John Ternus, ein 50‑jähriger Apple‑Insider, wird im September die Konzernführung übernehmen. Er steht vor zwei zentralen Aufgaben: die Nachholjagd bei KI‑Funktionen und die Reduktion der Abhängigkeit von chinesischer Produktion und Lieferkette.
Ein Insider an der Spitze
Apple kündigte offiziell an, dass John Ternus Chef des Konzerns wird. Das gab Nils Dampz von der ARD in Los Angeles bekannt. Ternus arbeitet seit rund 25 Jahren für Apple und ist derzeit verantwortlich für die Hardware‑Entwicklung der Produkte des Unternehmens — darunter Mac‑Laptops, iPad‑Tablets, die Apple Watch, Kopfhörer und das iPhone.
Die Personalentscheidung markiert das Ende einer Ära: Tim Cook hatte Apple 15 Jahre lang geführt. Ross Gerber, ein Tech‑Investor, sagte gegenüber Bloomberg, Ternus habe viel Erfahrung und kenne das Unternehmen sehr gut. Gerber fügte hinzu, dass Ternus die Aufgabe nur annehme, wenn er überzeugt sei, Apple auf die nächste Stufe bringen zu können.
Die interne Kontinuität ist also gewahrt. Zugleich ist klar: Der neue CEO übernimmt ein Unternehmen in einer Zeit grosser technologischer und geopolitischer Herausforderungen.
Das KI‑Problem: Tempo und Talente
Apple steht unter Druck, seine KI‑Funktionen markant besser zu machen. Unter dem Markennamen "Apple Intelligence" bietet Apple seit einigen Jahren KI‑Features an; Kritiker sehen diese teils hinter Angeboten wie ChatGPT oder Googles Gemini zurück. Philipp Alvares, Apple‑Experte beim Handelsblatt, sagte, Apple habe abgewartet und dann versucht, die Technik "auf ihre Art" umzusetzen; das Resultat sei nicht auf dem Niveau der Konkurrenz.
Siri bleibt ein wiederkehrender Kritikpunkt: Der Sprachassistent wird oft als schwach empfunden, reagiert fehlerhaft oder liefert ungenaue Antworten. Das schafft Raum für Anbieter, die Bedienkonzepte und Sprachsteuerung neu denken und so als Konkurrenz zum iPhone auftreten könnten.
Wesentliche Punkte, die Ternus adressieren muss:
- Sichtbare Produktverbesserungen schnell liefern, damit Nutzer die Vorteile von Apple‑KI klar spüren.
- Forschungs‑ und Entwicklungskapazitäten stärken: Berichten zufolge haben führende KI‑Forschende Apple verlassen und arbeiten jetzt bei Konkurrenten wie Google, Meta oder Anthropic.
- Gleichzeitig Tempo bei Produktfunktionen und langfristige Forschungskompetenz sicherstellen — also kurzfristige Releases und strategische Personal‑ und Forschungsentscheidungen vereinen.
Das China‑Problem: Produktion und Politik
Die zweite grosse Aufgabe ist die starke Abhängigkeit von China. Unter Tim Cook verlegte Apple einen grossen Teil der Produktion nach China; die Zusammenbauarbeiten der iPhones erledigt hauptsächlich Foxconn. Patrick McGee, Journalist bei der New York Times, sagte gegenüber der ARD, es gebe weltweit keinen anderen Standort, der Apples Mengen, Qualität und Preise in gleicher Form bieten könne.
Die enge Verknüpfung mit chinesischer Produktion brachte Apple über viele Jahre erhebliche Gewinne. Zugleich machen die politische Lage, Handelskonflikte und Berichte über Arbeitsbedingungen in Fabriken die Abhängigkeit zu einem wachsenden Risiko. McGee verwies auf wiederholt berichtete harte Arbeitsbedingungen bei Zulieferern: lange Schichten und strenge Regeln am Arbeitsplatz.
Handlungsfelder für Ternus sind unter anderem:
- Diversifikation der Lieferkette, um politische und operative Risiken zu reduzieren.
- Stärkere Qualitäts‑ und Arbeitsstandards durch höhere Inspektionsfrequenz und strengere vertragliche Vorgaben gegenüber Zulieferern.
- Abwägung zwischen Kosten, Produktionskapazität und geopolitischer Stabilität — ein vollständiger Auszug aus China ist unrealistisch.
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John Ternus (50) arbeitet seit rund 25 Jahren bei Apple und übernimmt im September die Konzernführung. Seine Prioritäten werden sein, rasch sichtbare Fortschritte bei Apple‑KI zu liefern und die Lieferkette strategisch zu diversifizieren — beides entscheidend für Apples Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.