Nur noch rund 20 Prozent des Konzernumsatzes stammen aus dem Inland, deshalb soll die Deutsche Post auf Konzernebene künftig DHL heissen. Der Bonner Logistikkonzern will die Änderung an der Hauptversammlung am Dienstag beschliessen. Rechtlich soll die Eintragung ins Handelsregister in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Die bisherige Deutsche Post AG bleibt als Tochterfirma für das Inlandsgeschäft bestehen.

Der Logistikkonzern aus Bonn will seinen offiziellen Firmennamen aufgeben. Die Aktionäre sollen am Dienstag zustimmen, dass die Holding künftig DHL AG heisst. Der Schritt spiegelt den gewachsenen Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz wider.

Konzerchef Tobias Meyer begründete die Entscheidung damit, dass die Marke DHL international stärker wirke als der Name Deutsche Post. Vor zwei Jahren hatte die Gruppe bereits den Markenauftritt von Deutsche Post DHL Group auf DHL Group gekürzt. Rechtlich blieb damals aber alles beim Alten, heisst es aus Konzernkreisen.

Umbenennung und Eintragung

Die formelle Eintragung des neuen Konzernnamens soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Die Hauptversammlung wird als nächster Schritt erwartet. Auf dem Aktionärstreffen dürfte die Abstimmung klar zugunsten der Umbenennung ausfallen, schreibt der Konzern.

Die Umbenennung hat zwei Ebenen. Nach aussen wird die Holding den Namen DHL tragen. Intern bleibt der Name Deutsche Post erhalten, aber auf einer anderen Ebene.

Strukturwechsel und Aufgabenverlagerung

Die bisherige Deutsche Post AG wandert eine Ebene nach unten. Künftig bezeichnet der Name die inländische Tochter, die das Paket- und Briefgeschäft in Deutschland verantwortet.

Bislang war dieser Bereich in der Holding integriert und nicht als eigene Tochtergesellschaft angegliedert wie die anderen Geschäftsbereiche.

Mit der neuen Rechtsstruktur will das Unternehmen mehr Klarheit in der Konzernorganisation schaffen. Konzernangaben zufolge ändert sich für Postbotinnen, Zusteller und andere Mitarbeitende der Post nichts an ihren Arbeitsverhältnissen oder Aufgaben.

Die Umstellung reflektiert eine längere Entwicklung im Konzern. 2002 hatte das Unternehmen den US-Logistiker DHL übernommen. Seitdem ist das Auslandsgeschäft zunehmend wichtiger geworden. Heute stammen nur noch etwa ein Fünftel des Umsatzes aus dem klassischen deutschen Brief- und Paketgeschäft.

Reaktionen und interner Kontext

Wesentlicher Widerstand gegen die Umbenennung war vor der Hauptversammlung nicht laut geworden. Das Unternehmen erwartet ein klares Votum. Der frühere Konzernchef Frank Appel hatte eine solche Umbenennung zuvor gescheut, weil er Befürchtungen in der inländischen Belegschaft nicht schüren wollte.

Die jetzige Führung argumentiert anders. Tobias Meyer sagte, es solle auch sichtbar sein, was im Konzern drinstecke. International könne man mit DHL stärker punkten. Diese Argumente trugen offenbar zur vorbereitenden Änderung des Markenauftritts bei.

Was sich ändert und was bleibt

Aus Kundensicht ändert sich vorerst wenig. Die Marken DHL und Deutsche Post bleiben weiter sichtbar. Die rechtliche Änderung betrifft vor allem die Holdingstruktur und die Darstellung an der Börse. Intern ordnet das Unternehmen das Deutschlandgeschäft als Tochtergesellschaft ein, wie es bei anderen Bereichen bereits der Fall ist.

Der Schritt schafft eine klare Trennung zwischen dem inländischen Stammgeschäft und den internationalen Logistik- und Expressdiensten. Damit will die Konzernführung die verschiedenen Geschäftsmodelle transparenter darstellen.

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Die Eintragung des neuen Konzernnamens ins Handelsregister ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.