Nexperia, NXP Semiconductors, Semikron Danfoss, Vishay und X‑Fab haben gemeinsam mit Forschungspartnern aus Hamburg und Schleswig‑Holstein das Northern Chip Network gegründet. Ziel ist es, Industrie und Forschung in der Mikroelektronikregion Norddeutschland enger zu vernetzen.
Wer hat sich zusammengeschlossen?
- Nexperia
- NXP Semiconductors
- Semikron Danfoss
- Vishay
- X-Fab
- Forschungspartner: DESY, Fraunhofer ISIT und mehrere regionale Hochschulen
Der Verein hat seinen Sitz in Hamburg. Damit bündelt die Initiative Industrie und Forschung in einer geografisch klar abgegrenzten Region an der Nordseeküste. Teilweise haben die beteiligten Firmen historische Verbindungen: So geht Nexperias Hamburger Niederlassung auf frühere Strukturen von NXP beziehungsweise Philips Semiconductors zurück.
NXP bleibt in dem Verbund vertreten, obwohl das Unternehmen für bestimmte Chip‑Designs mit externen Auftragsfertigern zusammenarbeitet. Nexperia steht seit 2016 im Besitz eines chinesischen Konsortiums. Vishay produziert in Norddeutschland unter anderem MOSFET‑Leistungshalbleiter.
Technische Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Nach Angaben der Initiatoren stehen Leistungshalbleiter, Analog‑ und Mixed‑Signal‑Schaltungen sowie mikroelektromechanische Systeme (MEMS) im Zentrum der Kooperation. Leistungshalbleiter sind für Anwendungen wie die Energieumwandlung und Motorsteuerung wichtig. Analog‑ und Mixed‑Signal‑Designs sind die Brücke zwischen analogen Signalen und digitalen Systemen. MEMS umfassen feinmechanische Sensoren und Aktoren, die in vielen industriellen und automobilen Anwendungen eingesetzt werden.
Die Kombination aus Herstellern von Leistungsbauelementen, Designkompetenz und Forschungseinrichtungen soll entlang dieser Themen gemeinsame Entwicklungsprojekte ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Bausteine, sondern um das Zusammenwirken von Bauteil, Schaltung und System‑Integration — vom Sensor bis zur Leistungsstufe.
Regionale Stärken und Forschungsseite
Die Einbindung von DESY und dem Fraunhofer‑Institut für Siliziumtechnologie signalisiert, dass das Northern Chip Network nicht nur auf Produktion setzt, sondern auch auf wissenschaftliche Kompetenz. DESY bringt im Bereich experimenteller Forschung und Infrastruktur Expertise ein; Fraunhofer ISIT ist auf Siliziumtechnologie spezialisiert.
Mehrere Hochschulen aus der Region sind Partner des Netzwerks. Es soll Hochschulwissen mit industriellen Fragestellungen verknüpfen — etwa durch gemeinsame Projekte, Promotionsvorhaben oder Laborkooperationen. Durch die Nähe von Forschung und Produktion lassen sich Ideen schneller bis zu Prototypen treiben.
Die Gründung eines Vereins als formales Gesicht des Netzwerks schafft eine Plattform, über die Industrie und Forschung Förderanträge bündeln und gemeinsame Projekte koordinieren können. So lässt sich die regionale Arbeit strukturierter und sichtbarer nach außen organisieren.
Förderung und Europäische Programme
Ein erklärtes Ziel des Vereins ist, Fördermittel aus europäischen Programmen leichter zu erschließen.
Explizit genannt ist der European Chips Act als eine Finanzquelle, die für Projekte im Netzwerk interessant sein könnte.
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„Norddeutschland hat enormes Potenzial im Bereich Mikroelektronik“, sagte Beate Heinemann, Vorsitzende des DESY‑Direktoriums. Der Verein will unter anderem Fördermittel aus Programmen wie dem European Chips Act akquirieren.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.