Der MSCI World ist einer der bekanntesten Basis-ETFs. Doch die starke US-Ausrichtung sorgt bei Anlegern zunehmend für Skepsis. Es gibt Alternativen, die eine breitere Streuung bieten oder auf spezielle Anlagestrategien setzen. Ein genauer Blick zeigt, welche ETFs neben dem MSCI World interessant sein können.
Warum der MSCI World nicht mehr die einzige Wahl ist
Der MSCI World-Index deckt rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Er ist der Standard für viele Anleger, die mit einem einzigen ETF global investieren wollen. Ein Nachteil ist, dass etwa 65 Prozent des Index aus US-Unternehmen bestehen. Das führt zu einer starken Konzentration auf einen Markt, der zwar historisch stark performt hat, aber auch Risiken birgt.
Die hohe Gewichtung der USA ist keine willkürliche Entscheidung, sondern folgt einem Regelwerk, das die Marktkapitalisierung der Unternehmen abbildet. Still das bedeutet: Je größer ein Unternehmen ist, desto höher ist sein Anteil im Index. Damit dominieren Tech-Riesen wie Apple, Microsoft oder Amazon den MSCI World maßgeblich.
Diese starke Konzentration birgt ein Klumpenrisiko, das Anleger nicht ignorieren sollten. Wer nur auf den MSCI World setzt, setzt indirekt stark auf den US-Markt – und ist weniger diversifiziert als gedacht.
Deshalb überlegen immer mehr Anleger, ihr Portfolio breiter aufzustellen oder andere Basis-ETFs in Erwägung zu ziehen.
Breitere Alternativen: FTSE All-World und MSCI ACWI
Der FTSE All-World und der MSCI ACWI sind Alternativen, die auch Schwellenländer einschließen. Damit erhöhen sie die regionale Diversifikation und reduzieren die Dominanz der USA etwas.
Beide Indizes enthalten mehrere tausend Unternehmen aus rund 50 Ländern. Die Gewichtung der USA bleibt zwar hoch, ist aber niedriger als beim MSCI World.
So eröffnen sich Chancen in Schwellenländern, allerdings wird das Portfolio dadurch auch volatiler.
Die Performance dieser breiteren Indizes ähnelt der des MSCI World, bietet aber einen anderen Risikoprofil-Mix. Wer langfristig breit gestreut investieren möchte, findet hier eine gute Alternative.
Spezielle Varianten: Dividendenfokus und regionale Schwerpunkte
Es gibt auch ETFs, die nicht nur Länder abdecken, sondern spezielle Kriterien erfüllen.
Ein Beispiel ist der FTSE All-World High Dividend Yield, der weltweit Unternehmen mit hohen Dividendenzahlungen abbildet. Solche ETFs sprechen Anleger an, die neben Kursgewinnen auch regelmässige Erträge suchen.
Weitere Varianten gewichten Unternehmen gleichmässig oder versuchen, Währungseffekte zu neutralisieren. Manche Produkte gewichten Regionen oder Unternehmen gleich, um Klumpenrisiken zu verringern. Andere ETFs verzichten bewusst auf bestimmte Regionen oder Währungen, um das Portfolio gezielt zu steuern.
Der S&P 500 ist eine weitere beliebte Option, allerdings konzentriert er sich ausschließlich auf US-Unternehmen. Seine starke Performance in den letzten Jahrzehnten, vor allem durch Technologiewerte, hat viele Anleger angelockt. Wer jedoch eine globale Streuung anstrebt, sollte den S&P 500 nur als Ergänzung betrachten.
Die Qual der Wahl: Welcher Basis-ETF passt?
Welcher Basis-ETF passt, hängt von den persönlichen Zielen und der Risikobereitschaft ab. Anleger sollten sich bewusst sein, dass nicht nur der Index, sondern auch die Ausgestaltung des ETFs wichtig ist. Dazu gehören die Art der Nachbildung (physisch oder synthetisch), die Fondswährung, der Umgang mit Dividenden und die Gesamtkostenquote.
So können zwei ETFs, die den MSCI World abbilden, unterschiedliche Renditen erzielen. Das liegt an Faktoren wie Gebühren, Tracking-Differenzen und der Verwaltungspraxis. Gerade bei grösseren Anlagebeträgen lohnt sich ein genauer Vergleich.
Es ist ratsam, das Portfolio regelmäßig zu checken und bei Bedarf anzupassen. Das Balancieren zwischen Aktien- und Zinsanlagen sowie das Reduzieren von Klumpenrisiken helfen, das Depot wetterfest zu machen. Wer bisher auf eine einfache MSCI-World-Lösung gesetzt hat, könnte von einer breiteren Streuung oder spezialisierten ETFs profitieren.
Einen perfekten ETF gibt es nicht. Vielmehr bietet der Markt eine Palette von Basisprodukten, die je nach Präferenz mehr Sicherheit, Rendite oder Diversifikation bieten. Die Herausforderung ist, die passende Mischung zu finden – und dabei auch die steuerlichen und kostenseitigen Aspekte zu berücksichtigen.
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Für Anleger, die global investieren wollen, ist der MSCI World weiterhin eine solide Wahl. Doch die zunehmende Kritik an der starken US-Ausrichtung und die Verfügbarkeit breiterer oder spezialisierter ETFs machen deutlich: Es lohnt sich, Alternativen zu prüfen und das Portfolio aktiv zu gestalten.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.