Volkswagen will seine Produktionskapazität um bis zu einer Million Fahrzeuge reduzieren — damit würde die installierte Jahreskapazität des Konzerns von über zwölf auf nachhaltig rund neun Millionen Fahrzeuge sinken. Konzernchef Oliver Blume sagte, der Schritt diene dazu, 'die globale Marktsituation abzubilden' und die Profitabilität zu sichern.
Pläne und zentrale Zahlen
Er sagte, man prüfe "bis zu einer weiteren Million Kapazität, um die globale Marktsituation abzubilden". Damit würde Volkswagen von ursprünglich über zwölf Millionen installierter Jahreskapazität auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge zurückgehen.
2019 seien die Werke des Konzerns auf rund zwölf Millionen Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt worden, sagte Blume. Seit der Corona-Zeit liege der Durchschnitt bei etwa neun Millionen Fahrzeugen in veränderten Märkten. Die angekündigte Reduktion steht in diesem Kontext.
Die Planung greift weltweit. Blume betonte, dass die Anpassung die Standorte des Unternehmens global betreffe. Zuvor hatte Volkswagen in China und in Europa die Produktionsmöglichkeiten bereits jeweils um rund eine Million Fahrzeuge reduziert.
Welche Standorte sind betroffen?
Blume machte deutlich, dass noch keine Entscheidung über Werksschliessungen gefallen sei. Er verwies auf Alternativen zur Schliessung: "Es gibt intelligentere Methoden, als gleich ein Werk zu schließen." Als Beispiel nannte er das Werk in Osnabrück.
Die Fertigung von VW‑Fahrzeugen dort werde im kommenden Jahr eingestellt; diese Entscheidung sei bereits 2024 getroffen worden.
Beim Standort Osnabrück prüfe Volkswagen zudem Gespräche mit Rüstungsunternehmen, um dort gegebenenfalls Produktion anzusiedeln und Beschäftigte zu übernehmen. Blume stellte aber klar, dass auch in diesem Punkt noch nichts definitiv vereinbart sei.
Personalabbau und Sozialpläne
Der Konzernchef sagte, Volkswagen verfolge einen "klaren Plan, wie wir unsere Kapazitäten sozialverträglich verringern". Aktuell laufe ein Personalabbau: Bei der Kernmarke Volkswagen Pkw sowie den Töchterfirmen Audi und Porsche reduziere der Konzern in Deutschland personelle Kapazitäten, um Kosten zu senken.
Blume begründete den Abbau damit, dass das derzeitige Gewinnniveau nicht ausreiche, um die notwendigen Investitionen in Modelle und Technik dauerhaft zu tragen. Er schloss weitere Einschnitte nicht kategorisch aus: "Unsere Pflicht ist es, alles genau zu prüfen. Wir schauen uns alle Kostenpositionen an."
Finanzielle Gründe hinter der Entscheidung
Nach Blumes Darstellung sind Überkapazitäten für Volkswagen auf Dauer nicht tragbar. "Überkapazitäten sind für unser Unternehmen langfristig nicht tragfähig", sagte er. Die Volumenplanung der Vergangenheit sei angesichts der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation unrealistisch geworden.
Der Konzernleiter machte damit einen klaren Zusammenhang zwischen Absatzschwäche, Kostenstruktur und Investitionsbedarf auf. Wenn weniger Fahrzeuge verkauft werden als die Werke auslegen, drücke das auf die Profitabilität. Und niedrigere Gewinne schränkten die Fähigkeit ein, in neue Modelle und Technik zu investieren.
Strategische Optionen und Koordination mit Marken
Blume nannte auch strategische Optionen im Umgang mit der neuen Produktionstopologie. Volkswagen prüfe etwa, ob die Marke Audi in den USA die entstehende Fabrik der Elektromarke Scout mitnutzen könne. Eine Entscheidung darüber liege noch nicht vor.
Solche Optionen zielen darauf ab, Kapazitäten flexibler zu nutzen und Investitionen besser zu bündeln. Blume deutete an, dass der Konzern auch standortübergreifend nach Lösungen suche, statt kurzfristig Werke zu schließen.
Warum das wichtig ist: Die Reduktion der Kapazitäten wirkt sich direkt auf Beschäftigung, Kostenstrukturen und die Möglichkeiten für Neuinvestitionen aus. Laut Blume drücken nicht ausgelastete Werke die Profitabilität und schränken damit die Fähigkeit ein, in neue Modelle und Technik zu investieren.
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„Überkapazitäten sind für unser Unternehmen langfristig nicht tragfähig“, sagte Oliver Blume, Konzernchef der Volkswagen AG.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.