Vier Hochgeschwindigkeitszüge der Taiwan High Speed Rail wurden am Abend des 5. April automatisch angehalten, nachdem ein 23-jähriger Student nach Angaben von Heise.de das digitale Funksystem kompromittiert hatte. Dadurch verzögerten sich die betroffenen Verbindungen um rund eine Dreiviertelstunde. Laut Polizei soll der Beschuldigte ein online gekauftes Software Defined Radio zwischen Laptop und Antenne geschaltet, Übertragungsparameter entschlüsselt und diese in ein handelsübliches Handfunkgerät programmiert haben, mit dem er das Alarmzeichen sendete. Die Polizei verhaftete den Verdächtigen; ihm droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, und THSR kündigte an, die Systemsicherheit prüfen zu lassen.

Die Taiwan High Speed Rail, kurz THSR, stand am Abend des 5. April im Zentrum eines sicherheitstechnischen Zwischenfalls. Heise.de berichtete, dass ein allgemeiner Alarm im TETRA-Funksystem ausgelöst wurde. Dieser Alarm hat die höchste Priorität innerhalb des eingesetzten Funkprotokolls und veranlasste die automatische Reaktion der Zugsicherung. Vier Züge führten daraufhin manuell eingeleitete Notbremsungen aus.

Die sofortige Folge war eine Betriebsunterbrechung und eine Verzögerung von etwa 48 Minuten für die betroffenen Verbindungen. Die Zugkontrollzentrale ordnete eine Streckenüberprüfung an. Diese Inspektion ergab keine technischen Schäden, weshalb die Strecke nach fast einer Stunde wieder freigegeben werden konnte, berichtete Heise.de unter Berufung auf lokale Medien und Polizeikreise.

Wie der Alarm ausgelöst wurde

Nach Angaben der Polizei, wie Heise.de sie wiedergibt, nutzte der Beschuldigte ein Software Defined Radio, kurz SDR, das er online erworben hatte. Das SDR setzte er zwischen einen Laptop und eine Antenne, um den Bahnfunk zu belauschen und die Übertragungsparameter zu entschlüsseln. Mit diesen Parametern programmierte er einem Bericht zufolge ein gewöhnliches Handfunkgerät. Mit diesem Funkgerät sendete er das Signalisierungssignal, das im TETRA-System den allgemeinen Alarm auslöst.

Heise.de zitiert zudem das taiwanische Portal UDN, wonach dem Beschuldigten ein Bekannter oder Freund einige kritische Parameter des THSR-Funksystems mitgeteilt habe. Die Spurenauswertung der Polizei basierte laut Bericht auf TETRA-Protokollen und Aufnahmen von Videoüberwachungskameras. Als das Kontrollzentrum den mutmaßlichen Sender telefonisch kontaktierte, gab die Person widersprüchliche Angaben und schaltete das Funkgerät aus. Diese Verhaltensweise trug nach Aussagen der Ermittler zur Identifikation und anschliessenden Festnahme bei.

Technische Hintergründe und offene Fragen

Das betroffene Funknetz verwendet den TETRA-Standard, Terrestrial Trunked Radio. Heise.de weist darauf hin, dass TETRA sowohl in Europa als auch international verbreitet ist. Bereits 2023 seien erhebliche Schwachstellen im Zusammenhang mit TETRA beschrieben worden.

Insbesondere Exportvarianten und die veraltete TEA1-Verschlüsselung wurden damals als sicherheitsanfällig genannt, so der Bericht.

Unklar bleibt nach Heise.de, ob der Angreifer eine spezifische 2023 dokumentierte Schwachstelle ausnutzte oder ob die THSR-Installation schlicht mangelhaft beziehungsweise gar nicht verschlüsselt war. Der Bericht nennt zwei wahrscheinliche Szenarien. Entweder war das System komplett unverschlüsselt, oder es arbeitete mit einer nur oberflächlich eingesetzten TEA1-Verschlüsselung, deren Brüche 2023 beschrieben wurden. Konkrete forensische Details zu den manipulierten Signaltoken oder exakten Parametern veröffentlichte Heise.de nicht. Die Quelle macht deutlich, dass technische Einzelheiten bislang nicht verifiziert sind.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die betroffenen Schnellzüge üblicherweise mit Geschwindigkeiten von etwa 300 km/h verkehren. Dass ein Alarm dieses Typs eine automatische Notbremsung auslöst, zeigt die hohe Relevanz sicherer Funkkommunikation im Betriebsablauf von Hochgeschwindigkeitsnetzen. Die Kontrolleure im Fahrdienstzentrum reagierten mit einer routinemässigen Streckenprüfung, bevor sie die Freigabe erteilten.

Die Rolle externer Informationen ist in diesem Fall hervorzuheben. Heise.de ist die alleinige Quelle der bislang bekannten Details und beruft sich auf Angaben der taiwanesischen Polizei und lokaler Medien wie UDN. Weil die veröffentlichten Informationen auf Aussagen von Ermittlern und auf Protokolldaten basieren, fehlen öffentlich verwertbare technische Analysen. Es gibt derzeit keinen veröffentlichten Prüfplan der THSR oder einen Zeitplan für Gegenmassnahmen.

Rechtlich drohen dem Beschuldigten empfindliche Konsequenzen. Heise.de zitiert die Polizei mit der Aussage, ihm könne eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren drohen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich weiter auf die Spurenauswertung, die mit Aufzeichnungen des TETRA-Systems und Kamerabildern korreliert wurde. Die Festnahme folgte, nachdem der Verdächtige gegenüber dem Kontrollzentrum widersprüchliche Angaben gemacht und sein Funkgerät abgeschaltet hatte.

Die Ereignisse werfen Fragen zur Sicherheit proprietärer und älterer Funkprotokolle auf, die im Schienenverkehr eingesetzt werden. Dass ein einzelner, junger Angreifer mit handelsüblicher Hardware in der Lage war, ein Signal zu senden, das Züge zum Anhalten bringt, zeigt die potenzielle Verwundbarkeit solcher Systeme. Heise.de liefert die bisherigen Fakten, ohne dass bislang unabhängige technische Gutachten publiziert wurden.

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.