. Inside-IT berichtete, dass dort gemeldete Schwachstellen unter anderem Path-Traversal zur Umgehung von Authentifizierung und OS-Command-Injection ermöglichten. Fortinet reagierte mit Notfall-Patches und schloss die kritische Lücke CVE-2025-64446 in FortiWeb 8.0.2 am 28. Oktober 2025. Separat wurde in einem Portalbericht vom 9. Dezember 2025 auf zwei kritische Lücken hingewiesen, die einen Single-Sign-On-Bypass der FortiCloud-Anmeldung ermöglichten. Diese beiden CVEs trugen die Kennungen CVE-2025-59718 und CVE-2025-59719 und wurden mit einem CVSS-Score von 9.8 bewertet. Solche Vorfälle zeigen, dass Fortinet-Produkte wiederholt Ziel gezielter Angriffe sind, und begründen die Empfehlung zu zeitnahen Updates.

Die Quellenlage ist nicht vollständig einheitlich. Einige Berichte nennen spezifische CVE-Nummern für FortiSandbox, andere führen alternative Kennungen auf. Dort, wo einzelne Angaben auf nur einer Quelle beruhen, etwa zur praktischen Ausnutzung bestimmter FortiWeb-Lücken, wird dies in den Meldungen als Einzelaussage gekennzeichnet. Betreiber sollten deshalb bei der Prüfung ihrer Systeme sowohl die aktuellen Advisories als auch frühere Bulletin-Listen konsultieren, um Überschneidungen oder unterschiedliche CVE-Zuordnungen nachzuvollziehen.

Fortinet selbst sowie ergänzende Meldungen fordern Administratoren wiederholt auf, die eingesetzten Softwarestände zu prüfen und verfügbare Updates einzuspielen. Die Aufforderung bezieht sich auf Appliances vor Ort ebenso wie auf Cloud-Instanzen, weil beide Typen direkt mit produktiven Netzwerken verbunden sind und daher eine erhöhte Angriffsfläche darstellen.

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IT-Verantwortliche sollen unverzüglich prüfen, ob ihre Appliances oder Cloud-Instanzen betroffene Versionen nutzen, und die in den Advisories genannten Updates einspielen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.