Obwohl Manus im Juli 2025 seinen Sitz nach Singapur verlegte und viele Mitarbeitende bereits in Meta integriert sind, verlangt Peking nun die Rückabwicklung des Verkaufs des KI-Startups an Meta. Meta hatte Manus übernommen; die Entscheidung macht den Deal politisch und juristisch kompliziert. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission forderte ausserdem Firmen auf, ohne ausdrückliche Genehmigung kein US-Kapital anzunehmen. Experten erwarten, dass US-Investoren künftig vorsichtiger agieren könnten.

Peking hat vergangene Woche gefordert, den Verkauf des chinesischen KI-Startups Manus an Meta rückgängig zu machen. Der Schritt macht den Deal politisch und juristisch kompliziert. Meta hatte Manus übernommen.

Manus hatte seinen Firmensitz und seine Mitarbeitenden im Juli 2025 nach Singapur verlegt. Damit wollte das Unternehmen offenbar Kontrollrisiken vermeiden. Dennoch fordern chinesische Behörden jetzt eine Rückabwicklung. Experten sagen, das ist schwer durchzusetzen. "China hat keine wirklichen Mittel, um eine Rückabwicklung durchzusetzen", sagte Wang Dan, China-Direktorin der Eurasia Group.

Hintergrund

Manus war über Jahre ein Ziel für internationale Investoren. Einer der Geldgeber war der US-Fonds Benchmark. Der Verkauf an Meta löste bereits vor der Intervention internationale Aufmerksamkeit aus. Die Integration von Manus-Technologien in Metas Produkte läuft laut Quellen bereits. Viele Manus-Mitarbeitende sind schon in Meta-Teams eingegliedert.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission in Peking hat zusätzlich mehrere private Firmen aufgefordert, ohne ausdrückliche Genehmigung kein Kapital aus den USA zu akzeptieren. Beobachter deuten die Anweisung auch als taktische Positionierung vor dem anstehenden Besuch des US-Präsidenten Donald Trump in China.

Warum die Rückabwicklung schwer wird

Die Kombination aus bereits erfolgter Integration und internationalem Sitzwechsel macht eine Rückabwicklung technisch schwierig. Meta hat die Manus-Technik ins eigene Ökosystem eingebaut.

Das erschwert eine saubere Rückübertragung von Produkten und Personal.

Gleichzeitig bleibt das juristische Fundament unklar. Manus operierte seit dem Umzug aus Festlandchina in Singapur. Formal liegt es damit ausserhalb der unmittelbaren Zuständigkeit chinesischer Behörden. Dennoch können staatliche Stellen Druck ausüben. Wang Dan sagte, viele KI-Startups in China seien stark von US-Geld abhängig. "KI-Startups in China sind in hohem Masse auf amerikanische Investitionen angewiesen", sagte sie.

Die Forderung Pekings trifft deshalb ein sensibles Feld. Sie stellt Investoren vor ein Dilemma. Geldgeber müssen abwägen, wie sie künftig Engagements strukturieren. Startups, die ihren Sitz ins Ausland verlegen wollten, könnten diese Pläne überdenken. Wang schilderte Verunsicherung nach einer Roadshow in Jiangsu und Zhejiang. Andere Firmen hatten ähnliche Verlegungspläne wie Manus. Jetzt sei mit grösseren Risiken zu rechnen, sagte sie.

Für Meta ist die Lage auch operational schwierig. Mitarbeitende und Technologie sind schon in Meta integriert. Eine Rückabwicklung würde Eingriffe in laufende Projekte verlangen. Genauere rechtliche Schritte oder Sanktionen nannte Peking öffentlich nicht. Beobachter weisen darauf hin, dass China neben direkten rechtlichen Mitteln auch wirtschaftlichen Druck ausüben kann. Konkrete Massnahmen wurden in den vorliegenden Angaben aber nicht genannt.

Auf Seiten der US-Investoren ist bereits Alarm spürbar. Wenn China künftig den Transfer von Technologie und Personal ins Ausland nachträglich beanstandet, sinkt die Planbarkeit für Wagniskapitalfirmen. Die Anweisung der Entwicklungs- und Reformkommission, US-Geld nur mit Genehmigung zu akzeptieren, bringt zusätzliche Unsicherheit in die Finanzierungslandschaft.

Die Manus-Affäre fällt in eine Phase, in der die Regulierer in China restriktiver auftreten. Dies erhöht die Unsicherheit für internationale Investoren und unterstreicht die Risiken für künftige Auslandsfinanzierungen.

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Die rechtliche und politische Klärung steht noch aus, Beobachter sehen die Manus-Affäre aber bereits als möglichen Verhandlungspunkt beim angekündigten Besuch von US-Präsident Donald Trump in China.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.