Rund 3'000 Stellen stehen bei der Commerzbank zur Disposition, und die Chefin Bettina Orlopp sagt, ein sehr grosser Teil davon falle auf Automatisierung durch Künstliche Intelligenz. Orlopp nannte konkrete Hebel wie die Verringerung von Kapazitäten externer Callcenter und den Abbau externer IT-Ressourcen und betonte, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden. Der geplante Personalabbau ist Teil eines grösseren Abwehrprogramms gegen ein Übernahmeangebot der UniCredit, die knapp 30 Prozent der Anteile hält und 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie angeboten hat. Als nächster formaler Meilenstein läuft die Angebotsphase bis zum 16. Juni, mit möglicher Verlängerung bis zum 3. Juli, und die Commerzbank stellt ihre Rendite- und Gewinnziele bis 2030 in den Vordergrund.

Die Ansage von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp verändert die Perspektive auf den angekündigten Stellenabbau. Nicht mehr allein Restrukturierung oder Kostenreduktion stehen im Vordergrund, sondern die Einführung von KI-Anwendungen. Orlopp sagte, ein "sehr grosser Teil" der geplanten rund 3'000 Streichungen falle auf Automatisierung durch Künstliche Intelligenz, weil diese in mehreren Bereichen "sehr kraftvoll" sei und die erwarteten Auswirkungen deutlich grösser seien als noch vor gut einem Jahr angenommen.

Orlopp nennt erste Hebel

Konkreter als viele Marktkommentare ist die Commerzbank-Chefin bei den Massnahmen, mit denen der Abbau umgesetzt werden soll. Orlopp nannte explizit die Reduktion von Kapazitäten bei externen Callcentern und den Abbau von externen IT-Ressourcen als erste Ansatzpunkte. Damit verlagert die Bank den Fokus weg von flächendeckenden internen Kündigungen hin zu einer Verringerung von Fremdleistungen und zu einer Neuordnung des IT-Einsatzes.

Gleichzeitig versicherte Orlopp, die Commerzbank werde betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und den Prozess "maximal sozialverträglich" gestalten. In der Planung berücksichtige das Management zudem die demografische Struktur der Belegschaft. Diese Betonung auf Schonung der eigenen Mitarbeitenden und auf Sozialverträglichkeit ist nicht nur eine personelle, sondern auch eine kommunikative Strategie: Die Bank will damit zeigen, dass Automatisierung nicht gleichbedeutend mit gesellschaftlicher Kaltblütigkeit ist.

Die Erwähnung externer Callcenter und externer IT-Ressourcen zeigt, wie Automatisierung in der Praxis wirkt. Routineaufgaben im Kundendienst lassen sich vielfach durch Chatbots, Sprachautomatisierung und KI-gestützte Workflows ersetzen. Im IT-Bereich bedeuten Plattformisierung und Cloud-Services, kombiniert mit KI-gestützten Entwicklungs- und Betriebswerkzeugen, dass weniger externe Spezialressourcen dauerhaft nötig sind. Orlopp machte klar, dass die Bank diese Felder zuerst adressieren will.

Übernahmekontext und politische Dimension

Der Stellenabbau ist Teil eines breiter angelegten Verteidigungsprogramms gegen das Übernahmeangebot der italienischen Grossbank UniCredit. Diese hält bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile und legte Anfang Mai ein Angebot für sämtliche Commerzbank-Aktien vor. UniCredit bietet 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie an. Die Angebotsphase läuft nach den vorliegenden Angaben formell bis zum 16. Juni, UniCredit kann die Offerte bis zum 3.

Juli verlängern.

Orlopp verband die Restrukturierung mit ambitionierten Gewinn- und Renditezielen bis 2030. Diese Ziele dienen der Commerzbank als Argument gegen den Verkauf von Aktien durch Aktionäre. Die Strategie lautet, durch operative Straffung und Automatisierung die Profitabilität ohne Fremdübernahme zu steigern. Damit verändert sich das Gespräch mit Investoren: Es geht nicht nur um kurzfristige Prämien aus einem Übernahmeangebot, sondern um einen Zehn-Jahres-Plan für Rendite und Ertrag.

Die Auseinandersetzung hat auch eine politische Seite. Der deutsche Staat hält nach den Berichten gut zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile und spielt damit eine gewichtige Rolle in der Debatte um Kontrolle und Souveränität. Orlopp kritisierte Äusserungen von Seiten der Europäischen Zentralbank, namentlich von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos, die die deutsche Regierung für ihren Widerstand gegen die Übernahme kritisiert hatten, und bezeichnete solche Stellungnahmen als überraschend.

Zusätzlich warnte Orlopp vor einer Destabilisierung der Organisation durch das Vorgehen der UniCredit, das von der Commerzbank und Teilen ihres Aufsichtsumfelds als feindlich bewertet werde. Sie verwies auf Sanktionen der Finanzaufsicht gegen eine aggressive Social-Media-Kampagne der UniCredit. Diese Reihe von Vorwürfen zeigt, dass die Auseinandersetzung nicht nur über Preis und Strategie geführt wird, sondern auch über öffentliche Meinung und Regulierungseinfluss.

Bei der Bewertung der vorliegenden Berichte ist entscheidend, dass alle verfügbaren Texte auf derselben Agenturmeldung basieren. Die Cross-Source-Diversität ist daher gering. Das heisst, die übereinstimmenden Zitate und Zahlen stammen aus einer gemeinsamen Quelle, und unabhängige neue Erkenntnisse fehlen bislang.

Für die praktische Umsetzung der KI-getriebenen Automatisierung ergeben sich mehrere Herausforderungen. Orlopp selbst weist auf die Stärke von KI in bestimmten Bereichen hin, ohne aber in der bisher veröffentlichten Darstellung detaillierte Zeitschienen oder genaue Volumina von internen versus externen Einsparungen zu nennen. Die Bank wird deshalb nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch neu justieren müssen, um die versprochene Sozialverträglichkeit einzuhalten.

Die Komplexität ist hoch. Einerseits stehen Effizienzgewinne durch KI in Aussicht, andererseits muss die Commerzbank das Vertrauen von Mitarbeitenden, Aufsichtsräten, dem deutschen Staat und Kapitalmärkten balancieren.

Dass Orlopp externe Ressourcen zuerst reduzieren will, erlaubt eine zeitlich gestaffelte Umsetzung, die interne Abteilungen schont und externe Vertragsvolumina reduziert. Für die Bank ist das ein Weg, Veränderung zu erzwingen, ohne sofort die eigene Belegschaft im grossen Stil zu entlassen.

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Die Angebotsphase der UniCredit läuft offiziell bis zum 16. Juni; eine Verlängerung bis zum 3. Juli ist möglich. Parallel stellt die Commerzbank ihre bis-2030-Ziele in den Vordergrund, um Aktionäre vom Verbleib zu überzeugen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.