Bis zu 5.800 Euro jährliche Steuerersparnis sind möglich, weil das deutsche Ehegattensplitting bei sehr ungleichen Einkommen die Steuerprogression abmildert. Die Zahl nennt Steuerberaterin Alison Siefert von der Steuerberaterkammer Niedersachsen für ein gemeinsames zu versteuerndes Einkommen von 60.000 Euro auf Basis der Freibeträge 2026. Ein kostenfreier Splittingrechner zeigte am 3. Juni 2026 für ein 60.000-Euro/24.000-Euro-Beispiel einen Vorteil von rund 715 Euro jährlich. Paare in der Schweiz sollten das deutsche Beispiel als Gegenbild verstehen, denn hier kann Heiraten in vielen Kantonen die Steuerlast erhöhen.

In Deutschland kann die gemeinsame Veranlagung die Steuerlast für Paare mit sehr ungleichen Einkommen deutlich senken, weil sie den progressiven Tarif glättet. Konkret hatte 2026 jeder Steuerpflichtige einen Grundfreibetrag von 12.348 Euro, verheiratete Paare profitieren damit de facto von 24.696 Euro, auch wenn ein Partner kaum oder kein Einkommen erzielt. Steuerberaterin Alison Siefert erklärt, dass der sichtbarste Vorteil in einem Alleinverdiener-Szenario auftritt; bei einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro nannte sie Einsparungen von bis zu 5.800 Euro.

Wie das Splitting in Deutschland wirkt

Das Ehegattensplitting rechnet das gemeinsame Einkommen zunächst zusammen und halbiert es rechnerisch, bevor der progressive Steuertarif angewendet wird. Das reduziert den durchschnittlichen Steuersatz im Vergleich zur getrennten Veranlagung, wenn die Einkommen stark auseinanderliegen. Ein kostenfreier Splittingrechner, Stand 3. Juni 2026, lieferte als Beispiel für ein Paar mit 60.000 Euro und 24.000 Euro ein geschätztes jährliches Splittingvorteil von rund 715 Euro. Siefert macht deutlich, dass das maximale sichtbare Einsparpotenzial von 5.800 Euro an den gewählten Zahlen und an den Freibeträgen 2026 hängt.

Allerdings gilt: Nicht jede Heirat ist steuerlich vorteilhaft. Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler weist darauf hin, dass Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld oder auch Elterngeld zwar steuerfrei sind, aber den Steuersatz für das übrige Einkommen erhöhen können. In solchen Konstellationen führt die gemeinsame Veranlagung oft zu Nachzahlungen. Karbe-Geßler rät deshalb zur Einzelveranlagung, die das Finanzamt auf Antrag gewähren muss, wenn sie günstiger ist. Zudem verändert die Heirat den Zugriff auf Freibeträge für Kapitalerträge sowie auf Erbschafts- und Schenkungsfreibeträge; in den deutschen Beispielen erhalten Ehepaare deutlich höhere Freibeträge.

Warum Heiraten in der Schweiz oft teurer wird

In der Schweiz führt die Zusammenrechnung der Einkommen nach dem Zivilstand in vielen Kantonen dazu, dass verheiratete Doppelverdiener höher besteuert werden als vergleichbare unverheiratete Paare, weil kantonale Tarifstrukturen anders auf gemeinsame Einkommen reagieren. Schweizer Quellen heben die kantonale Steuerhoheit als zentralen Faktor hervor: Tarife, Zuschläge und mögliche Kompensationen variieren stark, einige Kantone kennen Ausgleichsmassnahmen, andere nicht.

Der Effekt trifft besonders Haushalte mit ähnlichen Einkommen, aber auch Paare, bei denen ein Partner Lohnersatzleistungen bezieht, können benachteiligt sein. Neben der unmittelbaren Steuerrechnung verändern Zivilstand und Veranlagung die Renten- und Sozialversicherungsbilanz eines Haushalts, was kantonal orientierte Betrachtungen regelmäßig zeigen.

Deshalb ist das Resultat in der Schweiz häufiger das Gegenteil zum deutschen Splitting: Heirat kann die Steuerrechnung erhöhen.

Weil die Wirkung so stark von der persönlichen Einkommensverteilung und vom Wohnkanton abhängt, empfiehlt sich vor dem Standesamt eine konkrete Gegenrechnung. Paare sollten beide Varianten durchspielen: getrennte und gemeinsame Veranlagung in Deutschland, beziehungsweise die kantonale Praxis in der Schweiz. Behördliche Rechenbeispiele sind oft hilfreich, ebenso die Beratung durch Steuerexperten im jeweiligen Kanton.

Praktisch bedeutet das: Ermitteln Sie die relevanten Zahlen.

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Als konkreter nächster Prüfpunkt empfiehlt sich, die möglichen Beträge durchzurechnen: Nehmen Sie das im Text genannte Alleinverdiener‑Szenario mit der maximalen Ersparnis von bis zu 5.800 Euro und das Beispiel mit rund 715 Euro und legen Sie die Veranlagungsrechnung der Steuerverwaltung oder einem Steuerberater vor. Klären Sie zudem, wie sich eine Heirat auf Lohnersatzleistungen und die Vorsorge auswirkt.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.