Hunderttausende Iraner fürchten um Arbeit und Existenz. Nach sechs Wochen Krieg haben Fabrikschliessungen, Hafenblockaden und gestörte Lieferketten die Lage weiter verschärft.

Arbeitnehmer am Rand

Die laufenden Kämpfe und begleitenden Wirtschaftssanktionen treffen Beschäftigte in vielen Branchen direkt. Look, Gewerkschafter und Menschenrechtler berichten von massenhaften Entlassungen, von Werkschliessungen und von Tagelöhnern, die ohne Einkommen nach Hause geschickt wurden. Für jene, die ohnehin in unsicheren Anstellungsverhältnissen arbeiteten — Vertragsarbeiter, Tagelöhner, informell Beschäftigte — sind die Folgen besonders hart.

Ismail Abdi, einst Vorstandsmitglied der iranischen Lehrervereinigung und heute im Exil in Deutschland, sagte, die Fortsetzung des Krieges in militärischer Form oder durch Blockaden setze den einfachen Menschen den grössten Druck aus. "Wenn Fabriken, Werkstätten oder Dienstleistungsprojekte schließen oder verkleinert werden, sind Vertragsarbeiter, Tagelöhner und informell Beschäftigte die ersten Leidtragenden", sagte Abdi. Er warnte davor, dass die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer schwächer werde und die Löhne weiter in Richtung eines Einbruchs gedrückt würden.

Blockade der Straße von Hormus und Auswirkung auf Häfen

Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan begannen die Vereinigten Staaten laut Regierungsangaben mit einer Blockade der Straße von Hormus. Ziel der Massnahme sei es, die iranischen Einnahmen aus dem Ölexport zu reduzieren und gleichzeitig zu verhindern, dass Teheran eine Maut für die Durchfahrt erhebe. Die Blockade hat nach Berichten auch zur Folge, dass Waren kaum noch in iranischen Häfen ankommen.

Das bedeutet, dass beladene Schiffe seltener anlegen und Importgüter verzögert oder gar nicht ankommen. Damit fehlt es an Vorprodukten und Ersatzteilen in Fabriken, was die Produktion weiter hemmt. Betriebe mit knappen Lagerbeständen stehen vor dem Problem, unverzüglich Personal abzubauen, weil die Nachfrageeinbrüche und Rohstoffengpässe direkte Kosten erzeugen.

Wirtschaftliche Vorgeschichte und Schäden

Die iranische Wirtschaft hat schon lange unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen gelitten, bevor der Krieg sie jetzt zusätzlich belastet. Staatliche Stellen schätzen die bisherigen Kriegsschäden auf einen hohen Betrag: Fatemeh Mohadscherani, Regierungssprecherin des Iran, nannte am 14. April eine vorläufige Schadensschätzung von rund 229 Milliarden Euro. Mohadscherani äusserte die Zahl in einem Interview mit einer ausländischen Nachrichtenagentur.

That said, die tatsächliche Dimension der Zerstörung an grossen Industrieanlagen sei noch nicht vollständig beziffert. Einige der bedeutenden Produktionsstätten, die üblicherweise als Motoren der Wirtschaft gelten, wurden betroffen, doch genaue Gutachten zur Wiederaufbaukosten und zur Abfolge der Schäden liegen noch nicht vor. Wir wissen noch nicht, wie schnell die betroffenen Branchen sich erholen werden, weil die nötigen Daten fehlen.

Sozialer Druck und Alltag

Für viele Familien bedeutet der Einkommensverlust eine unmittelbare Verschlechterung der Lebensbedingungen. Berichte aus dem Land zeigen, dass vor allem Beschäftigte im Bildungswesen, in der Industrie und im Dienstleistungssektor unter dem Druck leiden. Abdis Erfahrung als Lehrer und Menschenrechtsaktivist liefert Einblicke: Er wurde aufgrund seines Engagements für Lehrkräfterechte in der Vergangenheit inhaftiert und lebt seit März 2025 im Exil in Deutschland. Seine Beobachtungen fliessen in internationale Solidaritätsaufrufe ein.

Die Einschränkungen im Warenverkehr treffen Haushalte beim Zugang zu importierten Gütern, Medikamenten und Ersatzteilen für Infrastrukturbauten. Versorgungsengpässe können die Preise antreiben und die Kaufkraft derjenigen reduzieren, die noch Arbeit haben. Ohne funktionierende soziale Netze geraten die Schwächsten schnell in existenzielle Not.

Regionale Spannungen und humanitäre Folgen

Der andauernde Konflikt erhöht die regionalen Spannungen. Neben direkten militärischen Auswirkungen beeinflussen Sperren und Sanktionen die Lebensgrundlage vieler Menschen, nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Regionen, wo Arbeitsplätze oft unsicher sind. Humanitäre Organisationen beobachten, dass Blockaden den Zugang zu Hilfslieferungen erschweren können, weil Häfen und Transportwege unsicherer werden.

Gleichzeitig ist die Informationslage in manchen Regionen eingeschränkt, was die Koordination von Hilfe und die präzise Einschätzung des Bedarfs erschwert. Abdi betonte, dass die Folgen für Beschäftigte und Familien oft erst mit Verzögerung sichtbar würden: Löhne fallen, Ersparnisse sind schnell aufgebraucht, und soziale Spannungen nehmen zu.

Politische Folgen im Inland

Die wirtschaftlichen Probleme wirken sich auch politisch im Iran aus.

Regierungen stehen unter Druck, die Grundversorgung und Beschäftigung zu sichern; gleichzeitig besteht ein Spannungsfeld zwischen militärischen Zielen und sozialer Stabilität. Mohadscherani äusserte die Schadensschätzung als staatliche Zahl, was zeigt, dass Teheran das Ausmass der Schäden öffentlich benennt — zumindest vorläufig.

Diese Zahlen beeinflussen die politischen Debatten im Land und könnten auch die internationalen Verhandlungen über Sanktionen und Hilfen ankurbeln. Die Frage, wie Wiederaufbau finanziert werden soll, bleibt offen, besonders da die Öleinnahmen durch Blockaden unter Druck stehen.

Was Menschen sagen

Im Zentrum der Berichte stehen Familien, Arbeiter und Lehrkräfte, die ihre Existenz bedroht sehen. Abdi formulierte es so: "In den letzten Wochen haben wir erschütternde Berichte über das Leid der Arbeiterschaft unter den Kriegsbedingungen im Iran erhalten." Für viele Betroffene ist das kaum abstrahierbar — es geht um Lohn, Miete, Ernährung und Schulbildung.

Die Stimmen aus dem Land schildern nicht nur ökonomische Folgen, sondern auch die psychosoziale Belastung: Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und die Sorge um die Zukunft erzeugen Ängste, die sich in Protesten und sozialen Spannungen niederschlagen können.

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.