Mindestens ein prominentes Konto einer sehr hochrangigen Person in Deutschland wurde bereits übernommen. Die Übernahme ist Teil einer groß angelegten Phishing‑Kampagne, die Politiker, Journalistinnen und Journalisten, Diplomaten und Angehörige des Militärs ins Visier nimmt: Die Täter geben sich als „Signal Support“ aus, legen reguläre Konten an und drängen die Betroffenen zur Herausgabe von Einmalcodes oder Zugangsdaten. Gelingt das, übernehmen sie das Konto, ändern die verknüpfte Telefonnummer und sperren die ursprünglichen Besitzer aus; die Signal Foundation kündigte an, in den kommenden Wochen Gegenmaßnahmen einzuführen.

Wie die Angriffe ablaufen

Die Täter nutzen kein technisches Einfallstor in der App, sondern Social Engineering. Kernpunkte des Musters:

  • Die Angreifer legen reguläre Signal‑Konten an und passen Name sowie Profilbild an, um als offizieller Support zu erscheinen.
  • Sie kontaktieren Zielpersonen mit manipulativem Text, drängen zur schnellen Handlung und fordern sensible Informationen oder Einmalcodes.
  • Sobald Codes oder Zugangsdaten herausgegeben werden, übernehmen die Täter das Konto und ändern die verknüpfte Telefonnummer; die ursprünglichen Besitzer werden ausgesperrt.
  • Betroffene werden teils angewiesen, sich neu anzumelden — dabei entsteht ein neues Konto, während das alte unter Kontrolle der Angreifer bleibt.

Betroffene Gruppen und erste Fälle

Berichte nennen gezielt Personen aus Politik, Medien, Diplomatie und dem Militär als Zielgruppe. Mindestens ein prominenter Fall wurde gemeldet, bei dem die Identität einer sehr hochrangigen Person übernommen wurde. Wie viele Konten insgesamt betroffen sind, lässt sich nicht unabhängig prüfen, weil Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung Inhalte schützt; die Erkenntnisse basieren auf Opferberichten sowie Analysen von Sicherheitsteams und Journalistinnen und Journalisten.

Die Reaktion der Signal Foundation

Die Signal Foundation betont: "Signal wurde nicht 'gehackt' – Verschlüsselung, Infrastruktur und Integrität des Programmcodes der Anwendung sind nicht kompromittiert." Gleichzeitig räumt die Stiftung ein, dass Angriffe gegen den menschlichen Faktor bei großen Messaging‑Diensten auftreten können, und kündigte an, in den kommenden Wochen mehrere Änderungen einzuführen, um solche Angriffe zu erschweren. Details nannte die Stiftung bislang nicht.

Mögliche technische Gegenmaßnahmen

Signal bietet bereits Mechanismen wie Registrierungscodes, Sicherheitsnummern und optionale Sperren. Das Grundproblem bleibt jedoch: Wenn Nutzerinnen und Nutzer Codes oder Zugangsdaten freiwillig preisgeben, nützt Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung allein wenig. Die angekündigten Ergänzungen sollen offenbar das Vorgehen der Angreifer erschweren, ohne dass bisher konkrete Maßnahmen kommuniziert wurden.

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Die Signal Foundation betont, die App sei nicht "gehackt" worden, und kündigte an, in den kommenden Wochen mehrere Änderungen einzuführen; konkrete Details zu den geplanten Schutzmechanismen nannte die Stiftung bislang nicht.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.