6-33 Prozent der potenziell anspruchsberechtigten Personen verzichten auf Ergänzungsleistungen. Die neu entwickelte Smartphone-App We+ automatisiert Anmeldung, Formulare und das Sammeln von Belegen, um diese Lücke zu verringern. We+ hat Patrick Hofer entwickelt und richtet sich primär an pflegende Angehörige von AHV- und IV-Bezügerinnen und -Bezügern. Das Bundesamt für Sozialversicherungen begrüsst die Initiative grundsätzlich, kann die fiskalischen Folgen für den Bund aber nicht beziffern.
6-33 Prozent, lautet die Bandbreite, die Berichte als Schätzung für den Anteil jener nennen, die ergänzende Leistungen nicht beanspruchen, obwohl sie Anspruch hätten. Entwickler Patrick Hofer hat die App We+ geschaffen, um den administrativen Aufwand zu verringern, Formulare automatisch auszufüllen und Belege per Smartphone zu erfassen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen sagte auf Anfrage, es sehe grundsätzlich positiv auf Massnahmen, die den Zugang erleichtern, kann aber nicht seriös einschätzen, wie stark ein gestiegener Anspruchsbezug die Bundeskassen belasten würde.
Wer ist unmittelbar betroffen? Pflegende Angehörige von Personen mit AHV- oder IV-Leistungen stehen im Mittelpunkt. We+ richtet sich laut Entwickler an Angehörige, die Pflege, Haushalt und administrative Betreuung kombinieren müssen. Ergänzungsleistungen können nach den Regeln auch Kosten für Betreuung durch Angehörige übernehmen und Lohnausfälle kompensieren, wenn Angehörige ihre Arbeitszeit reduzieren.
Warum verzichten viele Menschen auf Ergänzungsleistungen? Betroffenenvertreter nennen mehrere Gründe: komplexe Verfahren, fehlende Grundinformationen und Scham, Leistungen als Sozialhilfe zu empfinden.
Der Aufwand beim Zusammentragen von Nachweisen und die Unsicherheit, ob man überhaupt anspruchsberechtigt ist, halten viele offenbar davon ab, einen Antrag zu stellen. Bea Heim, Co-Präsidentin von Vasos, sagt, die Nichtinanspruchnahme verschlechtere Alltag und Gesundheit der Betroffenen, weil Einkommenseinbussen zu sozialer Isolation und schlechterer Ernährung führen können.
Was macht die App We+ konkret und wie sicher sind die Daten? Technisch prüft die Software mögliche Ansprüche, füllt Formulare automatisch aus und bietet eine Abrechnungsfunktion für Rückerstattungen oder Entlastungsleistungen. Belege lassen sich mit dem Smartphone scannen, und laut Entwickler werden sensible Daten wie medizinische Unterlagen oder finanzielle Angaben lokal auf dem Gerät gespeichert.
Hofer betont, dass die App ohne zentralen Zugriff auf Server arbeitet; je nach Anwendungsfall kann We+ gratis oder kostenpflichtig sein.
Welche Reaktionen gibt es von Behörden und Verbänden? Das Bundesamt für Sozialversicherungen begrüsst Massnahmen zur Erleichterung des Zugangs, bleibt aber bei fiskalischen Auswirkungen vorsichtig. Vasos und andere Seniorenorganisationen sehen die Initiative als wichtigen Beitrag, Versorgungslücken zu schliessen und Ansprüche durchzusetzen. Der Entwickler erklärt, seine Motivation rühre aus eigenen Erfahrungen in der Betreuung seiner Grossmutter und dem Willen, Ansprüche einfacher durchsetzbar zu machen.
Was bleibt offen? Entscheidend ist, wie viele bislang unterschlagene Ansprüche We+ tatsächlich mobilisieren kann.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat keine Schätzung zu möglichen Mehrkosten geliefert. Erst Auswertungen zur Verbreitung der App und zur Zahl der nachträglich gestellten Anträge werden zeigen, wie stark sich der Anspruchsbezug verändert.
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Erste Auswertungen zur Verbreitung der App und zur Zahl nachträglich gestellter Anträge werden zeigen, ob der Anteil von 6-33 Prozent der nicht in Anspruch genommenen Ergänzungsleistungen tatsächlich sinkt.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.