Der Konsumklima‑Index des Instituts für Marktentscheidungen (NIM) ist im Mai um 5,2 Punkte auf −33,3 gefallen – der tiefste Stand seit Februar 2023. Als Ursachen nennt das NIM den Iran‑Konflikt, die Sorge vor weiter steigenden Preisen sowie deutlich gesunkene Einkommenserwartungen; zugleich ging die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen zurück. Die Daten beruhen auf einer Verbraucherumfrage Anfang April.

Starker Rückgang beim Konsumklima

Die Nürnberger Marktforscher vom Institut für Marktentscheidungen (NIM) meldeten einen Rückgang des Konsumklima‑Index um 5,2 Punkte auf −33,3 Zähler. Damit steht der Indikator auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2023. Der NIM‑Wert spiegelt das Vertrauen der Verbraucher in ihre finanzielle Lage und die Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage wider.

Nach Einschätzung der NIM‑Analysten belastet vor allem geopolitische Unsicherheit die Stimmung: Der Iran‑Konflikt verschärft Befürchtungen über künftige Energie‑ und Rohstoffpreise, gleichzeitig rechnen viele Haushalte mit weiter steigenden Preisen.

Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigung gefallen stark

Die Einkommenserwartungen brachen deutlich ein und erreichten ebenfalls den niedrigsten Stand seit Februar 2023. Parallel sank die Anschaffungsneigung — also die Bereitschaft zu größeren Ausgaben wie Autos oder Möbeln — zum dritten Monat in Folge auf ein Zwei‑Jahres‑Tief. NIM interpretiert das als Zeichen, dass viele Verbraucher geplante Anschaffungen verschieben oder ganz absagen.

Für Branchen, die von Großkäufen leben, wirkt sich das unmittelbar in sinkender Nachfrage aus.

Sparen bleibt auf hohem Niveau

Die Sparneigung ging laut NIM zwar leicht zurück, bleibt aber weiterhin vergleichsweise hoch. Viele Haushalte bilden demnach Rücklagen oder prüfen bestehende Ausgaben angesichts unsicherer Einkommensaussichten. Eine anhaltend hohe Sparneigung kann den privaten Konsum dämpfen und das gesamtwirtschaftliche Wachstum bremsen.

Unternehmen sind ebenfalls skeptisch

Externe Volkswirte sehen die NIM‑Zahlen eingebettet in einen breiteren Abwärtstrend des Konjunkturklimas. Claus Vistesen von Pantheon Economics schrieb, dass das Verbrauchervertrauen dem Abwärtstrend der wichtigsten Konjunkturumfragen folge. Auch das ifo‑Institut berichtete zuletzt von einer ungewöhnlich pessimistischen Stimmung in den Chefetagen, vergleichbar mit Mai 2020. Zusammen zeichnen diese Indikatoren ein Bild, in dem sowohl Nachfrage‑ als auch Angebotsseite derzeit vorsichtiger agieren.

Warum geopolitische Unsicherheit die Binnenkonjunktur trifft

NIM und andere Beobachter nennen zwei zentrale Wirkmechanismen:

  • Höhere Unsicherheit über Energie‑ und Rohstoffpreise durch Konflikte erhöht die Vorsicht der Haushalte.
  • Anhaltend höhere Inflationsraten drücken die reale Kaufkraft, sodass größere Anschaffungen aufgeschoben werden.

Weniger Konsum führt wiederum dazu, dass Unternehmen Produktion, Investitionen und Personalentscheidungen zurückhalten — ein Effekt, der die konjunkturelle Dynamik weiter abschwächen kann.

Related Articles

Der NIM‑Index notiert nun bei −33,3 (−5,2) und deutet auf kurzfristig schwächere Nachfrage hin — besonders für Branchen, die von größeren Anschaffungen abhängig sind.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.