Google verhandelt offenbar mit Marvell — in den Nvidia Ende März zwei Milliarden US‑Dollar investierte — über zwei spezialisierte KI‑Chips: eine Processing‑in‑Memory‑Lösung und eine neue TPU‑Variante, die Modelle sparsamer und schneller ausführen könnte.

Was derzeit berichtet wird

Das Technologieportal The Information berichtet, Google führe Gespräche mit dem US‑Chipdesigner Marvell Technology, um zwei spezialisierte Prozessoren zu entwickeln, die das Ausführen von KI‑Modellen effizienter machen sollen. Laut dem Bericht, der zwei namentlich nicht genannte Quellen zitiert, geht es einerseits um eine Speicherverarbeitungseinheit (Processing‑in‑Memory) und andererseits um eine neue TPU‑Generation.

Beide Firmen haben bislang keine öffentliche Ankündigung gemacht. Branchenbeobachter werten die Gespräche jedoch als mögliches Signal dafür, dass Google seine Hardwarestrategie ausbauen will.

Googles doppelte Strategie

Marktbeobachter sehen eine Doppelstrategie: Google treibt weiterhin die eigene TPU‑Entwicklung voran und verkauft diese als Cloud‑Produkt, zugleich sucht das Unternehmen Partnerschaften, um KI‑Hardware breiter verfügbar zu machen – sowohl für andere Cloud‑Anbieter als auch für Grosskunden.

Ein Beispiel: Anthropic plant, in grossem Umfang Google‑TPUs zu nutzen, um seine Claude‑Modelle zu betreiben. Solche Kooperationen zeigen, wie Google interne Hardware als Dienstleistung anbieten kann, während Partnerschaften mit Zulieferern wie Marvell die Lieferantenbasis verbreitern würden.

Lieferantendiversifizierung und bestehende Partnerschaften

Bisher arbeitet Google nach Berichten vor allem mit Broadcom bei Chip‑Komponenten zusammen. Angesichts stark steigender Nachfrage nach KI‑Beschleunigern strebt die Alphabet‑Tochter offenbar an, die Abhängigkeit von einzelnen Partnern zu reduzieren und zusätzliche Zulieferer einzubinden.

Für Marvell wäre eine engere Zusammenarbeit mit Google ein bedeutender Auftrag. Marvell hat sich in den letzten Jahren als Anbieter kundenspezifischer Spezialchips für Hyperscaler positioniert und liefert Netzwerksysteme sowie Halbleiter für Rechenzentren.

Ende März tätigte Nvidia eine grosse Finanztransaktion mit Marvell: Nvidia investierte zwei Milliarden US‑Dollar und vereinbarte eine strategische Partnerschaft, um Marvells Chips mit Nvidias Netzwerkkomponenten und Prozessoren zusammenzubringen. Die Transaktion unterstreicht die hohe Nachfrage nach massgeschneiderten Lösungen.

Technische Rollen der beiden Chiptypen

  • Processing‑in‑Memory (PIM / Speicherverarbeitungseinheit): Verlegt Rechenoperationen näher an den Speicher, um Datenbewegungen zu verringern. Das reduziert Energieverbrauch und Latenz beim Zugriff auf grosse Modelle.
  • TPU‑Variante: Eine neue Generation von TPUs könnte Modelle sparsamer und schneller ausführen, also Trainings‑ und Inferenzaufgaben effizienter machen.

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Sollten die Gespräche zu einer Zusammenarbeit führen, würden sie Googles Hardwarestrategie erweitern und zugleich zeigen, wie Konzerne ihre Lieferketten und KI‑Hardware via Partnerschaften diversifizieren.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.