Mehr als 1'500 kommerzielle Schiffe sitzen weiterhin hinter der Strasse von Hormus fest, während der Iran Anfang Mai einen auf Bitcoin basierten Dienst zur formalen Vergabe von Durchfahrten einführte. Bloomberg zitiert die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars und Dokumente des iranischen Wirtschafts- und Finanzministeriums, wonach Zahlungen in Bitcoin geleistet und kryptografisch überprüfbare Versicherungspolicen ausgestellt würden. Zur selben Zeit meldete CENTCOM, zwei US-Lenkwaffenzerstörer hätten die Meerenge passiert und zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe seien in den Persischen Golf gelangt. Die Lage bleibt widersprüchlich und erhöht das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation.

Das iranische Vorgehen ist strategisch und symbolisch zugleich. Ein staatlich organisiertes System, das Zahlungen in Bitcoin annimmt, formalisiert nach Bloomberg-Angaben eine Praxis, die in Teilen bereits informell praktiziert worden sein soll. Laut Bloomberg berichten Medien, dass zuvor einzelne Schiffe gegen Bitcoinzahlungen durchgelassen wurden. Nun hat Teheran den Schritt laut der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars und Dokumenten des iranischen Wirtschafts- und Finanzministeriums in eine «schnelle, verifizierbare digitale Versicherung» überführt.

Wie der Dienst funktionieren soll

Der neue Dienst ist demnach als Versicherung für Transporte durch den Persischen Golf und benachbarte Wasserwege aufgebaut. Zahlungen würden in Bitcoin abgewickelt. Die Policen seien kryptografisch überprüfbar, und nach bestätigter Zahlung gelte ein Schiff als versichert, wobei eine Quittung ausgestellt werde. Bloomberg zitiert die entsprechenden Dokumente des iranischen Wirtschafts- und Finanzministeriums und Fars als Quelle für diese technischen und administrativen Details.

Ob ausländische Reedereien Zugriff auf den Dienst haben und ob sie solche Zahlungen akzeptieren, ist unklar. Bloomberg weist darauf hin, dass Firmen wegen der Preisvolatilität von Bitcoin oder wegen möglicher Verstösse gegen US-Sanktionen zögern könnten. Völkerrechtler sehen das Erheben von Gebühren für Transitpassagen als Verstoß gegen das Recht auf Durchfahrt. Damit stehen rechtliche, ökonomische und praktische Hürden gegen eine schnelle Akzeptanz des Systems.

Militärische Gegenbewegung und widersprüchliche Meldungen

Zur gleichen Zeit meldete CENTCOM, zwei US-Lenkwaffenzerstörer hätten die bislang von Iran eingeschränkte Meerenge durchfahren. CENTCOM bestätigte ausserdem, dass zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe in den Persischen Golf gelangt seien. CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper sagte, die Unterstützung der Mission «Project Freedom» sei für die regionale Sicherheit und die Weltwirtschaft unerlässlich. Nach Angaben des US-Militärs wird die Operation von umfangreichen Kräften getragen, darunter rund 15'000 Soldaten, mehr als 100 Flugzeuge sowie Kriegsschiffe und Drohnen.

Diese Darstellung steht im Widerspruch zu Darstellungen iranischer Stellen. Die iranische Revolutionsgarde und staatliche Medien dementierten, dass Handelsschiffe die Meerenge durchquert hätten. Fars meldete, iranische Streitkräfte hätten Warnschüsse abgegeben und in einem Fall Raketen und Drohnen rund um feindliche Schiffe eingesetzt. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete weiter, zwei Raketen hätten ein Schiff nahe dem Hafen von Dschask getroffen.

Das US-Militär wies Berichte über einen Treffer zurück.

Berichte zitieren zudem einen anonymen ranghohen iranischen Informanten mit der Aussage, Iran habe einen Warnschuss abgegeben. Schäden an US-Schiffen blieben unbestätigt. Der Einsatz der US-Streitkräfte erhöht nach Einschätzung zahlreicher Berichte die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Washington und Teheran. Zudem wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Raketenalarm ausgelöst, nachdem es zu Zwischenfällen im Seegebiet gekommen sein soll.

Die klare Zahl ist beunruhigend. Bloomberg nennt mehr als 1'500 kommerzielle Schiffe, deren Transit verzögert ist. Diese Blockade hat nach den zitierten Medienberichten schon jetzt merkliche Auswirkungen: Öl- und Gasförderung ist gedrosselt, Lieferketten sind belastet, und Energiepreise reagieren sensibel auf die Unsicherheit in der Region.

Politisch ist die Lage widersprüchlich organisiert. Die USA haben Mitte April eine eigene Seeblockade gegen Iran verhängt, während Iran betont, die Meerenge sei nicht grundsätzlich blockiert, sondern feindliche Schiffe würden ausgesondert. Mit der formalen Einführung eines Bitcoin-Systems schafft Teheran zugleich Transparenz über die Bedingungen und verschiebt gleichzeitig die Debatte von rein militärischen Mitteln hin zu einem Hybrid aus Wirtschaft, Technologie und Machtprojektion.

Die zentrale Frage ist nun, ob das neue Zahlungssystem die Blockadewirkung dauerhaft stabilisiert oder zusätzliche Spannungen provoziert. Firmen, die Handelsschiffe betreiben, wägen nach Bloomberg-Angaben zwischen wirtschaftlicher Dringlichkeit und rechtlichen Risiken ab. Staaten und internationale Rechtsinstitutionen werden diese Praxis prüfen müssen, sollten sich Zahlungen in Kryptowährung als Standard etablieren.

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.