Die zweiwöchige Waffenruhe läuft am Mittwoch aus, nachdem indirekte Verhandlungen zwischen den USA und Iran ohne Einigung blieben. Washington hatte über Islamabad einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, der umfassende Beschränkungen für Irans Atom- und Raketenprogramme fordert; Teheran wies das Angebot zurück und stellte seinerseits fünf Kernbedingungen. US-Präsident Donald Trump nannte die iranische Antwort "dämlich" und bewertete die Überlebenschance der Feuerpause als sehr gering. Präsident Trump will in dieser Woche Chinas Staatschef Xi Jinping treffen, ein Termin, den Washington zur Mobilisierung zusätzlichen Drucks auf Teheran nutzen will.

Die Vermittlungsversuche zwischen den USA und Iran sind vorerst gescheitert. Nach Angaben aus Islamabad übermittelte Washington einen 15-Punkte-Plan an Teheran, der vor allem Maßnahmen gegen das iranische Atomprogramm vorsieht. Der Plan verlangt demnach unter anderem die Abgabe angereicherten Urans, einen Stopp der Urananreicherung, die Zerstörung wichtiger Atomanlagen sowie Einschränkungen des ballistischen Raketenprogramms. Parallel forderte die US-Seite Regelungen für den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus, inklusive Vorschlägen für gemeinsame maritime Einsätze mit Pakistan und regionalen Partnern, nach Angaben pakistanischer Regierungsvertreter.

US-Forderungen und Pakistans Rolle

Nach Darstellung der US-Seite wurde der 15-Punkte-Plan über Islamabad an Teheran übermittelt. Pakistan ist demnach als Übermittler genannt worden, ohne dass aus dem Trialog bislang Details zu Form oder Ort der Übergabe öffentlich gemacht wurden. Die US-Regierung begründete die Forderungen zur Kontrolle des Atom- und Raketenprogramms damit, Irans Fähigkeit zur Herstellung von Langstreckenwaffen und Trägersystemen zu begrenzen.

Washington verband die diplomatischen Schritte mit zusätzlichem Druck. Nach Angaben aus Washington verhängte die US-Administration neue Sanktionen gegen Personen und Unternehmen, denen vorgeworfen wird, den Transport iranischer Öllieferungen nach China unterstützt zu haben. Die Strafmassnahmen sollen nach US-Angaben Teheran Erlöse entziehen, die für Waffen, Drohnenbau und Raketenteile verwendet werden könnten. Zudem verstärkte die US-Regierung ihre militärische Präsenz in der Region. Präsident Donald Trump ordnete Truppentransfers an, darunter Kräfte an Bord des Flugzeugträgers USS George H. W. Bush und weitere Marineverbände, zusätzlich zu rund 50 000 bereits im Einsatz befindlichen Soldaten, wie aus Washington verlautet.

Irans Antwort und Gegenforderungen

Teheran wies zentrale Aussagen der US-Seite zurück und legte seinerseits Bedingungen für ein Ende der Kampfhandlungen vor. Nach iranischen Angaben lehnte die Regierung den US-Plan ab und nannte die Forderungen überzogen. Die iranische Führung formulierte fünf Kernbedingungen, zu denen nach eigenen Angaben ein Stopp sämtlicher Angriffe, auch gegen iranfreundliche Gruppen wie die Hisbollah, gehört. Weiter verlangt Teheran Garantien gegen ein Wiederaufflammen des Kriegs, Forderungen nach Reparationen, die Aufhebung von Sanktionen und Kontrolle über die Strasse von Hormus.

Iranische Stellen bezeichneten Berichte, wonach Teheran zugestimmt habe, angereichertes Uran außer Landes zu schaffen oder die Anreicherung für 15 Jahre einzustellen, als falsch und als "psychologische Kriegsführung". Die Darstellung der US-Seite, Iran habe initial solchen Zugeständnissen zugestimmt und diese später zurückgezogen, wird von iranischen Quellen strikt zurückgewiesen. In Washington wurde die iranische Antwort scharf kommentiert.

US-Präsident Donald Trump nannte sie "dämlich" und sagte, die bestehende Feuerpause habe "eine Überlebenschance von etwa einem Prozent".

Die widersprüchlichen Darstellungen zeigen eine tiefe Vertrauenslücke zwischen beiden Seiten. Die US-Seite betont kurzfristige, überprüfbare Schritte in den Bereichen Atomenergie und Raketen, während Iran politische und sicherheitspolitische Garantien, Entschädigungen und Sanktionsauflösungen fordert. Diese Gegensätze betreffen zudem die Kontrolle strategisch wichtiger Seewege und die Frage, welche regionalen Akteure künftig Sicherheit in der Strasse von Hormus gewährleisten würden.

Der scheiternde Vermittlungsversuch fällt in eine Phase erhöhter Gewalt und hoher Schäden im Iran. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds sind mehr als 80 000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden, darunter zehntausende Wohnungen sowie hunderte medizinische Einrichtungen und Schulen.

Die Lage hat innenpolitische Reaktionen ausgelöst. In Teheran reagierte das Parlament mit scharfen Tönen; Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf drohte nach Angaben aus Teheran mit Vergeltungsmaßnahmen für den Fall neuer US-Angriffe.

Vor dem Ablauf der Feuerpause am Mittwoch bleibt die diplomatische Lage angespannt. Die Vereinigten Staaten setzen weiter auf Kombinationen aus Sanktionen, militärischer Präsenz und bilateraler Diplomatie. US-Präsident Trump sieht im geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping eine Gelegenheit, Peking zu stärkerem Druck auf Teheran zu bewegen, wie aus Washington verlautet. Die iranische Führung besteht dagegen auf weitreichenden politischen Zugeständnissen als Vorbedingung für ein Ende der Kampfhandlungen.

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.