Eine dreitägige Waffenruhe, die laut Angaben des Weißen Hauses und Aussagen von Präsident Trump vermittelt worden sei, hat am 9. Mai die traditionelle Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau geschützt. Die Feuerpause läuft bis zum 11. Mai und ist an einen Gefangenenaustausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen gekoppelt. Die Vereinbarung war in Washington angekündigt worden und wurde von Kremlberater Juri Uschakow als Ergebnis direkter Kontakte zwischen US-Vertretern und Moskau bestätigt. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er habe der Bitte von Trump vor allem wegen des Gefangenenaustauschs zugestimmt und per Präsidialdekret angeordnet, die Parade nicht anzugreifen.
Wladimir Putin hielt am Samstag, dem 9. Mai, die traditionelle Siegesparade auf dem Roten Platz ab. Die Zeremonie fand unter den Bedingungen einer ungewöhnlichen, kurzzeitigen Waffenruhe statt. Nach Angaben des Weißen Hauses und Aussagen auf den von Präsident Trump genutzten Kanälen begann die Feuerpause mit Tagesanbruch am 9. Mai um 0.00 Uhr Moskauer Zeit. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, beide Seiten hätten dem drei Tage dauernden Waffenstillstand zugestimmt und kündigte zugleich den geplanten Austausch von je 1.000 Gefangenen an.
Wie die Waffenruhe zustande kam
Die Vereinbarung war in Washington angekündigt worden. Kremlberater Juri Uschakow bestätigte die Einigung und erklärte, sie sei das Ergebnis direkter Kontakte zwischen US-Vertretern und Moskau. Uschakow fügte laut einem Bericht hinzu, Washington habe parallel Kontakte nach Kiew geführt. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, er habe auf Trumps Bitte hin besonders wegen des Austauschs zugestimmt. Er ordnete per Präsidialdekret an, die Parade auf dem Roten Platz nicht anzugreifen.
Die Waffenruhe ist formal auf drei Tage angesetzt, bis zum 11. Mai. Das Abkommen verbindet die Pause mit einem konkret benannten Austausch von Kriegsgefangenen: jeweils 1.000 Soldaten sollen von beiden Seiten freigelassen werden. Die Bekanntgabe über Truth Social und die Bestätigung durch Kremlberater und ukrainische Verlautbarungen machten die Verknüpfung von Waffenruhe und Gefangenenaustausch zum zentralen Element der Vereinbarung.
Parade, Sicherheit und Angriffe im Vorfeld
Aus Sicherheitsgründen wurde die Darstellung schweren Kriegsgeräts bei der Parade weitgehend gestrichen. Panzer, Raketen und grosse Waffenschauen blieben im Depot; stattdessen marschierten Kadetten und Fussverbände über den Roten Platz. Russland begründete die Kürzungen offiziell mit sogenannten "terroristischen Bedrohungen" durch mögliche ukrainische Drohnenangriffe, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte.
Berichten zufolge drohte Russland mit Vergeltungsschlägen, sollte die Parade gestört werden. Unter den angedrohten Massnahmen wurden massiv geführte Raketenangriffe auf das Zentrum von Kiew genannt, falls ein Angriff die Zeremonie beeinträchtige.
Solche Drohungen trugen zu einer angespannten Atmosphäre bei den offiziellen Feierlichkeiten bei.
Sicherheit und Drohnenangriffe waren im Vorfeld Schlüsselfaktoren. Moskau hatte bereits eine einseitige Waffenruhe für den 9. Mai angekündigt. Ukrainische Angaben zufolge setzten russische Kräfte jedoch weiterhin Angriffe fort, und die ukrainische Seite berichtete von Gegenangriffen mit Drohnen. In den Tagen vor dem Feiertag wurden in Russland mehrfach anfliegende Drohnen bekämpft, und in einigen Regionen kam es zu Unterbrechungen im zivilen Flugverkehr.
Unabhängige und westliche Berichte dokumentierten in den Tagen vor dem 9. Mai mehrere ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur und Rüstungsbetriebe, darunter Ziele in Tuapse, Perm, Orsk und in der Nähe von Sankt Petersburg. Ausländische Gäste erschienen kaum; die internationale Gästeliste für die Parade war deutlich geschrumpft. Berichten zufolge war der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko unter den angekündigten Gästen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hatte nach Angaben eines Berichts zunächst angekündigt zu kommen, erschien dann aber nicht. Andere Medien schreiben, ausländische Journalisten seien kurzfristig zurückgerufen oder ausgeladen worden.
Bei der Einordnung einzelner Details besteht weiter Uneinigkeit. So stammt die Behauptung, es sei das erste Mal seit 2007, dass bei einer Siegesparade Panzer und Raketen komplett fehlten, allein aus einem Bericht der HNA. Konkrete Angaben zu zivilen Opfern in einzelnen russischen Regionen basieren nach wie vor grösstenteils auf Recherchen der taz. Diese Einzelquellen sind als solche zu kennzeichnen und sollten nicht ohne Zusatzverifizierungen generalisiert werden.
Hintergrund ist, dass der 9. Mai in Russland ein staatlicher Gedenktag an den Sieg über Nazi-Deutschland ist und traditionell auch Instrument staatlicher Selbstdarstellung, vor allem von Präsident Putin. Angesichts anhaltender militärischer Verluste und eines zermürbenden Frontverlaufs war die Stimmung bei den offiziellen Feierlichkeiten in Moskau in diesem Jahr gedrückt, wie mehrere Quellen berichten.
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Die vereinbarte Feuerpause endet nach den vorliegenden Angaben am 11. Mai. Bis dahin ist der Austausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen vorgesehen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.