Microsoft erzielte im dritten Fiskalquartal 2026 einen Umsatz von 82,9 Milliarden US-Dollar, doch gleichzeitig treibt ein deutlicher Anstieg der Preise für Flash- und Massenspeicher die Kosten für Rechenzentren in die Höhe. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und wurde vor allem vom Cloud- und KI-Geschäft getragen, wobei die "intelligente Cloud" und Azure besonders stark zulegten. Finanzchefin Amy Hood nannte für das laufende Fiskaljahr ein Investitionsvolumen von 190 Milliarden US-Dollar.

Starke Quartalszahlen trotz Gegenwind

Microsoft hat im Fiskalquartal, das Ende März endete, den Umsatz auf 82,9 Milliarden US-Dollar gesteigert. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Analysten hatten zuletzt mit 81,39 Milliarden Dollar gerechnet. Microsofts eigenes früheres Szenario lag bei maximal 81,75 Milliarden Dollar.

Der Betriebsgewinn stieg im Jahresvergleich um 20 Prozent und erreichte 38,4 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte um 23 Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar zu. Die Geschäftsführung führt das Ergebnis vor allem auf die Nachfrage nach KI-Diensten zurück.

KI und Cloud als Wachstumstreiber

Satya Nadella, Chief Executive Officer, verwies auf die Dynamik des KI-Geschäfts. Er sagte, das KI-Portfolio habe eine jährliche Umsatzrate von 37 Milliarden US-Dollar überschritten. Das bedeutet eine Steigerung von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das umfasst sowohl Cloud-Kunden, die KI-Dienste beziehen, als auch Umsätze aus Microsofts eigenen KI-Angeboten.

Das Cloud-Geschäft wächst damit rasch weiter. Die Gesamterlöse im Cloud-Segment stiegen um 29 Prozent auf 54,5 Milliarden Dollar. Innerhalb dieses Segments legte die "intelligente Cloud", zu der auch Azure gehört, um 30 Prozent zu 34,7 Milliarden Dollar zu.

Copilot gewinnt Nutzer, Nutzung nähert sich Outlook

Microsoft meldete einen Anstieg bei den Copilot-Nutzern. Nachdem zuletzt 15 Millionen Microsoft-365-Abonnenten Copilot hinzugebucht hatten, sind es jetzt 20 Millionen Nutzer. Nadella sagte im Gespräch mit Investoren laut Firmenangaben, das wöchentliche Nutzungsverhalten liege mittlerweile auf dem gleichen Niveau wie bei Outlook. Microsoft erwartet, dass die Nutzerzahlen im laufenden Quartal weiter steigen.

Speicherkrise erhöht Rechenzentrumskosten

Gleichzeitig signalisiert Microsoft, dass die Kosten für Rechenzentren steigen. Grund dafür sind zuletzt deutlich gestiegene Speicherpreise. Die Nachfrage nach KI-Anwendungen erhöht den Bedarf an schneller und grosser Speicherkapazität.

Und genau diese Kapazität ist teurer geworden.

Microsoft führt einen erheblichen Teil der höheren Investitionen auf steigende Komponentenpreise zurück. Höhere Preise für Flash- und Massenspeicher treiben die Ausgaben für neue Server und Speichersysteme. Die Folge sind höhere laufende Kosten für die Infrastruktur.

Amy Hood, Chief Financial Officer, nannte für das laufende Fiskaljahr ein Investitionsvolumen von 190 Milliarden Dollar. Ein grosser Teil dieser Summe falle auf Rechenzentren und die zugehörige Infrastruktur. Hood machte steigende Komponentenpreise als wichtigen Treiber der höheren Planungen verantwortlich.

Die erhöhte Investitionsplanung folgt auf einen stärkeren Ausbau der Cloud-Kapazitäten. Microsoft baut Rechenzentren, um die Nachfrage nach Azure und KI-Diensten zu bedienen. Gleichzeitig müssen bestehende Anlagen erweitert und mit mehr Speicher ausgestattet werden.

Steigende Speicherpreise betreffen nicht nur Microsoft. Rechenzentrumsbetreiber weltweit sehen ähnliche Kostensteigerungen. Das erhöht die Kosten für Anbieter und kann sich auf Preissetzung, Margen und Angebotsgeschwindigkeit auswirken. Unternehmen, die grosse Cloud-Kapazitäten benötigen, könnten mit längeren Lieferzeiten oder höheren Preisen rechnen.

Für Hardwarelieferanten bedeutet die höhere Nachfrage zwar Absatzwachstum. Andererseits erhöht der Preisdruck die Beschaffungskosten. Hersteller von Speicherchips und Serverkomponenten stehen unter Druck, Kapazitäten auszubauen und Lieferketten zu stabilisieren.

Die Quartalszahlen beweisen, dass KI-Angebote ein Umsatzmotor sind. Microsoft nutzt dabei seine breite Kundenbasis und die Integration von KI in Produkte wie Copilot. Das steigert die Nutzung und bindet Kunden an das Ökosystem.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen, wie stark Infrastrukturkosten die Bilanz beeinflussen können. Höhere Investitionen sind notwendig, um die Servicequalität und die Wachstumsfähigkeit zu sichern. Doch sie belasten kurzfristig die Cashflows und die Kapitalbindung.

Die Ergebnisse lagen leicht über den Markterwartungen. Das führte zu positiven Reaktionen an den Märkten. Analysten hoben das rasche Wachstum im KI-Bereich hervor. Sie stehen aber auch aufmerksamer bei Fragen zu Margen und Investitionsdruck.

Microsoft hatte Ende Januar einen schwächeren Cloud-Ausblick kommuniziert. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Unternehmen das Wachstum doch stärker halten konnte als zunächst angenommen. Dennoch bleibt die Frage, wie nachhaltig die Marge bei weiter steigenden Infrastrukturkosten bleibt.

Grössere Rechenzentrumsinvestitionen werfen operative Fragen auf. Standortwahl, Energieversorgung und Kühlungsanforderungen sind relevant. Microsoft muss diese Faktoren in der Planung berücksichtigen, um Lieferketten- und Betriebsrisiken zu begrenzen.

Auch regulatorische Vorgaben zum Datenschutz und zu Energieeffizienz spielen eine Rolle. Rechenzentren stehen oft in der Kritik wegen ihres Energieverbrauchs.

Microsofts Ausbauaktivitäten könnten daher verstärkt in regulatorische Debatten eingebunden werden.

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Für das laufende Fiskaljahr plant Finanzchefin Amy Hood Investitionen in Höhe von 190 Milliarden US-Dollar, ein Grossteil davon für Rechenzentren und die zugehörige Infrastruktur.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.