Die Superbooth 26 in Berlin war diesmal vor allem eine Hands-on‑Plattform für Prototypen. Dort zeigte Make Noise das Plexiphon, ein Reverb‑Delay‑Hybrid, das Hall‑ und Echo‑Algorithmen in Stereo kombiniert und CV‑ sowie Gate‑Steuerung für Eurorack‑Nutzer bietet. Die Messe, die vom 7. Bis 9. Mai 2026 im FEZ stattfand, präsentierte Hunderte Neuheiten zum Anfassen. Für Hersteller und Besucher blieb sie damit ein Ort für technische Demonstrationen und frühe Marktentwürfe.
Make Noise überraschte auf der Messe mit einem Modul, das klassische Effektprinzipien zusammenführt. Das Plexiphon, so die Produktvorstellung auf der Superbooth, ist ein Hybrid aus Reverb und Delay. Laut der Präsentation mischt das Gerät Hall- und Echo-Algorithmen des Entwicklers Tom Erbe in Stereo und erlaubt die direkte Steuerung von Parametern wie Länge, Grösse und Kanal-Interaktion. Steuerung erfolgt sowohl über Drehregler als auch über Steuerspannungen. Ein Gate-Eingang nutzt das Eingangssignal, um dichte, sich gegenseitig beeinflussende Stereo-Texturen zu formen.
Wie es klingt und wie es gesteuert wird
Bei den Vorführungen wirkte das Ergebnis wiederholt wie ein Unterwasser-Echo. Einfachere Trigger- oder Impulssignale wurden in komplexe Klanglandschaften verwandelt, hiess es in den Demonstrationen. Die Möglichkeit, Delay- und Reverb-Parameter per CV zu modulieren und die Gate-Steuerung gezielt einzusetzen, soll bei modular arbeitenden Musikern besonders viel Spielraum für rhythmische und texturale Experimente schaffen.
Technisch belegt das Modul 16 HP im Eurorack. In der Produktvorstellung wurde ausserdem ein Preis von 469 US-Dollar genannt und eine geplante Verfügbarkeit für den Sommer 2026. Diese Preis- und Terminangaben stammen aus der Messevorstellung und fanden sich nicht in allen Berichten über die Superbooth, weshalb sie noch als vorläufig zu behandeln sind.
Premieren kleiner und kurzer Bauformen
Neben Make Noise nutzten weitere Hersteller die Bühne für spezialisierte Premieren. Verbos zeigte drei bislang nicht gelistete Module, darunter den Haas Zone Processor, ein Effektmodul mit drei sehr kurzen, steuerbaren Delays, das 28 HP belegt und vornehmlich perkussive Klänge erzeugen soll. Ein Filter Resonator leitet ein Eingangssignal durch drei Filterstufen und erlaubt verschiedene Filterkonfigurationen. Verbos kündigte an, dass alle drei Module bis Ende 2026 in den Handel kommen sollen; konkrete Preise wurden auf der Messe nicht genannt.
Weitere Neuheiten von Herstellern wie Buchla und Soma wurden dokumentiert. Die Berichterstattung hob hervor, dass viele Geräte noch im Feinschliff sind oder als Prototypen vorgeführt wurden.
Entwickler diskutierten offen über Schaltungsdesign und Firmware-Probleme, was der Veranstaltung eine weniger polierte, dafür technisch tiefere Atmosphäre verlieh.
Die Superbooth selbst präsentierte sich erneut als zentrale Plattform für Weltpremieren und Hands-on-Demos. Mehr als 300 Aussteller zeigten neueste Synthesizer, Module und Software-Tools und luden Besucher zum direkten Ausprobieren ein. Die Messe fand vom 7. Bis 9. Mai 2026 im FEZ in Berlin statt. Zahlreiche Stimmen vor Ort beschrieben die Veranstaltung als Ort, an dem sich viele Konzepte erst beim Drehen von Reglern und beim Patchen erschliessen.
Die Hands-on-Kultur war ein wiederkehrendes Thema in den Vor-Ort-Berichten. Heise-Reporter hoben hervor, dass einige Konzepte auf Videos nicht denselben Effekt liefern wie ein physischer Besuch. Als Beispiel nannten sie Exponate von Soma, bei denen Münzen über Kontaktflächen geschoben werden, ein Spiel mit mechanischer Interaktion, das live deutlich mehr Wirkung entfaltet als in Aufnahmen.
Die Szene um das offene Eurorack-Format zeigte sich als produktiv. Nach Angaben vor Ort hat das offene Format die Entstehung zahlreicher kleiner Firmen ermöglicht, die heute mit unkonventionellen Ideen auftreten. Berichte über die Veranstaltung interpretierten die Messe als Zeichen einer Branche, die sich von den Corona-Jahren erholt hat und wieder vermehrt auf Messen und direkte Begegnungen setzt.
Rückblicke auf frühere Ausgaben betonten die Mischung aus etablierten Marken und Boutique-Herstellern. Beispiele aus 2025 zeigten, dass die Superbooth nicht nur modulare Hardware umfasst, sondern auch Produktvorstellungen wie die Arturia V Collection 11 sowie Hardware-Neuheiten von cre8audio und Pittsburgh Modular, womit das Programm über reine Modular-Hardware hinaus erweitert wurde.
Gleichzeitig sind nicht alle Angaben einheitlich dokumentiert. Die Preis- und Verfügbarkeitsangaben zum Plexiphon stammen ausschliesslich aus der Produktvorstellung auf der Messe und konnten in anderen Berichten nicht bestätigt werden. Ebenso erschienen die Ankündigung der Verbos-Module und der Zeitrahmen "bis Jahresende" nur in der Produktvorstellung. Teilnehmerzahlen und Messerekorde aus 2025 wurden in einer Quelle genannt, fanden sich aber nicht in allen Texten.
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Make Noise gab auf der Messe an, das Plexiphon 2026 ausliefern zu wollen; Verbos nannte 2026 als Ziel für seine neuen Module. Konkrete Preise und genaue Verfügbarkeitsdaten blieben offen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.