Seit 2000 haben sich die Neuaufnahmen im Zivildienst mehr als versechsfacht – von rund 1'200 auf über 7'200. Bundesrat und eine Parlamentsmehrheit wollen das Gesetz prüfen, damit die Armee bei der Rekrutierung wieder Priorität erhält; Pflegeheime und soziale Institutionen warnen vor Lücken in der Versorgung.

Trend: Zivildienst hat sich etabliert

Der Zivildienst ist in den vergangenen Jahrzehnten in der Schweiz gewachsen. Nachdem Anfang der 2000er Jahre noch rund 1'200 Männer neu aufgenommen wurden, stieg die Zahl bis zuletzt auf über 7'200. Die Abschaffung der Gewissensprüfung 2008 hat den Zugang erleichtert und zum Wachstum beigetragen.

Das Einsatzprofil hat sich ebenfalls verändert: Zivildienstleistende kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. Etwa die Hälfte aller Zivildiensttage entfällt auf das Sozialwesen; weitere bedeutende Felder sind Schulen und Spitäler.

Betroffene Branchen: Pflege und Soziales

Viele Pflegeheime und soziale Einrichtungen planen mit Zivildienstleistenden als fester Ressource. Im Selve Park in Thun sind beispielsweise oft ein bis zwei Zivildienstleistende dauerhaft tätig. Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer beschreiben, dass diese Tätigkeiten übernehmen, für die dem regulären Personal oft die Zeit fehlt, etwa Gespräche mit Bewohnenden, Freizeitangebote oder Begleitungen.

Persönliche Motive: Sinn statt Büroalltag

Für manche Teilnehmende ist der Zivildienst eine bewusste Abkehr vom Büroalltag. Sie schätzen die unmittelbare soziale Wirkung der Einsätze und die Möglichkeit, sich persönlich zu engagieren. Einrichtungen wiederum planen oft langfristig mit dieser Ressource.

Politischer Vorstoss: Armee soll Vorrang haben

Bundesrat und eine Parlamentsmehrheit fordern eine Gesetzesrevision, damit die Armee bei der Rekrutierung wieder Vorrang erhalten kann. Als Begründung wird die angespannte sicherheitspolitische Lage genannt; die parlamentarische Beratung muss jedoch noch Kriterien für eine Priorisierung und mögliche Übergangsfristen klären.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen

Würde die Priorisierung der Armee die Zahl der verfügbaren Zivildienstleistenden reduzieren, hätte das direkte Folgen für Pflegeheime und soziale Institutionen, die heute auf diese Arbeitskraft angewiesen sind. Eine solche Änderung würde sowohl die Personalplanung in betroffenen Einrichtungen als auch die zivilgesellschaftliche Versorgung berühren.

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Die parlamentarische Beratung muss nun festlegen, unter welchen Kriterien die Armee Vorrang erhält und ob Übergangsfristen vorgesehen werden.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.