Ein Sender hat das Rätsel gelöst: Der tote Buckelwal 70 Kilometer vor Skagen ist der seit März mehrfach gesichtete «Timmy». Dänische Behörden und das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns bestätigten die Identifikation, nachdem an dem Kadaver ein zuvor angebrachter Sender entdeckt worden war. Timmy war seit März wiederholt an der deutschen Ostseeküste gesichtet; Ende April hatten private Helfer das Tier aufs offene Meer gebracht, eine Rettungsaktion, die Experten von Anfang an kritisch beurteilten. Die dänische Behörde plant eine Obduktion und weitere Untersuchungen, die Ende kommender Woche stattfinden sollen.
Wenn Sie sich gefragt haben, was aus dem in den Medien viel beachteten Buckelwal geworden ist, gibt es jetzt Gewissheit über seinen Tod und einen klaren Plan für die nächsten Schritte der Behörden.
Der Kadaver zwang die Behörden, den beliebten Strand der Insel Anholt abzusperren und eine Bergung vorzubereiten, weil der Verwesungsgeruch, die Lage im flachen Wasser und eine mögliche Ansteckungsgefahr für Menschen und Tiere eine unmittelbare Gefährdung darstellten. Anholt ist eine kleine Ferieninsel mit rund 130 Einwohnern; Bewohner und touristische Dienstleister zeigten sich verärgert über die Präsenz des Kadavers und befürchteten Beeinträchtigungen für den Sommerbetrieb.
Wie Timmy identifiziert wurde
Die Identifikation beruhte auf einem zuvor angebrachten Sender, den Mitarbeiter der zuständigen dänischen Behörde schließlich an dem Kadaver entdeckten. Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde erklärte, der Sender sei zunächst nicht sichtbar gewesen, weil der Kadaver auf der Seite und später auf dem Rücken gelegen habe, bei einer erneuten Begutachtung sei der Sender dann gefunden worden. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns bestätigte die Übereinstimmung und wertete den Fund als abschließende Klärung des Schicksals des Wals.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagte, die private Rettungsaktion sei geduldet worden und hob hervor, dass es menschlich sei, jeder noch so kleinen Überlebenschance nachzugehen. Zugleich dankte er der dänischen Behörde für die Hilfe bei der Klärung, wie es dem Tier ergangen sei. Timmy war seit März mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Ende April und Anfang Mai hatten private Helfer eine grossangelegte Initiative organisiert und den Transport des Tieres aufs offene Meer vorgenommen. Nach Angaben der Beteiligten wurde Timmy am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen im Skagerrak freigesetzt.
Die umstrittene Rettungsaktion und ihre Folgen
Bereits kurz nach der Freilassung zeigten Berichte und Untersuchungen, dass Timmy während der Rettungsaktion Verletzungen erlitten hatte. Eine Rekonstruktion durch das Whale Sanctuary Project, das an der privaten Initiative beteiligt war, ergab, dass der Wal nach einer Nacht an Bord mehrere frische Wunden am Kopf, am Rumpf und an der rechten Schwanzflosse aufwies. Beteiligte der Rettungsaktion vermuteten, dass freiliegende Schrauben an Bord die Verletzungen verursacht haben könnten.
Jeffrey Foster, ein Verantwortlicher der Aktion, schilderte, dass Seile am Wal befestigt worden seien und das Tier mit einem Schlepper in entgegengesetzte Richtungen gezogen worden sei, wodurch es über Sandsäcke im Kahn geschleift worden sei. Der Vorgang stieß auf scharfe Kritik aus Wissenschaft und Naturschutz. Ein Experte der Tierschutzorganisation Greenpeace, Thilo Maack, kritisierte die private Aktion und verwies darauf, dass Fachleute bereits geraten hätten, das Tier in Ruhe sterben zu lassen.
Der Meeresforscher Peter Teglberg Madsen kommentierte die Lage ungewöhnlich deutlich: Er berichtete, der Kadaver liege seit Wochen im flachen Wasser und habe stark angefangen zu stinken. Madsen warnte vor Ansteckungsgefahr und empfahl, nur wenige Personen an der Bergung zu beteiligen. Er schätzte die Rettungsaktion retrospektiv als fragwürdig ein und hielt die Überlebenschancen des Wals von Anfang an für sehr gering.
Ein erster dänischer Bergungsversuch, den aufgeblähten Wal in tieferes Wasser zu ziehen, war gescheitert. Angesichts des Geruchs, der Lage am beliebten Strand und der gesundheitlichen Risiken wurde entschieden, den Kadaver an Land zu ziehen und dort genauer zu untersuchen. Die dänische Umweltbehörde kündigte Absperrmaßnahmen an und rief Anwohner sowie Badegäste dazu auf, Abstand zu halten.
Die öffentliche Debatte über die Rettungsaktion zog politische und fachliche Lehren nach sich. Politiker und Experten forderten, den Umgang mit gestrandeten Meerestieren ernster zu nehmen und in Zukunft besser abzustimmen, wie Artenschutz, Tierschutz und praktische Rettungsversuche zu vereinbaren sind.
Till Backhaus betonte, die Duldung der privaten Aktion sei nicht als generelle Kritik an der Wissenschaft zu verstehen, sondern als Ausdruck menschlicher Anteilnahme. Zugleich machten Forscher und Behörden klar, dass nach Abschluss der Untersuchungen zu klären sei, welche Maßnahmen künftig sinnvoll und tierschutzgerecht sind.
Für die Insel Anholt bedeutete das Auftreten des Kadavers konkret einen sofortigen Eingriff in den Sommerbetrieb. Touristendienstleister beklagten die kurzfristigen Einschränkungen; zugleich standen die Behörden vor der Aufgabe, die Bergung und spätere Entsorgung so durchzuführen, dass Gesundheitsrisiken minimiert und die Umweltbelastung begrenzt werden.
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Die dänische Umweltbehörde will den Kadaver am Wochenende an Land ziehen; Obduktion, Ursachenforschung und die anschliessende Entsorgung sind für Ende kommender Woche angesetzt.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.