Der SMI gewann am Freitag 0,54% und schloss bei 14'343,70 Punkten, obwohl Brent zeitweise auf 87 $ kletterte. Defensive Pharma- und Nahrungsmittelwerte gaben dem Index Halt, während Technologie- und Halbleiteraktien unter Druck blieben. Für die Woche ergab sich ein Gesamtanstieg des SMI von 0,8%, der SMIM legte 0,43% zu und der SPI erhöhte sich um 0,33%, berichtet FuW. Am 21. Juli stehen die US-Konsumentenpreise im Fokus, die den weiteren geldpolitischen Kurs beeinflussen könnten.

Die Outperformance des SMI neben dem Ölpreisschub wirkt zunächst widersprüchlich, doch sie erklärt sich aus der Verteilung der Sektorengewichte. FuW stellt fest, dass Versicherer, Pharmahersteller und Nahrungsmittelkonzerne am Freitag die Gewinnerliste anführten und so den Gesamtindex stützten, obwohl geopolitische Nachrichten die Rohstoffkosten anheben.

Innerhalb des SMI dominierten defensive Titel. Sandoz stieg laut FuW um 3,1%, Galderma legte 1,5% zu und Swisscom war mit plus 1,4% gefragt. Novartis verzeichnete ein Plus von 1,4% nach Meldungen über eine US-Zulassung für ein Medikament. Roche-Partizipationsscheine gewannen 0,8% und Nestlé stieg 1,2%. Auch Versicherer wie Swiss Re, Zurich, Helvetia und Baloise trugen mit Zugewinnen von rund 1,1% bis 1,8% zur Stabilität bei. FuW kommentiert, dass diese Titel in Phasen erhöhter Unsicherheit typischerweise Anleger anziehen, die auf Kapitalerhalt setzen.

Der FuW Swiss 50 Index schloss zuletzt bei 2'779,07 Punkten nach einem Tagesplus von 0,49%. Für Anleger bedeutete das: eine defensiv getragene Sitzung, in der die marktbreite Erholung durch einzelne Sektoren getragen wurde, nicht durch ein allgemeines Risikoaufschwung.

Dem standen deutliche Schwächen in Technologie- und Halbleiterwerten gegenüber. FuW meldet, dass Chip- und KI-Aktien in den USA und Asien unter Druck geraten sind, nachdem an den US-Börsen Zweifel an hohen Bewertungen aufkamen. Der Nasdaq 100 gab nach, und Zulieferer der Halbleiterbranche gehörten zu den schwächsten Aktien. An den europäischen Börsen setzte sich dieser Druck fort, was die Breite der Erholung einschränkte.

Die Handelssitzung wurde zudem von geopolitischen Nachrichten geprägt. FuW berichtet, dass das US-Militär in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen hatte und dass der Konflikt in der Strasse von Hormus die Ölpreise deutlich antrieb. Brent stieg zeitweise bis auf 87 $, nachdem er bereits zuvor kräftig zugelegt hatte. FuW zitiert Marktbeobachter, die warnen, dass die Lage höhere Transportkosten nach sich ziehen könnte, unter anderem durch eine geplante US-Gebühr auf Frachttransporte durch die Strasse von Hormus.

Solche direkten Kostensteigerungen betreffen Haushalte und energieabhängige Unternehmen unmittelbar, weil Transport- und Treibstoffkosten zunehmen.

Makroökonomische Impulse fielen gemischt aus. FuW weist auf überraschend starke Exportzahlen aus China hin: Die Ausfuhren stiegen im Juni um 27%, den stärksten Zuwachs seit Oktober 2021.

Gleichzeitig richteten Anleger ihren Blick auf die kurz bevorstehenden US-Inflationsdaten, weil sie Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten. Die Berichtssaison mit Quartalszahlen mehrerer US-Grossbanken dürfte zudem die kurzfristige Volatilität an den internationalen Märkten erhöhen.

In Summe malt die Sitzung das Bild eines Marktes, der sich in einem geopolitisch aufgeladenen Umfeld partiell erholt. Die Stabilität kam am Freitag von defensiven Schwergewichten, die allerdings nicht alle Sektoren gegen weitergehenden Verkaufsdruck schützen konnten.

Related Articles

Nächster Orientierungspunkt sind die US-Konsumentenpreise für Juni, die am 21. Juli 2026 publiziert werden und Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten. Ursprünglich berichtet von fuw.ch.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.