Kreditkosten bleiben niedrig, weil die Schweizerische Nationalbank den Leitzins bei 0,00% beließ. Das Direktorium traf die Entscheidung in der Sitzung vom 16. Und 17. Juni 2026 und veröffentlichte das Ergebnis am 18. Juni 2026. Die SNB begründete das Festhalten am Nullzins damit, dass die gegenwärtigen geldpolitischen Bedingungen trotz erhöhter geopolitischer Unsicherheit angemessen seien. Sie warnte zugleich vor weiterem Aufwertungsdruck auf den Franken und fügte eine Interventionsbereitschaft am Devisenmarkt "bei Bedarf" hinzu.
Entscheidung und Begründung
Die unmittelbare Wirkung der SNB-Entscheidung ist eine Fortsetzung der tiefen Kreditkosten, weil das Direktorium den Leitzins bei 0,00% beließ. Die Beschlussfassung erfolgte an der Sitzung des Direktoriums am 16. Und 17. Juni 2026 und wurde formell am 18. Juni 2026 publiziert. An der Beratung nahmen die Direktoriumsmitglieder teil, namentlich Martin Schlegel als Vorsitzender, Antoine Martin als Vizepräsident und Petra Tschudin als Mitglied. Ergänzt wurden sie durch die stellvertretenden Direktoriumsmitglieder Attilio Zanetti, Rosmarie Schlup, Sébastien Kraenzlin und Thomas Moser.
Die Schweizerische Nationalbank erklärte, sie habe die Lage auf den Finanzmärkten, monetäre Indikatoren, internationale Rahmenbedingungen sowie die Konjunktur- und Inflationserwartungen für die Schweiz eingehend geprüft. Das Direktorium beurteilte die Preisstabilität als nicht gefährdet. Im veröffentlichten Protokoll steht, die SNB erwarte weder einen raschen Anstieg der Inflation über 2% noch ein Abrutschen in negative Inflationsraten im Prognosezeitraum. Zugleich wies die Notenbank darauf hin, dass die seit März gelockerten monetären Bedingungen infolge einer Abschwächung des Frankens weiterhin expansiv wirkten.
Auf den Finanzmärkten dominierte laut SNB seit der März-Sitzung vor allem die Lage im Nahen Osten, wobei Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus die Volatilität dämpften. Diese Entwicklung verbesserte die Risikoneigung der Anleger und führte zu fallenden Energiepreisen, während die globalen Inflationserwartungen erhöht blieben. Die Märkte rechneten mit moderat höheren Leitzinsen bei der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank in den kommenden Quartalen und erwarteten für die SNB keine Zinsanpassung in der Juni-Sitzung.
Die SNB nannte in der internen Analyse ebenfalls starke US-Konjunkturdaten und Optimismus in Bezug auf künstliche Intelligenz als Faktoren, die in den USA zu höheren langfristigen Zinsen beigetragen hätten und damit international die Zinserwartungen beeinflussten. Für die Entscheidungsfindung stützte sich das Direktorium auf Berichte der Abteilung Geldmarkt und Devisen sowie auf Auswertungen der Abteilungen für monetäre Analyse, Prognosen, internationale Beziehungen und Wirtschaftsdaten.
Zur Schlussabstimmung konsultierte das Direktorium eine kleine Expertengruppe.
Im Protokoll der Sitzung hob die SNB hervor, dass das Risiko einer erneuten starken Frankenaufwertung weiterhin bestehe. Als Reaktion darauf bekräftigte das Direktorium eine erhöhte Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt und ergänzte diese Formulierung mit dem Zusatz "bei Bedarf". Das Protokoll liefert dazu keine weiteren Details über Umfang oder Modalitäten möglicher Einsätze.
Für Haushalte und Unternehmen hat die Entscheidung klare Effekte. Erstens bleiben die Kreditkosten kurz- bis mittelfristig niedrig, was die Nachfrage nach Finanzierung stützen kann.
Zweitens bleibt der Wechselkurs des Franken für exportorientierte Unternehmen ein zentrales Wettbewerbsmerkmal; die Andeutungen zur Interventionsbereitschaft signalisieren, dass die SNB extreme Aufwertungsdrucksszenarien begrenzen will. Drittens bleiben die Erträge auf Spareinlagen für private Sparer begrenzt.
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Das Direktorium bekräftigte im Protokoll seine Interventionsbereitschaft am Devisenmarkt «bei Bedarf».
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.