Marwa, 30, schläft in einem Zelt an der Corniche in Beirut und sagt: «Ich kehre erst zurück, wenn eine dauerhafte Ruhe hergestellt ist.» Vor den angekündigten direkten Gesprächen mit Israel hoffen viele Libanesen auf Frieden; zugleich misstrauen viele der Regierung und setzen auf die Hisbollah. Die Waffenruhe ist brüchig, Tausende Binnenvertriebene leben in provisorischen Lagern und die humanitäre Lage bleibt angespannt.

Warum das wichtig ist: Die anstehenden Gespräche sind mehr als ein bilaterales Format; sie stellen einen Prüfstein für die staatliche Autorität im Libanon dar. Gelingt es der Regierung nicht, breite innere Zustimmung zu erreichen, könnte das Vertrauen in staatliche Institutionen weiter schwinden und die Hisbollah als faktische Schutzmacht gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Leben in provisorischen Lagern

In Beirut haben Binnenvertriebene entlang der Corniche Zeltlager errichtet. Viele Familien bleiben dort, weil sie ihre Häuser im Süden als zerstört schildern oder weil sie vor erneuten Angriffen Angst haben. Strom, Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlen vielerorts; das tägliche Leben verläuft unter beengten, improvisierten Bedingungen.

Eine 30-jährige Frau, die sich Marwa nennt und in einem der Lager lebt, sagte, sie kehre erst zurück, wenn eine dauerhafte Ruhe hergestellt sei. Sie beschreibt zerbrochene Fenster, zerstörte Infrastruktur und anhaltende Bedrohung durch Überflüge israelischer Drohnen, deren lautes Brummen die Bewohner verängstige.

Eine brüchige Feuerpause und laufende Angriffe

Die bisherige Waffenruhe zwischen Israel und Kräften im Libanon gilt als fragil. Trotz vereinbarter Pausen gab es an der Grenze wiederholt Gegenschläge und Übergriffe. Bei einem der Vorfälle wurde eine Journalistin getötet, eine weitere Journalistin verletzt; das libanesische Gesundheitsministerium warf Israel vor, durch gezielten Beschuss Rettungsarbeiten behindert zu haben.

Das konstante Risiko von Vergeltungsaktionen und die Präsenz bewaffneter Gruppen im Süden halten die Situation angespannt. Drohnen sind allgegenwärtig, und in den zerstörten Vierteln bleibt die zivile Infrastruktur stark beeinträchtigt.

Politische Spannungen im Innern

Viele Libanesen reagieren auf die Ankündigung direkter Gespräche mit Israel skeptisch. Einige sehen die Regierung als zu nachgiebig gegenüber Israel oder für die unzureichende Verteidigung der eigenen Bevölkerung verantwortlich. Andere warnen, dass Verhandlungen ohne breite innere Zustimmung die ohnehin fragile Einheit des Landes weiter belasten könnten.

Premier Salam verteidigte die außenpolitische Initiative und sagte, Diplomatie sei kein Zeichen von Schwäche, sondern verantwortungsvolles Handeln, um alle Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Souveränität und zum Schutz der Bevölkerung auszuschöpfen. Er betonte zugleich, die Regierung suche keine Konfrontation mit der Hisbollah.

Vertrauen in die Hisbollah

Gleichzeitig genießt die Hisbollah breite Unterstützung in Teilen der Bevölkerung.

Viele Menschen sehen die Miliz als verlässlichen Schutz gegen eine mögliche neue militärische Präsenz Israels im Südlibanon. Befragte Binnenvertriebene erklärten, sie hätten wenig Vertrauen in die staatlichen Institutionen und fühlten sich von der Armee oder politischen Eliten nicht ausreichend geschützt.

Ein Geflüchteter namens Ali äußerte Zweifel an der Fähigkeit des Staates, die Bevölkerung zu verteidigen, und sein Nachbar Mahnoud sagte, er vertraue in dieser Lage vor allem auf die Hisbollah. Solche Haltungen nähren die Sorge, innenpolitische Spannungen könnten in gewalttätige Konfrontationen umschlagen.

Humanitäre und wirtschaftliche Folgen

Die anhaltenden Angriffe und die Binnenvertreibung belasten die libanesische Wirtschaft weiter. Wiederaufbau in zerstörten Regionen, die Versorgung Geflüchteter und die Sicherstellung elementarer Dienste wie Strom und Wasser erfordern Mittel, die in einem Land mit geschwächter Finanzlage schwer aufzubringen sind. Viele Familien haben Einkommensquellen verloren; die lokale Wirtschaft in besonders betroffenen Regionen steht still.

Die Lage trifft bereits fragile Versorgungsnetze und erhöht den Druck auf Hilfsorganisationen, die vor Ort Nothilfe leisten; die humanitäre Lage bleibt angespannt.

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«Diplomatie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern verantwortungsvolles Handeln», sagte Premier Salam und fügte hinzu, er wolle eine Konfrontation mit der Hisbollah lieber vermeiden.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.