Wenn Artemis II Anfang März startet, trägt das Raumschiff Technologie aus Jena, die seinen Kurs auf den Mond genau bestimmt. Ein Sternsensor aus Thüringen soll die Mission präzise navigieren – und damit zum Erfolg der ersten bemannten Mondmission seit 1972 beitragen.

Technik aus Jena sorgt für exakte Orientierung im All

Die Rückkehr der Menschheit zum Mond steht kurz bevor: Artemis II bringt erstmals seit Jahrzehnten wieder Menschen in den Erdtrabantenorbit. An Bord des Orion-Raumschiffs befindet sich ein spezieller Sternsensor, entwickelt von Jena-Optronik, der für die genaue Navigation sorgt. Das Gerät nutzt Sterne als Referenzpunkte, erkennt Sternbilder und liefert so der Raumkapsel präzise Richtungssignale.

Das Prinzip ist simpel, aber effektiv: Im Weltall gibt es keine Straßenschilder, aber jede Menge Sterne. Der Sensor gleicht die beobachteten Sternbilder mit einem internen Katalog ab und ermöglicht so eine exakte Positionsbestimmung. Das ist entscheidend, um Kursabweichungen zu erkennen und das Raumschiff auf der vorgegebenen Bahn zu halten.

Die NASA vertraut auf diese Technologie bereits seit Artemis I, der unbemannten Mission im Jahr 2022. Die Sensoren aus Jena haben ihre Zuverlässigkeit in der Praxis bewiesen. Für Artemis II werden die Systeme erneut eingesetzt, und auch für die folgenden Missionen bis Artemis V sind sie vorgesehen.

Sensoren sind Einweggeräte – jedes Mal neu an Bord

Ein Nachteil der Sternsensoren ist ihre begrenzte Lebensdauer. Sie sind fest im europäischen Servicemodul (ESM) verbaut, das den Antrieb und die Energieversorgung des Orion-Raumschiffs sicherstellt.

Kurz vor der Rückkehr zur Erde wird das Servicemodul abgetrennt und verglüht in der Atmosphäre – mit dem Sensor an Bord.

Das bedeutet: Für jede Mission braucht es ein neues Modul mit neuen Sensoren. "Es ist schade, aber der Sternsensor verglüht in der Mission", erklärt Andreas Deter, Projektmanager bei Jena-Optronik. Trotzdem sei der Einsatz lohnenswert, weil die Sensoren eine präzise Navigation ermöglichen, die für den Erfolg der Missionen entscheidend ist.

Doppelte Absicherung für den Ernstfall

Die Sensoren sind nicht unverwundbar. Ein Mikrometeorit oder Weltraumschrott könnten die empfindlichen Geräte beschädigen. Deshalb sind an Bord immer zwei identische Systeme verbaut. Fällt einer aus, übernimmt der zweite.

Falls beide Sensoren versagen sollten, gibt es zwar noch Backup-Systeme, die eine grobe Orientierung ermöglichen. Diese sind allerdings weniger genau und sollen nur für Notfälle dienen. So ist sichergestellt, dass die Astronauten nicht orientierungslos im All treiben.

Europäische Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Das europäische Servicemodul, in Bremen gefertigt, ist mehr als nur ein Antrieb. Es versorgt die Astronauten mit Strom, Wasser und Sauerstoff und trägt maßgeblich zum Gelingen der Mission bei. Die enge Kooperation zwischen NASA, ESA und europäischen Unternehmen zeigt, wie eng die Raumfahrt heute international verflochten ist.

Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: "Gemeinsam zeigen wir, dass Kooperation unser stärkster Motor für die Zukunft ist." Auch Jena-Optronik profitiert von diesem Austausch. Die Firma arbeitet eng mit den Technologiezentren der ESA in den Niederlanden und Deutschland sowie mit dem NASA-Kontrollzentrum in Houston zusammen.

In Jena selbst herrschte beim Start von Artemis II ausgelassene Stimmung. Peter Kapell, Geschäftsführer von Jena-Optronik, bezeichnet die Beteiligung an der Mission als "große Ehre" und verweist auf die Bedeutung von Teamarbeit in der Raumfahrt. Ohne das Zusammenspiel zahlreicher Partner aus verschiedenen Ländern wäre die Mission nicht möglich.

Artemis II – ein bedeutender Schritt in der Mond-Rückkehr

Artemis II ist mehr als nur ein Testflug: Es ist der Beginn einer neuen Ära. Die Mission bringt vier Menschen in eine Umlaufbahn um den Mond, weiter weg als je zuvor. Die Crew besteht aus der ersten Frau, der ersten Person mit Colour und dem ersten Nicht-US-Amerikaner, einem Kanadier. But die Herausforderungen sind groß, die Risiken ebenfalls.

Die Technik aus Deutschland hilft dabei, diese Risiken zu minimieren. Doch die Mission hat auch ihre Schwierigkeiten. Die Rakete, die das Orion-Raumschiff startbereit macht, war mehrfach von Verzögerungen betroffen, weil sie auf alter Technologie basiert, die aus den Space-Shuttle-Programmen stammt.

Das verlängert die Vorbereitungszeit und erhöht die Kosten. Dennoch hofft man, mit Artemis II einen Meilenstein zu setzen, um bald wieder Menschen auf der Mondoberfläche landen zu können – und womöglich eine dauerhafte Präsenz aufzubauen.

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Die präzisen Sternsensoren aus Jena zeigen, wie deutsche Technologie heute maßgeblich zur internationalen Mondmission beiträgt. Während das Orion-Raumschiff auf seiner Reise zum Mond die Sterne als Wegweiser nutzt, bleibt die Raumfahrt ein Gemeinschaftswerk, das ohne Zusammenarbeit kaum vorstellbar wäre.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.