Die Verhandlungen über eine 60-tägige Waffenruhe stocken. Teheran fordert die sofortige Freigabe von rund 12 Milliarden US-Dollar, und US-Präsident Donald Trump verlangte Änderungen an einem bereits ausgehandelten Entwurf, weshalb sich die Gespräche um mehrere Tage verzögern. Der Entwurf sieht eine Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Feuerpause vor, ergänzt durch parallele Verhandlungen über Irans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus. Eine endgültige Einigung hängt von Trumps Unterschrift und der Zustimmung Teherans ab.
Die Verhandlungen haben sich um mehrere Tage verzögert, weil Präsident Trump Änderungen an einem bereits ausgehandelten Entwurf verlangt hat.
US-Beamte berichten, der Text, der nach Angaben von US-Unterhändlern ausgehandelt worden war, sah eine 60-tägige Absichtserklärung zur Deeskalation vor. Diese sollte die Feuerpause, die seit dem 8. April gilt, formalisieren und gleichzeitig den Weg für parallele Gespräche über Irans Atomprogramm öffnen. Für Washington ist entscheidend, ob der Präsident den vorgelegten Text in der vorliegenden Form unterzeichnet.
Was im Entwurf steht
Nach Angaben von Unterhändlern hätte die Vereinbarung zwei Hauptstränge verbunden. Erstens eine befristete Verlängerung der Feuerpause, in der Iran sich verpflichtet hätte, Minen aus der Strasse von Hormus zu räumen, und die USA zeitweilige Ausnahmen bei Sanktionen sowie Gespräche über die Freigabe von Vermögenswerten zugesagt hätten. Zweitens sollten Verhandlungen über das Atomprogramm beginnen, inklusive Versicherungen Irans, niemals Atomwaffen anzustreben, sowie Gespräche über eine mögliche Aussetzung der Urananreicherung und die Entfernung hochangereicherten Urans.
Die Zweistufigkeit aber birgt ein Risiko, argumentieren Medien und Analysten. Wenn die US-Blockade nicht faktisch aufgehoben ist, bevor Kontrollen und Verifikation greifen, wären später eingeforderte Zugeständnisse schwerer durchsetzbar. Axios berichtete zudem, Präsident Trump habe insbesondere Einwände gegen die geplante Regelung zum Umgang mit hoch angereichertem Uran erhoben. Trump schrieb zuvor auf der Plattform Truth Social, die Vereinbarung sei "weitgehend" ausgehandelt, doch nach einer Sitzung im Weissen Haus blieb die von ihm angekündigte "endgültige Entscheidung" aus.
Irans Finanzforderungen und die militärische Lage
Die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars berichteten, Teheran mache die Freigabe eingefrorener Auslandsgelder zur Vorbedingung. Fars schrieb, unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung müssten dem Iran rund 12 Milliarden US-Dollar auf Auslandskonten freigegeben werden, andernfalls werde Teheran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten. Experten schätzen, dass insgesamt mehr als 100 Milliarden US-Dollar iranischer Vermögenswerte im Ausland infolge von Sanktionen ganz oder teilweise gesperrt sind. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise im Inland sind finanzielle Fragen für Teheran daher zentrale Verhandlungsmasse.
Die militärische Lage bleibt ein weiterer Motor der Dringlichkeit. Beobachter und Sicherheitsexperten äussern Zweifel, dass militärischer Druck das iranische Regime grundlegend schwächen würde, und verweisen auf weiterhin erhebliche militärische Kapazitäten Teherans. Berichte nennen Raketenstellungen und Bestände an hoch angereichertem Uran als Elemente, die die Verhandlungsposition Irans stützen. Kontrolle über die Strasse von Hormus und die Frage der Gebührenerhebung für Schiffsverkehr sind Kernpunkte, weil sie Handel und Energieflüsse direkt betreffen.
Aus US-Sicht steht viel auf dem Spiel. Neben der unmittelbaren Deeskalation würden die Verhandlungen die Antworten auf längerfristige Sicherheitsfragen liefern, etwa zu Inspektionsregimen und zur dauerhaften Einschränkung der Urananreicherung. Für Teheran sind dagegen schnelle finanzielle Entlastungen und eine Aufhebung wesentlicher Teile der Blockade Kriterien, die innenpolitisch wichtig sind.
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Die Delegationen bereiten sich auf weitere Verhandlungsrunden in den kommenden Tagen vor. Entscheidend wird sein, ob sich Trumps Änderungswünsche mit Irans Forderung nach sofortiger Freigabe von rund 12 Milliarden US-Dollar zusammenführen lassen; Trumps Unterschrift bleibt ein letzter Vorbehalt.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.