Mehr als 3.000 Beschäftigte haben am Dienstag bei der Deutschen Telekom die Arbeit niedergelegt. Verdi kündigte an, die Aktionen am Mittwoch auf weitere Regionen auszuweiten; die Gewerkschaft sagt, in der zweiten Verhandlungsrunde habe es kein Angebot der Arbeitgeber gegeben. Betroffen seien insbesondere Kundenservice, Glasfaserausbau und Außendienst; Verdi fordert 6,6 Prozent mehr Lohn, einen zwölfmonatigen Tarifvertrag und einen Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr für rund 60.000 Tarifbeschäftigte.

Ausweitung der Aktionen

Die Warnstreiks begannen laut Verdi am Dienstag in Teilen Nord‑ und Ostdeutschlands. Mehr als 3.000 Beschäftigte hätten sich an den ersten Ausständen beteiligt, teilte die Gewerkschaft mit. Betroffene Standorte lagen demnach in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig‑Holstein, Mecklenburg‑Vorpommern, Berlin und Brandenburg.

Am Mittwoch plante Verdi nach eigenen Angaben, die Arbeitsniederlegungen auf weitere Bundesländer auszudehnen. Für diesen Tag sind ganztägige Arbeitsniederlegungen in Nordrhein‑Westfalen, Sachsen, Sachsen‑Anhalt und Thüringen vorgesehen. Die Gewerkschaft beschrieb die Maßnahme als Reaktion auf eine zweite Verhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber.

Welche Bereiche des Konzerns betroffen sind

Nach Angaben von Verdi‑Arbeitskampfleiter Pascal Röckert betreffen die Warnstreiks mehrere Bereiche innerhalb des Telekom‑Konzerns, insbesondere Bereiche mit Kundenterminen, technischem Service und Netzausbau. Röckert warnte vor schlechterer Erreichbarkeit von Kundendiensten, Verzögerungen im technischen Kundenservice sowie beim Glasfaserausbau; Außentermine könnten abgesagt werden.

Die Gewerkschaft nannte keine vollständige Standortliste, betonte aber, dass die Ausfälle vor allem operative Dienste treffen. Fällt Personal in diesen Einheiten aus, verschieben sich Termine oder bleiben unerledigt.

Forderungen von Verdi

Verdi verlangt nach ihren Angaben für rund 60.000 bundesweit tarifbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft einen Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr.

Die Forderungen zielen darauf ab, kurzfristig reale Einkommenszuwächse zu erreichen und zugleich einen Anreiz für Gewerkschaftsmitgliedschaft zu setzen. Verdi koordiniert die Arbeitsniederlegungen, um Druck in den Verhandlungen aufzubauen.

Tarifstruktur im Konzern

Demnach besteht der Telekom‑Konzern in Deutschland aus 20 tarifgebundenen Gesellschaften, für die jeweils eigene Tarifverträge gelten. Für diese Gesellschaften waren gemeinsame Verhandlungen vereinbart. Verdi teilte außerdem mit, dass ein Großteil der Entgelttarifverträge bis zum 31. März 2026 läuft.

Folgen für Kunden und Projekte

Die Gewerkschaft nannte mögliche Folgen der Warnstreiks:

  • Schlechtere Erreichbarkeit der Hotline
  • Verzögerungen im technischen Kundenservice
  • Verzögerungen beim Ausbau des Glasfasernetzes
  • Verschiebung oder Absage von Außenterminen

Solche Effekte betreffen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden und können Projektpläne beim Netzausbau beeinflussen.

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Ein Großteil der Entgelttarifverträge im Telekom‑Konzern läuft bis zum 31. März 2026.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.