Am 6. Mai 2026 traf Irans Aussenminister Abbas Araghtschi in Peking den chinesischen Aussenminister Wang Yi, sein erster China-Besuch seit Beginn des Iran-Kriegs. Laut Tagesschau.de, das die chinesische Staatsagentur Xinhua zitiert, fiel der Besuch mit der Ankündigung Teherans zusammen, ein Genehmigungsverfahren für Durchfahrten durch die Strasse von Hormus einzuführen. Die Reise erfolgt vor dem Hintergrund intensiver internationaler Diplomatie, darunter ein von den USA eingebrachtes UN-Resolutionspapier und ein Reuters-Entwurf für eine multinationale Marinekoalition. Unklar ist weiterhin, wie Peking und Moskau auf die neuen iranischen Schritte reagieren werden.
Iranische und chinesische Spitzenvertreter trafen sich am Morgen des 6. Mai 2026 in Peking. Nach Angaben von Tagesschau.de, das sich auf die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua beruft, war es der erste China-Besuch von Aussenminister Abbas Araghtschi seit Beginn des Konflikts, der Ende Februar eskalierte.
Treffen in Peking
Nach dem offiziellen Verlauf empfing Wang Yi den iranischen Gast zu Gesprächen über bilaterale Beziehungen und regionale Sicherheit. Parallel gab Teheran nach den Angaben der Tagesschau bekannt, es werde künftig ein Genehmigungsverfahren für Transitvorgänge durch die Strasse von Hormus einführen. Die Tagesschau nennt Xinhua als Quelle für diese Informationen. Die Ankündigung betrifft unmittelbar die internationale Seehandels- und Energiesicherheit, da ein erheblicher Teil der weltweiten Ölverkehre die Meerenge passiert.
Die Kombination von Gör, diplomatischem Austausch und konkreter Regulierung der Schifffahrt setzt Peking in eine Vermittlerrolle, die bereits in der Analyse westlicher Beobachter diskutiert wird. Laut derselben Tagesschau-Berichterstattung gilt China wegen enger wirtschaftlicher und politischer Beziehungen als ein Partner mit besonderem Einfluss auf Teheran.
Diplomatisches Umfeld und Folgen
Der Besuch fällt in eine Phase intensiver internationaler Initiative. Tagesschau.de berichtet, die US-Regierung habe einen Resolutionsentwurf eingebracht, der den Iran auffordert, Angriffe in der Strasse von Hormus einzustellen. Laut der Tagesschau forderte US-Aussenminister Marco Rubio Peking auf, Druck auf Teheran auszuüben, und bezeichnete die Lage als einen Test für die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen.
Gleichzeitig berichtet die Tagesschau, gestützt auf einen Entwurf von Reuters, die USA schlagen den Aufbau einer multinationalen Marinekoalition unter dem Namen "Maritime Freedom Construct", kurz MFC, vor. Dem Entwurf zufolge sollen rund 30 Staaten beteiligt werden. Für einen Einsatz könnte ein UN-Mandat erforderlich sein, so der Reuters-Entwurf, wie er in der Tagesschau-Zusammenfassung wiedergegeben wird.
Eine solche Koalition würde die französisch-britische Marinemission ergänzen, die bereits als Teil internationaler Bemühungen genannt wird.
Die Reise Araghtschis nach Peking reiht sich ein in eine Serie von Besuchen bei Schlüsselpartnern. Laut Tagesschau und Angaben des Auswärtigen Amtes war Araghtschi bereits Ende April zu Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin in Moskau, eine Visite, die der Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigt hatte. Die Abfolge von Terminen in Moskau und Peking zeigt, dass Teheran parallel in Richtung Russland und China diplomatische Kontakte vertieft.
Die Entwicklungen haben direkte sicherheitspolitische Relevanz. Die Ankündigung eines Genehmigungsverfahrens für die Strasse von Hormus könnte die Navigationsfreiheit für internationale Handelsschiffe beeinflussen. Mehrere Staaten haben ihre Sicherheitsinteressen in der Region betont, und ein multinationales Marinesegment wie das in dem Reuters-Entwurf beschriebene würde die internationale Präsenz in der Meerenge verstärken.
Der Hintergrund des eskalierenden Konflikts bleibt akut. Seit dem 28. Februar 2026 kam es zu verstärkten Attacken und Gegenangriffen. Nach Angaben von Tagesschau.de und weiteren Meldungen feuerten Milizen, darunter die von Iran unterstützte Hisbollah, wiederholt Raketen auf israelische Ziele. Israel berichtete über Abwehrmassnahmen und vereinzelte Opfer an der Grenze zum Libanon.
In internationalen Foren diskutierten Vertreter die Folgen israelischer Angriffe auf iranische Anlagen. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, Rafael Grossi, berichtete vor dem UN-Sicherheitsrat über Schäden an oberirdischen Teilen der Atomanlage Natanz. Laut Grossi seien elektrische Infrastruktur und Notstromaggregate zerstört worden, während unterirdische Zentrifugenhallen nach bisherigen Erkenntnissen nicht direkt betroffen seien.
Die Quellenlage zur Peking-Visite und zu dem Hormus-Mechanismus ist in den vorliegenden Materialien eingeschränkt. Die entsprechenden Angaben stützen sich in erster Linie auf die Tagesschau-Liveberichterstattung, die ihrerseits Xinhua zitiert. Weitere Details oder unabhängige Bestätigungen wurden in den vorliegenden Quellen nicht geliefert.
Für die internationale Diplomatie bleiben mehrere offene Fragen. Wie reagiert Peking konkret auf die iranischen Schritte?
Werden Russland oder andere Staaten die Initiative unterstützen oder ablehnen? Und ob der vorgeschlagene Entwurf für das Maritime Freedom Construct in der von Reuters dargestellten Form breite Unterstützung findet, ist unklar.
Related Articles
- US-Militär: Sechs iranische Schnellboote versenkt
- Peking fordert Rückabwicklung des Meta-Deals um Manus
- Kerosinpreise verdoppelt: Airlines streichen Tausende Flüge
Nach Angaben der Tagesschau nannte IAEA-Chef Rafael Grossi vor dem UN-Sicherheitsrat Schäden an oberirdischen Teilen der Atomanlage Natanz, darunter zerstörte elektrische Infrastruktur und Notstromaggregate.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.