Seit Anfang April ist Diesel pro Liter um gut 45 Cent günstiger geworden. Der ADAC meldete, dass am Samstag, 16. Mai, der bundesweite Tagesdurchschnitt für Diesel bei 1,990 Euro lag, für E10 bei 1,994 Euro, damit stand Diesel erstmals seit Anfang März wieder leicht unter dem Preis der günstigsten Benzinsorte. Die kurzfristige Entlastung folgt auf einen Mix aus Marktbewegungen und der seit Mai geltenden, zeitlich befristeten Energiesteuerermässigung von knapp 17 Cent pro Liter. Behördenprüfungen durch das Bundeskartellamt und Monatsauswertungen der Monopolkommission sollen zeigen, wie vollständig die Entlastung an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergereicht wird.

Die Zapfsäulenlage der vergangenen Wochen lässt sich als Kombination aus zwei Kräften lesen. Auf der einen Seite wirkte der Preisrückgang an den Rohölmärkten, auf der anderen Seite griff seit Anfang Mai die staatliche Ermässigung der Energiesteuer. Der ADAC beziffert das Ergebnis konkret für den 16. Mai: Der Tagesdurchschnittspreis für einen Liter Diesel betrug 1,990 Euro, für Super E10 1,994 Euro. Gegenüber dem Vormonat hat Diesel damit gut 45 Cent verloren, während Super E10 nur knapp 20 Cent günstiger wurde.

Warum Diesel stärker fiel

Diesel reagiert sensibler auf jüngste Marktveränderungen. Deutschland ist bei Diesel stärker auf Importe angewiesen als bei Benzin. Das verstärkt Preisschwankungen, weil Angebot und Transportwege aus geopolitisch sensiblen Regionen die Verfügbarkeit beeinflussen können. Vor dem Ukraine-Krieg war Diesel im langjährigen Schnitt mehr als 15 Cent günstiger als E10. Für 2024 und 2025 liegt der mittlere Abstand deutlich enger, bei knapp über 8 Cent. Im April jedoch kippte die Situation kurzfristig: Diesel kostete zeitweise mehr als 25 Cent pro Liter mehr als E10, obwohl Diesel steuerlich niedriger belastet ist.

Die aktuelle Bewegung reduziert dieses April-Hoch deutlich. Am 16. Mai verbilligte sich Diesel gegenüber dem Vortag um 0,9 Cent. E10 blieb am selben Tag unverändert bei 1,994 Euro pro Liter. Diese Tagesdurchschnittswerte nennt der ADAC, der die täglichen Schwankungen an den Tankstellen systematisch erfasst.

Steuersenkung, Marktreaktion und Kontrolle

Seit Anfang Mai gilt in Deutschland eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, der sogenannte Tankrabatt. Die Steuerermässigung beträgt knapp 17 Cent pro Liter und ist auf zwei Monate befristet. Erste Auswertungen, darunter Ergebnisse der Monopolkommission, deuten darauf hin, dass Mineralölunternehmen die Steuersenkung zumindest in der ersten Maiwoche weitgehend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben haben.

Gleichzeitig hat das Bundeskartellamt begonnen, die Margen der Mineralölkonzerne zu prüfen. Die Prüfung reagiert auf Beobachtungen, dass die Ermässigung an manchen Zapfsäulen nur teilweise ankam.

Nach Ansicht der Behörden und der Monopolkommission sind solche Prüfungen eine notwendige Kontrollinstanz, um festzustellen, ob die Preisbildung am Markt die steuerliche Entlastung korrekt reflektiert.

Der ADAC betont, dass der Tankrabatt allen Kraftstoffarten in gleicher Höhe gewährt wird und deshalb den direkten Preisabstand zwischen Diesel und E10 nicht verändert. Die Ermässigung ist pro Liter jeweils knapp 17 Cent, unabhängig von der Sorte. Weil Diesel aber stärker gefallen ist als E10, ist der relative Abstand jetzt wieder zugunsten von Diesel verschoben.

Die Verbrauchsstruktur verstärkt die wirtschaftliche Bedeutung dieser Bewegung. Deutschland verbraucht deutlich mehr Diesel als E10. Ein grosser Teil des gewerblichen Verkehrs, insbesondere Lastwagen, fährt mit Diesel. Handwerksbetriebe, Bauunternehmen, die Landwirtschaft und kommunale Fuhrparks zählen zu den primären Nutzern. Für Vielnutzer bedeutet der Preisrückgang spürbare Einsparungen. Schätzungen gehen davon aus, dass ein durchschnittlicher Autofahrer über den vollen Zeitraum der Steuerermässigung etwa 30 Euro sparen kann, sofern die Ermässigung vollständig an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergereicht wird.

Regionale Unterschiede bleiben relevant. Am Samstag war Diesel im Tagesdurchschnitt in 12 von 16 Bundesländern günstiger als E10. In Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg und Bayern lag E10 hingegen unter dem Dieselpreis. Solche Differenzen erklären sich durch lokale Wettbewerbssituationen, Logistikkosten und die Dichte von Tankstellenketten, die die Preissetzung regional beeinflussen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeuten diese Entwicklungen konkretere Handlungsspielräume. Wer beruflich oder gewerblich viel fährt, profitiert proportional stärker vom gesunkenen Dieselpreis. Für Gelegenheitsfahrerinnen und Gelegenheitsfahrer ist der Effekt geringer, aber spürbar, sofern die Entlastung vollständig durchgereicht wird.

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Die Energiesteuerermässigung läuft über Mai und Juni. In dieser Periode sollen die Prüfungen des Bundeskartellamts und die Monatsauswertungen der Monopolkommission klären, in welchem Umfang die knapp 17 Cent pro Liter tatsächlich bei den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern ankommen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.