Deutschland macht mit CODE-DE Lab Schluss mit Datensilos: Die Bundesregierung fördert eine zentrale Cloud für Satellitendaten mit rund 16 Millionen Euro. Die Plattform bündelt Copernicus-, nationale und kommerzielle Satellitendaten an einem Ort. Behörden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sollen Daten direkt in der Cloud verarbeiten können, statt grosse Pakete herunterzuladen. Die Umsetzung liegt bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, die damit bisher getrennte Systeme für Betrieb und Forschung vereinen will.
Einheitlicher Zugang statt Datensilos
Deutschland hat nun ein zentrales Portal für Erdbeobachtungsdaten. Die neue Plattform heißt CODE-DE Lab. Sie fasst Daten aus dem europäischen Copernicus-Programm, nationale Erdbeobachtungsdaten und kommerzielle Satellitenaufnahmen zusammen. Behörden, Wissenschaftler und Firmen bekommen so einen einheitlichen Zugang zu den Beständen.
Bisher lagen Kapazitäten auf zwei Systemen verteilt. CODE-DE diente vorwiegend operativen Verwaltungsaufgaben. EO-Lab war auf wissenschaftliche Arbeit ausgerichtet. Mit CODE-DE Lab werden diese technischen und organisatorischen Strukturen miteinander verbunden. Anwender brauchen nicht mehr verschiedene Zugänge. Ein Login soll ausreichen, um komplexe Analysen zu starten.
Technik: Rechenleistung an die Daten bringen
Erdbeobachtung erzeugt sehr grosse Datenmengen. Die Quelle nennt Petabyte-Bereiche. Der klassische Datentransfer übers Internet gerät deshalb schnell zum Nadelöhr. CODE-DE Lab setzt auf eine cloudbasierte Architektur. Die Rechenleistung kommt zur Information, nicht umgekehrt. Nutzer laden ihre Algorithmen in die Cloud und führen Analysen dort aus.
Die Architektur reduziert die Notwendigkeit, umfangreiche Datenpakete lokal zu speichern. Nutzer müssen so keine grossen Downloads mehr managen. Das verkürzt die Vorlaufzeit für Projekte. Es erleichtert auch das Arbeiten mit Machine-Learning-Methoden, die oft viele Iterationen und viel Rechenzeit brauchen.
Anwendungen und Pilotprojekte
In der Pilotphase wurde die Plattform bereits genutzt. Forscher haben KI-gestützte Methoden entwickelt, um Waldschäden zu erkennen. Sie nutzten die Cloud-Infrastruktur, um Modelle zu trainieren und zu testen.
Andere Pilotprojekte beschäftigten sich mit der automatischen Identifikation von Schutzgebieten.
Die Daten kommen auch bei der Überwachung kritischer Infrastruktur zum Einsatz. Beispiele sind Staudämme. Zudem wurde die Plattform in Projekten zur Analyse von Überflutungsgebieten verwendet. Behörden können solche Analysen unter anderem für Umweltmonitoring einsetzen. Auch die Abwicklung von Agrarförderungen liess sich laut Quelle effizienter gestalten.
Politische und organisatorische Träger
Die Plattform ist Ergebnis einer Kooperation zwischen zwei Bundesministerien. Beteiligt sind das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, genannt BMFTR, und das Bundesministerium für Verkehr, genannt BMV. Beide Ministerien investieren gemeinsam rund 16 Millionen Euro in das Konzept.
Die Umsetzung liegt bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Für die technische Infrastruktur ist ein Konsortium zuständig. Als Infrastrukturpartner wird CloudFerro aus Polen genannt. Weitere Partner wurden in der Quelle nicht aufgelistet. Die organisatorische Zusammenführung der bisherigen Systeme fällt in den Zuständigkeitsbereich der genannten Agentur.
Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Integration von KI-Methoden. Die Cloudumgebung erlaubt es, Trainingsdaten, Modelle und Auswertungsroutinen eng zu koppeln. Dadurch werden Workflows des maschinellen Lernens schneller und reproduzierbarer.
KI-gestützte Verfahren erleichtern etwa die Detektion von Veränderungen in Vegetationsbeständen. Sie helfen bei der Kartierung von Schutzgebieten. Und sie spielen eine Rolle bei der Früherkennung von Infrastrukturproblemen. In der Pilotphase wurden solche Verfahren bereits erprobt, so die Quelle.
Die Plattform soll verschiedene Nutzergruppen bedienen. Behörden sollen operative Aufgaben damit erledigen können. Wissenschaftliche Einrichtungen erhalten Forschungsdaten und Rechenkapazitäten. Firmen bekommen Zugriff auf kombinierte Datenbestände und Rechenumgebung für Produktentwicklung.
Das Zusammenführen öffentlicher und kommerzieller Daten schafft einen gemeinsamen Arbeitsraum. Für Anwender heisst das: weniger Aufwand beim Datenmanagement und schnellere Ergebnisse bei Analysen. Für Verwaltungen kann die Plattform Prozesse digitalisieren, etwa beim Umweltmonitoring und bei Förderverfahren.
BMV und BMFTR investieren gemeinsam rund 16 Millionen Euro in das Konzept. Die Quelle nennt diesen Betrag als Gesamtengagement der beiden Ministerien. Die Mittel fließen in die Umsetzung durch die Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und in den Aufbau der Cloud-Infrastruktur.
Mit der Ergänzung nationaler Missionen und kommerzieller Daten entstehe laut einer Ministerin ein „digitaler Werkzeugkasten“, der Deutschland als Raumfahrtnation stärken könne. Diese Formulierung wurde Dorothee Bär zugeschrieben. Sie ist als Forschungsministerin genannt und gehört der CSU an.
Verkehrsminister Patrick Schnieder, CDU, betonte die Relevanz der Initiative für staatliche Resilienz. Er sieht in der Plattform eine Hilfe für die Verwaltung, etwa im Bereich Atmosphäre, Klima und Meere. Solche Aufgaben nannte die Quelle als bereits intensive Nutzungsfelder.
Die Quelle listet CloudFerro als technische Partnerin. Weitere Details zum Konsortium oder zum genauen technischen Aufbau wurden dort nicht vollständig ausgeführt. Genaue Angaben zu Nutzungsregeln, Zugriffsrechten oder kommerziellen Lizenzmodellen fehlen in der vorliegenden Darstellung.
Auch konkrete Zeitpläne für den Rollout über die Pilotphase hinaus wurden nicht genannt. Ebenso fehlen in der Quelle erweiterte Angaben zu den erwarteten Betriebskosten nach der Aufbauphase.
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Die Umsetzung von CODE-DE Lab liegt bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR; BMFTR und BMV stellen gemeinsam rund 16 Millionen Euro bereit.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.