Passkeys waren oft an ein Gerät oder Konto gebunden, doch Google macht sie jetzt portabler, was den sicheren Wechsel zwischen Passwortmanagern deutlich vereinfacht. Mit dem Juni-Update der Play-System-Dienste, Version 26.21, verteilt Google am 1. Juni 2026 eine Funktion, die den Import und Export von Passwörtern und Passkeys zwischen dem Google Passwort-Manager und Drittanbieter-Passwortmanagern erlaubt. Android nutzt dafür das Credential Exchange Protocol, kurz CXP, eine Spezifikation der FIDO Alliance aus dem Jahr 2024, und setzt die Credential-Manager-APIs ein. Für Nutzer bedeutet das Ende-zu-Ende-verschlüsselte Übertragungen statt unsicherer CSV- oder JSON-Exporte und weniger Hürden beim Wechsel des Passwortmanagers.
Bisher verlangte das sichere Verschieben von Anmeldeinformationen oft umständliche oder unsichere Wege, etwa den Export als CSV- oder JSON-Datei, doch Android erlaubt nun einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Transfer zwischen Passwortmanagern über einen offenen Standard. Die Neuerung ist in den Versionshinweisen der Play-System-Dienste Version 26.21 dokumentiert; Google verteilt das Update am 1. Juni 2026 über den Play Store, womit Gerätehersteller kein gesondertes Firmware-Update liefern müssen.
Wie Android Passkeys portabel macht
Google beschreibt die Funktion so: Nutzer können "nun Passwörter und Passkeys mithilfe des Credential-Exchange-Standards zwischen dem Google Passwort-Manager und Passwort-Managern von Drittanbietern importieren und exportieren". Technisch setzt Android das Credential Exchange Protocol ein, kurz CXP, das die FIDO Alliance 2024 veröffentlicht hat. Die Plattform greift dabei auf die Credential-Manager-APIs zurück, die Entwicklern einheitliche Werkzeuge zum Speichern und Abrufen von Anmeldeinformationen bieten.
Der Play-Store-Komponenten-Release wurde zeitgleich auf Version 51.7 aktualisiert, wodurch die Verteilung und die Nutzererfahrung der Play-System-Dienste weiter angepasst werden. Weil Google diese Komponenten über den Play Store ausrollt, erreichen die Änderungen Android-Smartphones und Tablets, die Play-Updates erhalten, ohne dass ein Hersteller-Update nötig ist.
Praktische Folgen für Nutzer und Ökosystem
Für Anwender ist die wichtigste Folge weniger Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter: Passkeys und Schlüsselmaterial lassen sich jetzt sicher zwischen Apps verschieben, ohne dass ein risikoreicher Dateiexport nötig ist. Der CXP-Standard unterstützt neben Passkeys auch traditionelle Passwörter und weitere Authentifizierungsinformationen, sodass der Transfer sowohl moderne als auch ältere Anmeldeformen abdeckt.
Mehrere Passwortmanager unterstützen CXP bereits. Zu den namentlich genannten Implementierungen zählen Bitwarden, 1Password und Dashlane; auch Apples systemeigener Passwortmanager ist CXP-kompatibel.
Diese Kombination aus systemseitiger Android-Unterstützung und vorhandener Kompatibilität bei führenden Drittanbietern und bei Apple deutet darauf hin, dass Passkeys künftig geräte- und plattformübergreifend sicher transferierbar sind.
Die Änderung baut auf früheren Schritten zur Passkey-Portabilität auf: Sicherheitsforscher und Entwickler hatten Mitte Mai 2026 Nutzeroberflächen für den Passkey-Export zugänglich gemacht, und Google hatte Ende 2024 bereits eine plattformübergreifende Passkey-Synchronisation über den Chrome-Browser eingeführt, die eine zusätzliche PIN-Sicherung verwendete. Die neue Play-System-Dienste-Funktion erweitert dieses Bild, indem sie das Betriebssystem selbst als Brücke zwischen dem Google-Passwortmanager und Drittanbieter-Apps fungieren lässt.
Aus Sicht der Sicherheit ist das ein klarer Fortschritt. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beim Transfer reduziert Angriffsflächen, die bei unverschlüsselten Exportdateien entstehen. Und die Nutzung eines offenen Standards wie CXP erleichtert Interoperabilität: Entwickler müssen nicht mehr proprietäre Exportformate abgleichen, sondern können auf eine gemeinsame Spezifikation setzen.
Preislich oder als separate Gebühr wurde für die Funktion nichts genannt. Die Verfügbarkeit ist an die Play-System-Dienste Version 26.21 gebunden, die Google am 1. Juni 2026 verteilt hat.
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Die Funktion ist Bestandteil der Play-System-Dienste Version 26.21; Google begann den Rollout am 1. Juni 2026. Ursprünglich berichtet von heise.de.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.