134 Millionen US-Dollar hat Quaise Energy im ersten Close seiner Serie-B-Finanzierungsrunde eingesammelt, um die Kommerzialisierung einer berührungslosen Millimeterwellen-Bohrtechnik voranzutreiben. Das MIT-Ausgründungsunternehmen will mit dem Geld Project Obsidian in Zentral-Oregon finanzieren und den Übergang von Feldtests zu kommerziellen Einsätzen starten. Die Runde wurde von Prelude Ventures angeführt, beteiligt sind unter anderem JERA, Idemitsu und bestehende Investoren wie Safar Partners; insgesamt erhöht sich die bisher eingeworbene Finanzierung auf 230 Millionen US-Dollar. Für Project Obsidian nennt Quaise zunächst ein Leistungsziel von mehr als 50 MW mit der Option auf rund 250 MW.
134 Millionen US-Dollar sind der erste Abschluss einer Serie-B-Runde, die Quaise als Startpunkt für die Kommerzialisierung ihrer Millimeterwellen-Bohrtechnik beschreibt. Das Geld soll primär Project Obsidian finanzieren, ein Geothermieprojekt in Zentral-Oregon, sowie die weitere Entwicklung des berührungslosen Bohrsystems. Parallel kündigt das Unternehmen ergänzende Eigen- und Fremdkapital an, um die Projektfinanzierung zu komplettieren.
Wie die Technik anders bohrt
134 Millionen US-Dollar stützen eine Methode, die am Massachusetts Institute of Technology entwickelt wurde und statt mechanischem Zerschlagen auf Millimeterwellenenergie setzt, um Gestein zu schmelzen und zu verdampfen. Quaise betont, dass diese Herangehensweise Bohrtiefen von rund 5 km und Gesteinstemperaturen von 300-500 °C ermöglichen soll, Bereiche, die mit konventionellen Bohrköpfen wegen des hohen Verschleißes wirtschaftlich schwer erreichbar sind. Damit zielt das Unternehmen auf die Erschliessung sehr heisser, tiefer Formationen ab, die eine hohe Leistungsdichte für Geothermieanlagen erlauben.
Die Kommerzialisierung basiert nicht nur auf Theorie. Quaise verweist auf Feldtests in Zentraltexas, wo die Anlage 2025 mehr als 100 Meter Granit durchbohrte und das Bohren bis auf nahezu 1 km Tiefe voranbrachte. Das Unternehmen wertet diesen Versuch als Validierung der Kerntechnik und als Grundlage für die technische Skalierung bei Project Obsidian.
Finanzierung und Partner
134 Millionen US-Dollar bilden nur den ersten Close der Serie-B. Die Runde wurde von Prelude Ventures angeführt. Zu den strategischen Energieinvestoren zählen JERA und Idemitsu, zudem beteiligten sich nahezu alle bestehenden Geldgeber, darunter Safar Partners. Mit dem neuen Abschluss steigt die kumulierte Finanzierung von Quaise auf 230 Millionen US-Dollar, inklusive früherer Runden.
Quaise nennt die Serie-B als erste Komponente einer diversifizierten Finanzarchitektur: Neben zusätzlichen Eigenkapitaltranchen plant das Unternehmen projektbezogene Fremdmittel einzubinden. Parallel strebt Quaise Abnahmevereinbarungen mit kommerziellen Partnern an, nannte aber noch keine konkreten Offtake-Partner. Das Unternehmen datierte die Mitteilung auf den 7. Juli 2026.
Für Project Obsidian nennt Quaise als Startziel eine Leistung von mehr als 50 MW und die Option, die Anlage auf rund 250 MW zu erweitern. Die geplanten Probebohrungen sollen auf staatlichen Geothermie-Konzessionsflächen im Deschutes National Forest in Oregon erfolgen. Konkrete Termine für weitere Finanzierungsabschlüsse oder für den Baubeginn veröffentlichte Quaise bislang nicht.
Quaise-Management sieht die Runde als Übergangsstufe: Die Finanzierung ermögliche laut Unternehmensangaben den Schritt von einer praxiserprobten Technologie hin zu den ersten kommerziellen Erlösen. Damit adressiert das Start-up Energieversorger und Projektfinanzierer, die an neuen Quellen für Grundlastenergie interessiert sind und tiefe, heisse Reservoirs wirtschaftlich erschliessen möchten.
Quaise plant Probebohrungen im Deschutes National Forest; konkrete Termine nannte das Unternehmen nicht, das Startziel liegt bei mehr als 50 MW.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.