Bei einem der mutmaßlichen Angriffe forderte die Gruppe 8 Millionen Dollar Lösegeld – dem betroffenen Unternehmen entstanden laut Anklage trotzdem mehr als 2 Millionen Dollar an Kosten. Die Staatsanwaltschaft in Chicago hat gegen den 19‑jährigen Peter S. (Alias „Bouquet“) Anklage wegen Beteiligung an mehreren Ransomware‑ und Datendiebstahl‑Operationen der Gruppe Scattered Spider erhoben; er wurde am 10. April in Helsinki festgenommen, die USA beantragen seine Auslieferung.
Anklage in den USA
Laut Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft in Chicago Peter S. vor, als Mitglied der losen Hackergruppe Scattered Spider an mehreren Ransomware- und Datendiebstahl-Operationen mitgewirkt zu haben. Unter dem Online-Alias "Bouquet" soll der Beschuldigte unter anderem telefonisch Support‑Teams kontaktiert, Passwort‑Resets veranlasst und sich so Zugriff auf Administrator‑Konten verschafft haben. In einem der genannten Fälle forderte die Gruppe 8 Millionen Dollar, nachdem sie nach Angaben der Anklage rund 100 Gigabyte Daten entwendet hatte; dem betroffenen Unternehmen entstanden demnach dennoch Kosten von mehr als 2 Millionen Dollar durch Betriebsstörungen und Wiederherstellungsmaßnahmen.
Die Akten listen mehrere Vorfälle über einen Zeitraum von Jahren; einer der dokumentierten Angriffe datiert auf März 2023, als der Beschuldigte nach den Unterlagen noch 16 Jahre alt gewesen sein soll. Weiterhin nennt die Anklage einen Angriff im Mai 2025 auf einen milliardenschweren Händler von Luxusgütern sowie weitere Fälle mit Lösegeldforderungen und erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Firmen.
Die Taktik von Scattered Spider
Nach den Anklageunterlagen nutzt die Gruppe vor allem Social Engineering, um Zugangsdaten und administrative Berechtigungen zu erlangen. Typische Vorgehensweisen waren laut Akten:
- Kontaktaufnahme mit Support‑ oder Helpdesk‑Teams unter falscher Identität,
- Vortäuschen interner oder externer Rollen zum Erwirken von Passwort‑Resets oder Kontowechseln,
- Nutzung erlangter Administrator‑Zugänge zum Kopieren sensibler Daten und anschließender Erpressung der Unternehmen.
Bekannte, zuvor öffentlich gewordene Attacken aus 2023 betrafen große Casino‑Betreiber wie MGM und Caesars; später wurden auch Angriffe auf Versicherungs‑, Einzelhandels‑ und Automobilfirmen berichtet. Diese Fälle zeigen, wie gezielte Social‑Engineering‑Methoden in Kombination mit Administratorzugriffen zu weitreichenden Betriebsunterbrechungen und hohen Kosten führen können.
Ermittlungen und Festnahme
Den Ermittlern zufolge geriet der Beschuldigte unter anderem aufgrund seines auffälligen Lebensstils in den Fokus. In den Akten werden Aufenthalte in Dubai, Thailand, Mexiko und New York sowie Aufnahmen in Luxushotels genannt; dort sollen Kreditkarten, Bargeld und Schmuck gezeigt worden sein. Am 10. April wurde Peter S. am Flughafen Helsinki festgenommen.
Die doppelten Staatsbürgerschaften der USA und Estlands sind für das weitere Verfahren relevant, weil die USA inzwischen die Auslieferung beantragt haben. Zu Details des Auslieferungsverfahrens, möglichen Rechtsmitteln oder einem Zeitplan machen die bislang öffentlich zugänglichen Unterlagen keine Angaben.
Rechtliche Schritte und Auslieferungsforderung
Die Anklage in Chicago leitet nun ein formelles Strafverfahren in den Vereinigten Staaten ein; weitere Verfahrensschritte und Termine werden von den zuständigen Stellen bekanntgegeben.
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Der 19‑Jährige wurde am 10. April in Helsinki festgenommen; die USA haben seine Auslieferung beantragt. Die Anklage nennt seine mutmassliche Beteiligung an mindestens vier Angriffen, darunter ein Fall mit einer geforderten Lösegeldsumme von 8 Millionen Dollar.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.