Wochenlange Lieferzeiten für SMC‑B‑Karten könnten bald Geschichte sein. Die Bundesdruckerei‑Tochter D‑Trust hat auf der DMEA 2026 eine kartenlose Institutionsidentität für die Telematikinfrastruktur vorgestellt: die HSM‑B‑Lösung, die physische SMC‑B‑Karten durch ein Hardware Security Module im Highspeed‑Konnektor ersetzt. Die digitale Identität lässt sich künftig online bereitstellen und Pilottests laufen bereits unter Realbedingungen. Für den produktiven Einsatz fehlt noch eine behördliche Zulassung.
Was D‑Trust vorgestellt hat
Auf der DMEA 2026 präsentierte D‑Trust eine HSM‑B‑Lösung, die die bisherige physische SMC‑B ersetzt. Die Institutionsidentität wird nicht mehr in einer Karte, sondern in einem Hardware Security Module (HSM) verwaltet, das im Highspeed‑Konnektor sitzt und die Einrichtung automatisiert gegenüber der Telematikinfrastruktur authentifiziert.
D‑Trust beschreibt den Schritt als Teil der Weiterentwicklung der TI (häufig als TI 2.0 bezeichnet). Gematik betonte bei der Vorstellung, dass die Identität künftig direkt online bereitgestellt werden kann, wodurch langwierige Bestell- und Lieferprozesse entfallen.
Technik: HSM statt Karte
Ein HSM ist eine abgeschottete Hardwarekomponente, die kryptographische Schlüssel sicher erzeugt, speichert und verwendet. Bei der HSM‑B‑Variante übernimmt das Modul im Highspeed‑Konnektor die Authentifizierung zur TI, ohne dass zusätzliches Endgerät oder PIN‑Eingaben nötig sind, so Angaben von Gematik.
Weshalb die Umstellung Beschleunigung bringt
- Bisher: mehrstufige Bestellung und Zustellung physischer SMC‑B‑Karten, oft mit wochenlangen Verzögerungen.
- Mit HSM‑B: digitale Bereitstellung online statt Logistik, dadurch deutlich schnellere Anbindung an die TI.
- Weniger Risiko bei ausgelaufenen Karten, weil Identität im HSM verwaltet wird und nicht auf Ersatzkarten angewiesen ist.
Tests, Anbieter und Zulassung
Die Implementierung befindet sich in Testphasen und läuft in Pilotprojekten unter Realbedingungen; eine offizielle behördliche Zulassung für den produktiven Betrieb liegt noch nicht vor. Anbieter und TI‑Gateway‑Partner bereiten Anbindungen vor, erste Pilotkunden wurden bereits angebunden.
D‑Trust nannte Worldline, Akquinet, Rise und die Telekom als mögliche Gateway‑Partner, die HSM‑B‑Infrastruktur über TI‑Gateways bereitstellen könnten. Solche Anbieter integrieren das Angebot in bestehende TI‑Gateways und -Prozesse.
Erweiterungsperspektive: eHBA im Visier
Aktuell richtet sich die Lösung an Institutionsidentitäten. In Messekommunikation wurde jedoch angedeutet, dass die kartenlose Methode perspektivisch auch für andere Identitätsformen, etwa eHBA, denkbar ist.
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Eine behördliche Zulassung für den produktiven Betrieb steht noch aus; bis dahin laufen Pilotprojekte mit ersten angebundenen Kunden und potenziellen Gateway‑Partnern wie Worldline, Akquinet, Rise und der Telekom.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.